Fernsehen

Ex-Bachelor Andrej Mangold enthüllt: So trickst RTL für die Quote

Was ist bei "Der Bachelor" eigentlich echt und was ein Fake? Uns stellt RTL die Dinge manchmal wirklich so anders dar, als die in Wirklichkeit abliefen? Andrej Mangold spricht Klartext!

"Bachelor 2019": Andrej Mangold - Wem gibt er die letzte Rose?
Was ist bei "Der Bachelor" echt, was fake? Andrej Mangold plaudert RTL-Geheimnisse aus! Foto: TVNOW *Alle Episoden von "Der Bachelor" bei TVNOW: www.tvnow.de
Inhalt
  1. Der Bachelor: Wählen die Männer ihre Einzeldates wirklich selbst aus?
  2. Der Bachelor: Wie läuft das erste Kennenlernen wirklich ab?
  3. "Der Bachelor": Durch gekonnt gesetzte Schnitte verfälscht RTL die Realität

Wer regelmäßig die Sendung "Der Bachlor" auf RTL verfolgt, der fragt sich immer wieder, was daran eigentlich gescriptet ist und was wirklich so ablief. Andrej Mangold, der 2019 den Rosenkavalier mimte, gab im Podcast „Morgen fange ich an!? – Der Motivationspodcast“ nun endlich Antworten auf die ein oder andere Frage, die Zuschauer*innen schon lange im Kopf herumschwirrt. 

 

Der Bachelor: Wählen die Männer ihre Einzeldates wirklich selbst aus?

Dabei wird immerhin recht schnell deutlich: Wen ein Bachelor gut zu finden hat, versucht RTL seinen Junggesellen wohl immerhin nicht vorzuschreiben. Will heißen: Die Wahl, wen die Single-Männer mit auf ihre Dates nehmen, scheint ihnen in der Tat selbst überlassen zu werden. Mangold ging dabei folgendermaßen vor: „Mädchen, zu denen die Verbindung nicht so da war, habe ich zu Gruppendates eingeladen und geguckt, ob man so mehr über sie herausfinden kann. Die Mädels, die du favorisierst, nimmst du dann natürlich ganz klar zu Einzeldates mit.“ Dass seine Jenny die Richtige für ihn war, wusste er dabei zwar nicht von Anfang an, hatte es jedoch früh im Gefühl: „Na ja, festgelegt hatte ich mich nicht sofort, aber sie ist mir von Anfang an aufgefallen.“

 

Der Bachelor: Wie läuft das erste Kennenlernen wirklich ab?

Dass natürlich nicht alles genau so passiert, wie im Fernsehen dargestellt, dürfte den meisten "Bachelor"-Fans bereits klar gewesen sein. Andrej enthüllt diesbezüglich ein paar Details. So dauere das Limousinen- und Kennenlern-Prozedere, das in der ersten Folge in rund 90 Minuten verhackstückt wird, natürlich wesentlich länger. „Du stehst da bestimmt vier Stunden“, so der Ex-Bachelor. Den Grund verrät er gleich mit: „Nach jedem Auto, wenn zwei Mädchen ausgestiegen sind, hast du immer eine kurze Interviewszene, wo du kurz sagen musst, wie es dir gefallen hat und was dir in Erinnerung geblieben ist.“

Hinzu kommt: Die Kandidatinnen verlassen nicht direkt nach ihrer Ankunft den Wagen, sondern müssen noch länger zappeln, als gedacht: „Das Auto steht erst mal fünf Minuten, damit alle Kameras aus verschiedenen Winkeln die Blicke und Reaktionen aufzeichnen können. Dir selbst wird auch noch mal gesagt, dass du bitte gerade stehen sollst.“

Würde der Sender alles in Echtzeit zeigen, bräuchte der Zuschauer allerdings auch einen langen Atem, denn die Dreharbeiten dauern mehrere Monate. „Der Dreh in Mexiko hat gute zwei Monate gedauert. Dann siehst du in einer Folge fünf bis sechs Drehtage und zig Interviews auf 90 Minuten runtergekürzt", so Mangold. Soweit so verständlich, doch Andrej kann nicht nachvollziehen, wie genau die Szenen ausgewählt werden, die dann auch wirklich gezeigt werden: „Dann denkst du, das kann doch nicht sein, dass sie eine wichtige Szene weglassen. Aber die war wohl nur wichtig für mich, nicht fürs Entertainment. Da waren teilweise Szenen weg, wo du dir dann dachtest, da wurde echt das Bild verfälscht.“

 

"Der Bachelor": Durch gekonnt gesetzte Schnitte verfälscht RTL die Realität

Manchmal gehe RTL allerdings sogar so weit, das abgedrehte Material so zusammenzuschneiden, dass alles ganz anders wirke, als es in Wirklichkeit abgelaufen sei, so Mangold. Besonders heftig seien die eigentlichen Ereignisse bei einem Gruppendate verfälscht worden, bei dem Andrej gemeinsam mit den zu diesem Zeitpunkt verbliebenen Herzdamen eine Schamanin besuchte: "Als wir gingen, wurde ein Schnitt gemacht. In der nächsten Szene sah man dann Jennifer und mich rummachen. Da bekamen wir so viel Kritik für.“ In Wahrheit hätten rund anderthalb Stunden zwischen den beiden Situationen gelegen. Doch damit nicht genug. "Und es war eine Szene aus einem Einzeldate“, so der Ex-Bachelor weiter. 

 


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