Kino

Fifty Shades ein Softporno für Frauen: 15 Minuten Sex

Heute Abend wird „Fifty Shades of Grey“ auf der Berlinale dem deutschen Publikum vorgestellt. Inzwischen sind in den USA, England und Australien die ersten Filmkritiken veröffentlicht worden – voll Lob für Dakota Johnson und Aufklärung in Sachen „Orgasmus-Garantie“.

Dakota Johnson und Jamie Dornan
Dakota Johnson und Jamie Dornan (Getty Images) Getty Images

Der Hollywood Reporter findet den Film provokativ, stellenweise aber auch gefühlsduselig wie einen romantischen Roman. Besonderes Lob gibt es für Hauptdarstellerin Dakota Johnson: „Einnehmend!“ In ihrem Gesicht erkenne der Zuschauer sofort ihre Eltern Melanie Griffith und Don Johnson. Der Guardian fällt ein ähnliches Urteil über die Schauspielerin: „It’s all in her face“, heißt es. Gerade in den Nahaufnahmen ihres Gesichtes werde das Innenleben Anastasia Steels auf beeindruckende Weise lebendig. „Es gibt viele Sexszenen, viele davon lang und unverblümt, aber wirklich dreckig wird es nie.“

Zu wenig Sex?

Insgesamt sind in „Fifty Shades of Grey“ etwa 15 Minuten Sex auf eine Länge von 125 Minuten verteilt. Zu wenig für so manchen Kritiker. „Keine Genitalien, kein Orgasmus und nicht wirklich viel nackte Haut ist zu sehen!“ Filmkritikerin Claudia Puig schlägt in USA Today in die gleiche Kerbe: „Wer heißen, schmutzigen Sex erwartet, wird enttäuscht sein.“ Screen Daily bezeichnet den Sex in „Fifty Shades“ als eine „elegante, keimfreie Version unkonventioneller sexueller Vorlieben.“

Besser als das Buch

Ganz und gar nicht enttäuscht ist Justing Chang, erster Filmritiker der US-Variety. Er schreibt: „Die sehnsüchtig erwartete Bondage-Porno-Romanze ist in vielleicht Hinsicht merklich besser als das Buch!“ Seine Kollegin Sara Steward von der New York Post ist mit dem Urteil einverstanden: „Die größte Überraschung ist, dass Ana und Christian Humor entwickelt haben. Der Film versucht nicht vorzugeben, mehr zu sein als er ist: ein Softporno für Frauen.“

Elisabeth Weitzmann von New York Daily News lobt Regisseurin Sam Taylor-Johnson dafür, das Buch in der Filmversion verbessert zu haben, den Kern der Geschichte dennoch zu würdigen. Viele unnötige Exzesse seien gestrichen worden. Es gäbe keinerlei Anspielungen auf die Tampon-Szene oder Anas „Innere Göttin“.

Gibt trotzdem eine Orgasmus-Garantie?

Der letzte Netzkommentar zum Schmunzeln: „Der Zuschauer wird im Kino nicht kommen, letztendlich aber froh sein, gekommen zu sein.”

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