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George Clooney dreht "Hack Attack"

George Clooney dreht "Hack Attack"
George Clooney dreht "Hack Attack" (Kurt Krieger) Kurt Krieger

Der Superstar will in seinem neuen Film hart mit den Methoden der Boulevardmedien ins Gericht gehen.

Die nächste Regiearbeit von Superstar George Clooney heißt "Hack Attack". Der Film basiert auf dem Buch des Journalisten Nick Davies und behandelt einen handfesten Presseskandal, der 2011 ganz England erschütterte. "Hack Attack" ist eine investigative Reportage, die die Methoden des britischen Medienkonzerns "News Corporation" und seiner Tochter "News International" aufdeckt ? wie Davies ausführt, "eine Welt, in der alles käuflich ist und jeder mit drinsteckt." Über Jahre hinweg hatten Mitarbeiter die Voicemail-Nachrichten von Politikern und Prominenten gehackt, um an Informationen zu gelangen. Selbst gewöhnliche Bürger wurden abgehört, wenn sie beispielsweise Opfer von Tragödien waren. Als alles aufflog, führte der Skandal zur Einstellung der 168 Jahre alten Sonntagszeitung "News of the World".

 

"Da ist alles dabei - Lüge, Korruption, Erpressung"

George Clooney begründet sein Engagement in einem Statement: "Da ist alles dabei - Lüge, Korruption, Erpressung - in den höchsten Etagen der Regierung, durchgezogen von Londons größter Zeitung. Und der Umstand, dass sich alles wirklich so zugetragen hat, ist das Beste daran. Nick ist ein tapferer und sturer Reporter, sein Buch zu verfilmen ist mir eine Ehre." Als Sohn eines Journalisten und Superstar pflegt Clooney eine Hassliebe zur Presse. Er schätzt ihren Auftrag als Hüter der Freiheit und verabscheut das Stalking der Paparazzi. Anfang Juli wütete er öffentlich gegen die britische "Daily Mail", die eine komplett erfundene Geschichte über seine Verlobte Amal Alamuddin gebracht hatte. Seiner Auffassung nach hatte die Story das Potential, die Anwältin ins Visier radikaler Islamisten zu rücken. Die "Daily Mail" entschuldigte sich anschließend zerknirscht.



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