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"Germany's Next Topmodel": Sexbraten und Laufsteak!

Die erste Folge von "Germany's Next Topmodel" ist recht gut gestartet - zumindest als letzter Jahr. Drei Millionen Zuschauer wollten Klum, Joop und Hayo beim Aussortieren sehen. Doch wie war es eigentlich mit dem Neuen?

"Germany's Next Topmodel": Sexbraten und Laufsteak!

„Show Yourself“ – so der Titel der neuen Staffel von „Germany’s Next Topmodel“. Was das heißt, wissen wir nach der Auftaktfolge: Models hauen rein. Auf Biegen und Brechen wird mit Holzhammer und Zaunpfahl auf die Hirne der Zuschauer folgende Botschaft im Drei-Minuten-Takt eingeballert: Wir lieben Lebensmittel.

Diese Sendung steht im Zeichen der Fleischeslust. Nicht nur wegen der Model-Massenbeschau. Sondern weil Heidi Klum keine Mahlzeit auslässt, sogar als sie beim Kinderheim vorfährt, um Kandidatin Betty abzuholen, müssen die Jungs und Mädels ihr Frühstück vor der Mettbrötchen anlüsternden Heidi verteidigen.

Sie tauscht sogar die Haute Cuisine gegen derbes Straßen-Fast-Food ein. Ein gewagtes Experiment: Es sind nur drei Bissen, doch die wirbeln Heidis Immunsystem ganz offensichtlich kräftig durcheinander. Sie landet im Krankenhaus.

Aber was noch viel spannender ist: Wie ist eigentlich so das "Wunderkind" Wolfgang Joop? Zu schrill, um nicht gesehen oder gehört zu werden. Was vor allem an seinem bizarren Pseudo-Denglisch-Geschwafel liegt: "Die Boobs stehen in Konkurrenz zum Kopf", "Sie ist mir zu sehr Sexbraten“, „We have to talk about the mother“, She’s cute“. Oje, will er einfach nur very international sein? Man weiß es nicht. Man weiß aber, dass der Wolle richtig gut mit Kreide und Papier umgehen kann. Und das weiß er auch selbst: "Nobody can do portaits like me!" Während er sich die „Meeeedchen“ vorführen lässt, kritzelt er, sichtlich gelangweilt von dem monotonen Treiben, ihre Gesichter aufs Papier.

Doch wie sehen diese Gesichter denn eigentlich in Natura aus? Langweilig. Dafür reden sie Lustiges, wie Lisa zum Beispiel, welche die „großen Laufsteaks“ der Welt erobern will, es so gern hätte, dass mal jemand „zu mir heraufschaut“. Da schaut man nur ungläubig aus der Wäsche. Und: „Ich bin kein Ottonormalverbraucher“. Nein, leider nicht . Denn Lisas IQ liegt leider in einstelliger Höhe, dafür die Beinlänge im zweistelligen Bereich. Und der Preis der „Beate-Uhse-Orion“-Extensions bestimmt auf einer dreistelligen Skala. Das gleicht doch alles wieder aus. Perfekt.

Dass in dieser Staffel vor allem auf Hohlräume gesetzt wird, beweisen auch alle anderen Teilnehmerinnen – kein Wunder, die wiegen ja auch weniger. Als Heidi verkündet, dass es nach Singapur geht, weiß keine so recht damit was anzufangen: „Wo liegt Singapur?“,  „Gibt’s in Asien überhaupt Länder?“ Aua, aua.

Apropos aua: Wie geht's inzwischen eigentlich Heidi Klum? Gar nicht gut. Sie stöhnt: „Mal ist mir heiß, mal ist mir kalt.“ Oh weh. Und nun? Kann die Show noch mit Heidi weiter gehen - oder muss sie gar abbrechen? Hach, wie immer werden die dramatischsten Momente als Cliffhanger verwurstet…



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