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„Follow the Steps – Breakin' the World“: Die neue Doku-Serie über die "Flying Steps"

Seit dem 13.März läuft auf „Red Bull Tv“ die neue Doku-Serie „Follow the Steps – Breakin‘ the World“. Wir interviewten den „Flying Steps“-Gründer Vartan Bassil.

Vartan Bassil von den "Flying Steps"
Vartan Bassil von den "Flying Steps" ist derzeit in der neuen Doku-Serie "Follow the Steps – Breakin‘ the World" zu sehen. Vartan Bassil. Bild: Red Bull

Die „Flying Steps“ haben sich einen Namen als herausragende Breakdance-Truppe gemacht. Die Crew um Vartan Bassil, Mitglied und künstlerischer Leiter, ist vierfacher Breakdance-Weltmeister. 

 

„Red Bull Flying Bach“: Street Dance meets Klassik

Mit ihrer Show „Red Bull Flying Bach“ revolutionierten sie den urbanen Tanz, indem sie ihn mit Bachs klassischer Musik kombinierten. Damit bewies die Gruppe, dass Jugend- und Hochkultur sehr wohl unter einen Hut passen. 

"Flying Steps" - Red Bull
"Flying Steps": Anna Holmström und die Jungs in Action. Bild: Red Bull
 

„Flying Steps“: Interview mit Vartan Bassil 

Spricht man den gebürtigen Libanesen auf das Tanzen und seine „Flying Steps“ an, sprudelt es förmlich aus Vartan Bassil heraus. In einem lockeren Gespräch erzählt mir der 41-Jährige, wie er zum Breakdance fand, skizziert den Werdegang seiner Truppe und erklärt, warum es sich lohnt, die neue Doku „Follow the Steps – Breaking the World“ zu schauen. 

 

Durch Michael Jackson und einen Zufall kam Vartan Bassil zum Tanzen

Vartan beschreibt Michael Jackson als seine größte Inspiration. Doch was das Tanzen betraf, war er lange Zeit skeptisch: „Ich dachte, das kann doch nicht echt sein – die Moves müssen Kamera-Tricks sein. So lange kann sich doch keiner auf dem Kopf drehen“. Erst als er auf einer Party zufällig eine Breakdance-Truppe traf und deren Skills hautnah erlebte, begriff er, wie real urbaner Tanz war. In diesem Moment wurde Breakdance zu seiner Leidenschaft. 

 

„Flying Steps“: Eigentlich war der Name Vartan Bassil und seinen Jungs zu lasch

Vartan übte fortan in einem Jugendclub, wo er auch viele Mitglieder der Originalbesetzung der „Flying Steps“ kennenlernte. Aus der Motivation heraus gegen andere Gruppen anzutreten, wurde 1993 die Crew gegründet. „Wir haben überlegt, wie wir uns nennen könnten. Wir kamen auf eine coole Idee und haben uns „Crazy Force Crew“ ausgesucht…aber leider gab es diesen Namen schon, also mussten wir uns was anderes überlegen“. 

Die befreundeten „The City Rockers“ schlugen schließlich „Flying Steps“ vor. „Damals dachten wir das ist viel zu soft. Die Namen der anderen klangen dagegen wie Schlachttruppen. Aber heute sind wir stolz auf den Namen“.

Die "Flying Steps"-Crew
Die "Flying Steps"-Crew. Bild: Red Bull
 

Die Idee hinter „Red Bull Flying Bach“

Die Idee, Breakdance zu klassischer Musik zu performen erwuchs aus dem Wunsch, Bekannten und der Familie zu beweisen, dass das Breakdancen sehr wohl ein richtiger Beruf sein könne. „Wir hatten den Drang, in Richtung Hochkultur zu gehen und zu zeigen, wie kunstvoll Breakdance ist“. Mit dem Projekt sind die „Flying Steps“ mittlerweile durch 35 Länder getourt. 

Vartan Bassil erklärt, der kulturelle Background spiele beim Tanzen eine entscheidende Rolle: „Man sagt ja immer, Südländer seien sehr temperamentvoll. Das zeigt sich auch auf der Bühne. Die Deutschen sind sehr korrekt, sehr gradlinig – das erkennst du daran, wie sehr sie an ihrer Technik feilen. Die Koreaner sind sehr diszipliniert. Amerikaner haben den coolsten Style. Die Franzosen sind die Chilligsten. Jeder bringt etwas mit rein, woran man erkennt, wo seine kulturellen Wurzeln liegen.“

 

Was macht die neue Doku-Serie „Follow the Steps – Breakin‘ the World“ sehenswert?

