Serien

GOT-Schöpfer äußert sich zu geleaktem Serienende: DAS wird er ändern

Geleaktes "Game of Thrones"-Serienfinale: George R. R. Martin äußert sich zum Serienende und erklärt, was er in den Romanen anders machen wird

Nach geleaktem "Game of Thrones"-Ende: In den Büchern alles anders, so George R.R. Martin
GOT-Schöpfer äußert sich zu geleaktem Serienende: DAS wird er ändern. Foto: Getty Images/HBO

Fantasy-Autor George R. R. Matrin hat das “Game of Thrones”-Zepter aus der Hand gegeben. Serien-Macher D.B. Weiss und David Benioff und ihre Drehbuchautoren halten das Schicksal von Daenerys Targaryen, Jon Snow und Co. in den Händen. Wie sie mit dieser Verantwortung umgegangen sind, findet ein Großteil der Fans alles andere als toll. Für die ersten vier Folgen der finalen Staffel hagelte es Beschwerden und Unmut. So heißt es beispielsweise, GOT habe sein eigenes, starkes Frauenbild verraten, sei plötzlich voller Logikfehler und bewege sich nun zu nah am abgelutschten Erzählschema vieler anderen TV-Shows.

Ein Starbucks-Becher in Winterfells heiligen Hallen und Leaks zu den letzten beiden Folgen setzten dem Ganzen die Krone auf.

Doch wie denkt George R. R. Martin eigentlich über den Ausgang der Serie? Ist er mit dem zufrieden, was aus seinem Fantasy-Stoff gemacht wurde? Immerhin überholte die Serie die Romanvorlage mit Staffel 6. Martin fungiert nach wie vor als Berater.

Nachdem die vierte Folge der 8. Staffel am vergangenen Sonntag über die Bildschirme geflimmert war, äußerte sich Martin in der „CBS“-Sendung „60 Minutes“ zum Ende von „Game of Thrones“ und versicherte, die Show bewege sich näher an seiner Version als 97 Prozent der Adaptionen anderer Bücher. Das erklärt, weshalb die ersten fünf Staffeln von „Game of Thrones“ so großartig sind, doch was ist mit den übrigen drei?

 

So denkt George R. R. Martin über das Serienende

„[Die Serie] ist der Vorlage nicht vollkommen treu. Das kann sie auch gar nicht, sonst müsste es noch fünf Staffeln mehr geben“, verriet Martin. In der Vergangenheit hatte der Autor schon mehrfach Unverständnis darüber geäußert, dass die Serien-Macher die Show bereits mit Staffel 8 zum Abschluss bringen. Martin selbst plant zwar mehr als acht Romane, wer sich nun allerdings ein völlig anderes Ende erhofft als in der Show, sollte sich nicht zu viel erhoffen. „Ich glaube nicht, dass ihr Ende so anders wird als meines, wir haben darüber geredet. Aber es wird vielleicht bei einigen Nebenfiguren große Unterschiede geben."

Sollte das Ende den Zuschauern nicht gefallen, trägt Martin sogar eine gewissen „Mitschuld“. „Die großen Punkte [der Story haben wir besprochen]. Wir saßen tagelang in Story-Konferenzen bei mir Zuhause. Aber es ist schlicht nicht möglich, alle Details dort zu klären, [also zum Beispiel] was mit allen Nebenfiguren passiert.“

Dafür, warum Staffel 8 mit bislang fast alle Hauptfiguren verschont hat, liefert Martin eine Antwort, als er erklärt: „Man hat diese überflüssigen Komplikationen, wie wenn das Studio ankommt und bestimmte Dinge will, die gar nicht zur Figur passen, sondern nur damit zu tun haben, dass diese Figur bei den Zuschauern sehr beliebt ist." 

Damit, dass er bezüglich GOT nicht mehr allein das Sagen hat, wirkt der Autor nicht allzu glücklich: „Als sie mit dem Dreh begonnen hatten, war ich fünf Bücher im Vorsprung. Ich war mir völlig sicher, dass ich die Buchreihe bis zum Ende der Serie fertig haben würde.“ Dass es anders gekommen ist, sei ein "harter Schlag" gewesen.

 

George R. R. Martin: „Es kann sehr traumatisch werden, wenn [zwei] kreative Vision [...] nicht zusammenpassen"

Doch was bedeutet das nun für den Ausgang von „Game of Thrones“? „Es kann sehr traumatisch werden. Wenn ihre kreative Vision und deine nicht zusammenpassen - die berühmten kreativen Meinungsverschiedenheiten - dann führt das zu einer Menge Streit“, so der 70-Jährige. „Es wird bestimmt viele Leute geben, die sagen: 'Dan und Daves [die Serien-Schöpfer Weiss und Benioff) Ende ist viel besser als das von George. Gut, dass sie es geändert haben.' Und es wird diejenigen geben, die mein [Ende] besser finden. Und dann werden sich alle im Internet streiten. Das ist in Ordnung. Das Schlimmste, was Kunst passieren kann, ist, ignoriert zu werden."

Amen! Wir freuen uns jedenfalls schon darauf, zu erfahren, wie „Game of Thrones“-Genie George R. R. Martin seine Geschichte abschließt. Als Erfinder von Westeros und Co. ist er im Grunde eben der einzige, der die Geschichte um die Mutter der Drachen und den Wächter des Nordens zu einem würdigen Abschluss bringen kann!

 
Das könnte Sie auch interessieren
TV Movie empfiehlt