Kino

Experten schätzen "Avengers"-Schaden auf 160 Milliarden Dollar

"Marvel's The Avengers" spielen unfassbar viel Geld ein - aber es wäre viel wenig, um Schadenersatz für das zertrümmerte New York zu leisten

Der ganze Planet ist begeistert von "Marvel's The Avengers". In Deutschland steht das Superheldenabenteuer bereits in der dritten Woche unangefochten an der Chartspitze, weltweit betrachtet wird es ohne Zweifel einer der erfolgreichsten Filme aller Zeiten werden. Doch was wäre wenn der Einsatz von Iron Man, Thor, dem Hulk und ihren "Avengers"-Kollegen tatsächlich stattgefunden hätte? Diese Frage, so unnütz wie unterhaltsam, stellte der 'Hollywood Reporter' den Spezialisten der Kinetic Analysis Corporation (KAC). Deren täglich Brot ist es, die Schäden durch Naturkatastrophen oder Terroranschläge abzuschätzen, beispielsweise für Versicherungen. Die KAC-Experten sahen sich "Avengers" an und schickten die Annahme, dass Loki tatsächlich seine Chitauri-Armee durch New York marodieren ließ, durch ein spezielles Schadensmodell. Damit werden im richtigen Leben die Kosten ermittelt, die nach einem Angriff mit Nuklearwaffen entstehen würden. Laut ihrer Schätzung beliefe sich allein der materielle Schaden nach der Alien-Invasion auf mindestens 60 Milliarden Dollar.

 

Ein Schwabe ist destruktiver als die "Avengers"

Um New York wieder aufzuräumen und den wirtschaftlichen Schaden auszugleichen rechnen die Experten rund 90 Milliarden Dollar hinzu. Auch der Verlust an Menschenleben hat eine monitäre Größenordnung und die wird, obwohl die "Avengers" ihr Bestes gaben, um möglichst viele zu retten, die Gesamtsumme auf rund 160 Milliarden Dollar schrauben. Damit sind die "Avengers" nicht nur an der Kinokasse rekordverdächtig: Die Anschläge vom 11. September 2001 in New York verursachten einen Schaden von 83 Milliarden Dollar, Hurrikan Katrina hinterließ in New Orleans 2005 eine offene Rechnung von 90 Milliarden und in Geld gerechnet spülte der Tsunami in Japan vergangenes Jahr Werte in Höhe von 122 Milliarden Dollar fort. Aber einer ist destruktiver: Im Vergleich zu Roland Emmerichs Aliens aus "Independence Day" halten die Experten die "Avengers"-Schurken für bloße Amateure. Und wer bezahlt? "Die meisten Versicherungen bieten auch Verträge an, die Schäden durch kriegerische Gewalt, Unruhen und Terrorismus auffangen", sagt KAC, "aber in diesem Fall würden sie abwinken und 'höhere Gewalt' anführen. Schließlich sind ja Götter involviert ..."



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