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"Forza Horizon 4" im Test: So gut ist das Spiel für Xbox One und PC wirklich!

Kann Forza Horizon 4 den exzellenten Vorgänger für Xbox One und PC noch einmal toppen? In unserem Test verraten wir, wie der Open-World-Racer von Playground Games tatsächlich abschneidet.

Forza Horizon 4
"Forza Horizon 4" im Test: Wir haben die finale Version des Rennspiels ausführlich getestet. Playground Games

571 Stunden. Das ist die (erschreckende) Anzahl an Spielstunden, die ich laut Steam in "Rocket League" investiert habe. Dabei waren gefühlt doch nur halbstündige bis einstündige Sessions dabei, in denen ich eben mal ein paar 3 vs. 3-Duelle online gespielt habe, ein paar Plätze in der Rangliste geklettert (und manchmal auch gefallen) bin und die rasant vergingen. Selbstverständlich ist "Forza Horizon 4" von Playground Games eine ganz andere Kategorie von Spiel: Ein hochpolierter, ambitionierter AAA-Titel – die letzte große Microsoft-Eigenproduktion für Xbox One und PC im Jahr 2018.

Doch der grundlegende Faszination und der Suchtfaktor bei "Forza Horizon 4" funktioniert nach einem ganz ähnlichen Muster. Egal, ob man eine halbe Stunde nach Feierabend oder eine achtstündige Zock-Session am Wochenende abspult: In der wunderschönen Spielewelt von Großbritannien, die uns Playground Games in Forza Horizon 4 präsentieren, gibt es soviel zu tun, zu entdecken und zu gewinnen, dass es sowohl Anfänger, Fortgeschrittene wie auch Racing-Profis immer wieder zurück ans Gamepad treibt. Doch nicht nur in dieser Hinsicht schafft es Forza Horizon 4 tatsächlich auch seinen exzellenten Vorgänger zu toppen.

 

"Forza Horizon 4": Traumhafte Präsentation | Jahreszeiten-Zauber statt wilder Ödnis

Die wohl größte Veränderung von Forza Horizon 4 ist sicherlich die Implementierung von Jahreszeiten in den Renn-Zyklus: In den ersten Spielstunden durchlaufen alle Rennspiel-Fahrer einen kompletten Jahreszeiten-Zyklus bevor es mit dem gelben Forza Horizon-Bändchen in der Tasche in der kompetitiven Open World-Natur des Spiels dann so richtig losgeht. Doch schon hier wird deutlich, wie sehr sich das Spiel während der einzelnen Jahreszeiten verändert: Zugefrorene Seen werden plötzlich zu neuen Streckenabschnitten und aktiver Teil der Spielewelt. Im dichten Pulverschnee steuern sich die PS-Boliden deutlich anders, auch wenn Forza Horizon 4 natürlich immer seine Arcade-Wurzeln in den Mittelpunkt stellt. Und teilweise wirkt das Terrain so deutlich verändert, dass einem bekannte Streckenabschnitte plötzlich fast komplett neu vorkommen.

Nicht umsonst sprachen die Entwickler bei unserem Besuch davon, dass die Jahreszeiten dafür sorgen, dass sich Forza Horizon 4 beinahe wie vier unterschiedliche Rennspiele anfühlt. Zusätzlich zu den visuellen und spielmechanischen Auswirkungen stellen auch spezielle jahreszeitliche Events die veränderbare Spielewelt in den Mittelpunkt: Diese Spezial-Events bestehen meist aus drei einzelnen Rennen in einer bestimmten Jahreszeit und locken den Spieler mit seltenen Goodies und Belohnungen – bei Erfüllung von drei festgelegten Zielen. Der Clou: Die Jahreszeiten gelten nach den ersten Spielstunden für alle Spieler. Eine Woche Zeit habt ihr um die jeweiligen Spezialaufgaben zu erfüllen. Dann wechselt das Spiel automatisch in die nächste Jahreszeit.

Insgesamt wurde Jedes einzelne Detail des Spiels im Hinblick auf die Jahreszeiten einer Prüfung unterzogen. Das Aussehen und die Dichte der Weizenfelder verändern sich in den Jahreszeiten genauso wie das Fell der Schafe. Schon früher war der Fotorealismus das erklärte Ziel der ambitionierten Spieleentwickler aus Großbritannien: Doch mit Forza Horizon 4 und der unfassbaren Detailarbeit, die in die Darstellung und Umsetzung der Jahreszeiten geflossen ist, haben sich die Entwickler von Playground Games noch einmal selbst übertroffen.

