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"Fight Club" in China zensiert: Kult-Film bekommt Happy End

Den Kult-Film "Fight Club" gibt es in China das erste Mal überhaupt zu sehen. In leicht veränderter Fassung. Gaga-Ende für David Finchers Kultfilm!

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fight club 1999 brad pitt
Brad Pitt in der Rolle von Tyler Durden im Kultfilm "Fight Club" aus dem Jahr 1999. Foto: IMAGO / Everett Collection

Es ist ein moderner Klassiker der Populärkultur: "Fight Club". Zuschauer tauchen in der Geschichte in das Leben eines namenlosen Protagonisten (Edward Norton) ein, das philosophischer und dreckiger kaum sein könnte. Zu dreckig für China, wo der Film, wie der britische "Guardian" feststellte, das erste Mal auf der Streaming-Platftorm "Tencent Video" für die Chinesen zu sehen ist - und zwar geschnitten.

 

Achtung: Spoiler! So kurios endet "Fight Club" in China

Besonders das Final von "Fight Club" polarisiert und erschüttert die Sehgewohnheiten der Zuschauer im Jahr 1999 und noch heute. Für den chinesischen Markt wurde das Ende allerdings angepasst.

In der Ursprungsfassung tötet der Protagonist sein sich selbst eingebildetes und menschenfeindliches Alter-Ego Tyler Durden (Brad Pitt) mit einem Schuss in den eigenen Kopf. Gleichzeitig schafft es das "Projekt Chaos" ein ganzes Stadtviertel mit Sprengstoff in die Luft zu jagen - ihr Plan ging auf.

Die Geschichte geht für chinesische Zuschauer aber anders aus - und zwar so stark verändert, dass das Lachen beinah im Halse stecken bleibt:

Kurz vor Schluss blendet das Bild aus, eine schwarze Texttafel erscheint, mit den Worten: "Dank der Hinweise von Tyler sei es der Polizei gelungen, die Explosionen zu verhindern und sämtliche Kriminelle zu verhaften. Tyler wurde daraufhin verurteilt und in einer Nervenheilanstalt untergebracht. 2012 wurde er aus dem Krankenhaus entlassen." Ende. Schluss. Alle liegen sich glücklich in den Armen.

Dass es sich bei Tyler lediglich um eine Einbildung des Erzählers handelt, erfährt der chinesische Zuschauer nicht.

Auch interessant:

Ob der Film von den chinesischen Behörden verunstaltet wurde, oder ob die Produzenten selber Hand an dem Werk von Meister-Regisseur David Fincher angelegt haben, ist laut "Guardian" bislang unklar. Fest steht: Diese Fassung wird in die Geschichte eingehen als Kuriosum. Mehr aber auch nicht.

 

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