Kino

Ex-Bond fordert Oscar für "Skyfall"

Timothy Dalton, einst selbst als 007 im Kino, fordert einen "großen" Oscar für das neue Bond-Team um Daniel Craig. Bisher gab's für Bond erst zwei Preise in Nebenkategorien.

Die Academy vergibt ihre Preise am liebsten für ganz große Gefühle, Dramen, Tragödien oder epische Lebens- und Liebesgeschichten. Preise für klassische Actionfilme sind dagegen ziemlich selten. Das muss sich diesmal ändern - findet zumindest Timothy Dalton. Der Brite fordert einen Oscar für das aktuelle Bond-Abenteuer "Skyfall" - und zwar in einer der Hauptkategorien, also Bester Film, beste Regie und/oder beste Darsteller. Dabei weiß Dalton natürlich, wovon er spricht: Schließlich stand er in "Der Hauch des Todes" und "Lizenz zum Töten" einst selbst als 007 vor der Kamera. Von ihm waren Fans und Kritiker allerdings wenig begeistert, darum blieb es bei zwei Auftritten. Anders nun Nachfolger Daniel Craig, der in "Skyfall" bereits zum dritten Mal den besten Agenten Ihrer Majestät verkörpert und das auch weiterhin tun wird - zur großen Begeisterung auch von Timothy Dalton: "Der neue Bond ist sehr modern, ein Film, der wirklich seine Epoche widerspiegelt", lobt Dalton. "Daniel Craig ist fantastisch und wirkt absolut authentisch. Der Film ist großartig!"

 

USA contra UK

Und genau deswegen muss endlich auch ein Goldjunge für 007 her, meint Dalton: "Es ist höchste Zeit, dass Bond bei den Oscars die Aufmerksamkeit zuteil wird, die ihm zusteht. Dieser 007-Film ist bei allem, was Kino heute bieten kann, ganz vorne dabei." Hinter dieser Forderung stehen zwei pikante Details. Zum Einen haben Bondfilme trotz ihrer weltweiten Erfolge bisher tatsächlich gerade mal zwei Preise in Nebenkategorien gewonnen: 1964 wurde "Goldfinger" für den besten Ton und der Nachfolger "Feuerball" für die besten Spezialeffekte ausgezeichnet. Zum anderen schwelt zwischen der in Los Angeles ansässigen Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS), welche die Oscars vergibt, und der britischen Filmwelt, vertreten durch die British Academy of Film and Television Arts (BAFTA), eine gewisse Eifersucht. So werden bei den Oscars tendenziell amerikanische Produktionen bevorzugt und britische gerne außen vor gelassen. Dafür stehen bei den auch als "Brit-Oscars" bekannten BAFTA-Verleihungen traditionell englische Werke im Mittelpunkt. Daran dürfte auch die Forderung des Briten Timothy Dalton nicht allzu viel ändern, wenn es in der Nacht des 24. Februar in Los Angeles wieder heißt "And the Oscar goes to..."



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