 

Forza Horizon 4: Spielspaß auf und neben der Piste

Im Grunde verändert Forza Horizon 4 die bewährte Formel des Open World-Rennspiels nicht komplett: Spieler sammeln in vielen verschiedenen Disziplinen wie Straßenrennen, „Dirt“-Rennen, Drift-Challenges uvm. wertvolle Punkte und Follower, die einen in der Gunst der "Forza Horizon"-Festivalveranstalter weiter nach vorne befördern. Besonders die Querfeldein-Rennen haben mein Herz erobert: Neben den Pisten knallhart durch Holzzäune und unwegsames Terrain zu brettern, macht einfach enorm viel Spaß. Noch spektakulärer sind jedoch die verrückten Schaurennen: Wer sich schon einmal gegen Züge, Luftkissenboote oder Kampfjets duellieren wollte, ist hier genau richtig aufgehoben.

Ansonsten motiviert das My Forza Horizon Life-Hub mit den kontinuierlichen Levelaufstiegen: Bin ich eher der Allrounder, der alle Challenges machen möchte? Spezialisiere ich mich auf Straßenrennen und lasse die Konkurrenz hinter mir? Oder fahre ich einfach nur in der Gegend rum und knipse von den abgelegensten und schönsten Plätzen ein paar Bilder? Die Spielart und das Tempo legt der jeweilige Spieler komplett eigenständig fest.

Forza Horizon 4 Playground Games
Bildunterschrift eingeben Playground Games

Auch bei der Wahl des Schwierigkeitsgrades, der zuschaltbaren Fahrhilfen oder dem unglaublich ausführlichen Tuning der knapp 450 schicken Boliden bekommt ihr quasi sämtliche Individualisierungsoptionen auf dem Tablet serviert. Einer der überzeugendsten Aspekte von „Forza Horizon 4“ ist abermals das überragende Fahrgefühl: Playground Games trifft für meinen Geschmack genau die perfekte Mischung aus Arcade und Simulation. Ich kann mit den Fahrzeugen einfach losbrettern, Spaß haben und mich an deren Fahrverhalten gewöhnen oder tune meinen Boliden und spüre tatsächlich die Auswirkungen meiner Aktionen.

 

Forza Horizon 4: Veränderungen im Online-Modus | Kein "Always On" notwendig

In diesem Jahr wagt sich Playground Games erstmals an eine Shared Open World, die von allen Online-Spielern gleichermaßen genutzt wird. Was es genau damit auf sich hat, könnte ihr in diesem Artikel ausführlich erfahren:

In Kurzfassung: In der geteilten offenen Online-Welt treffen Spieler diesmal auch auf menschliche Mitfahrer, mit denen man bspw. in Convoys unterwegs sein kann, gemeinsam an den neuen und teilweise stündlichen Forzathon Live-Modi teilnimmt. Um ärgerliche Kollisionen (oder trollige Mitspieler) zu vermeiden, gibt es ein Auto-Ghosting-Feature, das erst abgestellt wird, wenn man mit den Mitfahrern einen Convoy aufmacht.

Das Spiel kann jedoch genauso gut komplett ohne Internetverbindung durchgespielt werden bzw. wechselt auch mittendrin mühelos zwischen Online- und Offline-Modus. Statt menschlichen Mitspielern trefft ihr, wie schon in den einzelnen Wettbewerben des Spiels, offline auf AI-Fahrer.

 

Forza Horizon 4: Fazit

Was wir in der Preview beim Anspielen und Sprechen mit den „Forza Horizon 4“-Entwicklern erfahren haben, bestätigt sich auch in der finalen Version: "Forza Horizon 4" gehört mit zum Besten, was auf Xbox One und PC in den vergangenen Jahren veröffentlicht wurden. Nicht nur die fantastische Präsentation, der enorme Umfang und die wunderschöne offene Welt locken uns immer wieder ans Gamepad, sondern einfach dieser enorme und liebevolle Detailgrad, mit dem uns Playground Games ihre Heimat Großbritannien im neuesten Forza Horizon-Ableger präsentiert.

Sowohl Rennspiel-Neueinsteiger als auch -Experten dürften angesichts unzähliger Spielmodi und Individualisierungsmöglichkeiten glücklich werden. Wir verneigen uns vor dem aktuellen Rennspiel-Champion: Es ist schwer vorzustellen, dass sich irgendein Konkurrent in den kommenden Jahren „Forza Horizon 4“ den Platz ganz oben auf dem Podest streitig machen wird.

Forza Horizon 4 erscheint am 02. Oktober 2018 auf Xbox One und PC. 



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