Kino

George Lucas: "Bei 'Star Wars' kann man nichts richtig machen"

"Star Wars"-Erfinder George Lucas erwartet, dass die Fans beim neuen "Star Wars"-Film Ärger machen, egal wie gut er wird. Regisseur J.J. Abrams vertraut er aber - halbwegs…

Genau so wie George Lucas für seine erste "Star Wars"-Trilogie mit legendären Figuren wie Luke Skywalker, Han Solo und Darth Vader gefeiert wurde - genau so hagelte es für die Trilogie zur Vorgeschichte mit nervigen Figuren wie Jar Jar Binks harsche Kritik. Und die ist an der Hollywood-Legende offenbar nicht spurlos vorüber gegangen. Denn auf die Frage, was er sich von der neuen "Star Wars"-Trilogie unter der Regie von J.J. Abrams erwarte, reagierte Lucas ziemlich finster: "Egal, was man macht, 'Star Wars' ist kompliziert, weil es eine Ikone der Popkultur ist. Deshalb gibt es Ärger, ganz egal, was Du genau damit machst." Doch der enttäuschte Erfinder, der die Rechte an der Sternensaga inzwischen an den Filmriesen Disney verkauft hat, hat auch einen Rat für seine Nachfolger: "Das Beste, was man machen kann, ist sich einfach vorwärts zu arbeiten und zu versuchen, die bestmögliche Geschichte zu erzählen."

 

Die Story muss eben gut sein

Dafür ist aktuell Drehbuchautor Michael Arndt zuständig, der sich dieser schier unmöglichen Aufgabe voll bewusst ist, und das in einem extrem populären Web-Video satirisch aufgearbeitet hat (funnyordie.com/videos/a5c30becee/writing-star-wars-w-michael-arndt). Darin setzt bei ihm unter anderem, sobald er die legendären Worte "Vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxie" niedergeschrieben hat, sofort eine Schreibblockade ein. In diesem Spaß steckt natürlich ein Stückchen Wahrheit, denn die Herausforderung für die Macher von "Star Wars: Episode VII" ist riesig, vor allem für Regisseur J.J. Abrams. In den hat George Lucas allerdings großes Vertrauen: "J.J. ist ein großartiger Filmemacher und wir sind befreundet", verrät George Lucas. "Er versteht die ganze Sache und wie das funktioniert. Und falls nicht, wird ihm Kathy (Kathleen Kennedy, die neue Präsidentin von Lucasfilm - die Red.) schon den Kopf zurecht rücken", so Lucas im Scherz. Der "Star Wars"-Erfinder wird selbst indes wenig am neuen Film beteiligt sein, er fungiert nur als Berater: "Wenn sie Hilfe brauchen oder so, dann werden sie mich anrufen", erklärt George Lucas. "Aber ansonsten bin ich mir selbst überlassen." Das Ergebnis der neuen Zuständigkeiten gibt's 2015 im Kino zu erleben. Sollte Regisseur J.J. Abrams dabei auch nur halbwegs das Niveau seines "Star Trek"-Neustarts erreichen, der trotz ähnlich großer Skepsis der Serienfans ein Riesenhit wurde, dann darf man sich sehr darauf freuen.



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