"Follow your Steps - Breakin' the World" mit Vartan Bassil
"Follow the Steps - Breakin' the World". Bild: Red Bull

Die Doku "Follow the Steps - Breakin' the World" ist ab sofort auf "Red Bull TV" verfügbar: redbull.tv/followthesteps.

Worum es in der Serie geht, fasst Vartan so zusammen: Jeder der sechs Protagonisten habe andere Träume und Wünsche. Am Ende des Tages versuche jeder, mit seiner Kunst, seiner Leidenschaft, Anerkennung zu bekommen. „Menschen, die aus verschiedenen Backgrounds kommen und ganz verschiedene Tanzstile haben, verfolgen gemeinsam ein Ziel.“ 

Die Serie sei zumdem eine Art Reisetagebuch. Außerdem könne man sich von den sechs Tänzern, die auf ihrem Weg von Kameras begleitet werden, inspirieren lassen: „Alle Mitglieder der Gruppe waren Autodidakten, die etwas geschaffen haben und deshalb ihren Traum leben und durch die ganze Welt reisen können.“

So geht es beispielsweise um Anna Holmström, eine Tänzerin, die eigentlich aus dem Contemporary Ballett kommt und sich in der Hiphop-Welt – nach wie vor eine Männerdomäne - behaupten muss. Ein Video von ihr seht ihr hier:

Auch BBoy Willy, ein junger Tänzer, der noch ganz neu bei den „Flying Steps“ ist und neben den gemeinsamen Auftritten auch alleine Wettbewerbe gewinnen möchte, ist mit von der Partie. 

Vartan Bassil kann man hingegen dabei beobachten, wie er alle Hebel in Bewegung setzt, um seinen großen Traum in die Tat umzusetzen: Er will es in den USA schaffen und träumt von einer großen Show in Las Vegas: „Wie werden die Menschen in Amerika auf uns reagieren? Nehmen sie uns ernst oder lachen sie uns aus? Immerhin sind sie die Erfinder des Breakdance. Das schöne ist aber, dass wir wissen, was wir drauf haben. Wir können jede Musik betanzen.“

 

„Flying Steps“ touren derzeit mit “Red Bull – Flying Illusion” durch Deutschland

Wer die „Flying Steps“ nicht nur auf der Mattscheibe, sondern auch live sehen will, kann die Crew bei ihrer Show „Red Bull – Flying Illusion“ erleben. Es handelt sich hierbei um eine große Arenashow mit fünf Trucks und riesigen Bühnen. Unterhaltung vom Feinsten also. Aber was ist eigentlich mit Illusion gemeint? Bassil beschreibt es so: „Michael Jacksons Moonwalk war ja auch eine Illusion. Roboter nachzuahmen genauso. Verschwinden, auftauchen, fliegen – das alles passiert in der neuen Show."

 

Tanzen als echte Leidenschaft - Breakdance hat Vartan jung gehalten

Vartan Bassil ist mittlerweile schon so lange im Geschäft, dass er nicht mehr dauerhaft an seiner Technik feilen muss. "Tanzen ist wie Fahrradfahren – wenn du es einmal kannst, verlernst du es nicht, aber wenn du schnell sein willst oder Wettkämpfe gewinnen willst, dann musst du hart trainieren. Man pusht sich, weil man mindestens so krass sein will wie die Anderen". Nach einer Weile konzentriere man sich beim Training viel eher auf den Fitness-Aspekt.

Bei jüngeren Tänzern sei das eine andere Geschichte. „Allerdings achtet paradoxerweise keiner der Jungs wirklich auf seine Ernährung. Das Trainieren macht man aber gerne, denn das was wir machen, ist kein Sport. Tanz ist Tanz – das ist eine Leidenschaft.“

Das Tanzen scheint Vartan jung gehalten zu haben. Am Ende unseres Gesprächs verrät er mir, er fühle sich gar nicht wie 41: „Meine älteste Tochter sagt immer ‚Ey Papa, viele denken du bist mein älterer Bruder‘.“

 

my little girl can do better locking than many other dancers 😂😂😂 #point and #lock #locking #20monthsold #flyingstepsacademy #love

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* von Anna Peters 



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