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Game of Thrones: Trump-Anwalt Giuliani gibt Serie die Schuld am Kapitol-Angriff

Donald Trumps Anwalt Rudy Giuliani sieht Game of Thrones in der Verantwortung der Capitol-Krawalle.

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Der lupenreine Demagoge: US-Präsident Donald Trump Imago Images

Das Jahr war keine sechs Tage alt, als Unruhen in Washington D.C. die globale Presse erschütterte. Trump Anhänger hatten das Kapitol gestürmt, eine Frau kam ums Leben. Die meisten Medien sahen den scheidenden US-Präsidenten Donald Trump in der Verantwortung für die Ausschreitungen und den Sturm auf das Kongressgebäude. Denn Trump hatte häufiger in Reden seine Anhänger aufgehetzt und angestachelt.

So sollten sich die sogenannten Proud Boys, eine rechtsextreme und bewaffnete Bürgermiliz, „bereithalten“, wie es Donald Trump formulierte und hatte mehrmals Äußerungen getätigt, dass die US-Wahl manipuliert sei, wenn er nicht gewinne.

 

Donald Trump und sein ‘Game of Throne’

Nun da sein Konkurrent, der US-Demokrat Joe Biden die Wahl gewonnen hatte, war es lediglich eine Frage der Zeit, dass ein derartiger Vorfall passiert.

Damit Trump keinesfalls die Schuld an den Krawallen gegeben werden kann, hat dessen Anwalt, der ehemaliger Bürgermeister von New York, Rudy Giuliani nun das Wort für ihn ergriffen und einen kläglichen Entlastungsversuch getätigt.

Dieser versucht nämlich der Fantasy-Action-Serie „Game of Thrones“ die Schuld zu geben. Denn Trumps aufrührerisch klingende Rede, die die Ausschreitungen ausgelöste habe, sei durch GoT-Charakter Tyrion Lannister inspiriert gewesen.

Giuliani sagt: „Ich dachte an die Szene als Tyrion, der ein sehr kleiner Mann ist, des Mordes angeklagt wird. Er hat den Mord nicht begangen, er kann sich nicht selbst verteidigen und er heuert einen Champion an, der ihn verteidigt."

 

US-Wahl - Urteil durch Kampf?

Tyrion Lannister, gespielt von Peter Dinklage, berief sich in der Serie zweimal auf "Trial by Combat" (dt.: „Urteil durch Kampf“). Das erste Mal bei der Verhandlung auf Hohenehr in der ersten Staffel und dann noch einmal bei der Verhandlung im Roten Bergfried in der vierten Staffel.

In Anbetracht, dass beide „Verhandlungen“ in einem gewalttätigen Schwertkampf endeten, bei dem eine Person ums Leben kam, ist nicht sofort klar, wie der Verweis auf diese Szenen irgendetwas von dem, was Trump gesagt hat, besser macht.

Giuliani selbst droht nun ein Ausschluss aus der Anwaltskammer von New York, da Giulianis Kommentare zum Verlust von Menschenleben geführt haben und dem Land geschadet hat, wie The New York Times berichtet. Kommende Woche, am 20. Januar 2021, wird Joe Biden als 46. Präsident vereidigt.

 


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