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Eurovision Song Contest 2016: Deutscher Kandidat steht fest!

Es ist eine kleine Sensation beim NDR: Nachdem Ann Sophie beim letzten ESC mit 0 Punkten eines der schlechtesten Ergebnisse überhaupt abgeliefert hat, will man nun auf Nummer sicher gehen: Xavier Naidoo soll Deutschland beim ESC vertreten.

"Eurovision Song Contest" Xavier Naidoo
Große Überraschung beim Eurovision Song Contest: Der deutsche Teilnehmer für den ESC 2016 steht schon fest! ESC

Ohne Raab nichts los könnte man sagen. Zumindest steht seit geraumer Zeit fest, dass die Höhepunkte der jüngeren deutschen Eurovision Song Contest-Geschichte auch mit dem Einfluss des TV-Entertainers in Verbindung stehen, der die große Showbühne in diesem Jahr verlässt. Für die letzte Auserwählte Ann Sophie endete die diesjährige ESC-Teilnahme besonders bitter: Mit unterirdischen 0 Punkten wurde sie ausgerechnet bei der Show in Wien heimgeschickt.

Dem schwachen Abschneiden geschuldet, reagiert man bei den Sendeverantwortlichen des NDR und der ARD nun mit einer krassen Maßnahme: Die öffentlich-rechtlichen Sender haben als deutschen Vertreter beim "ESC 2016" in Stockholm Xavier Naidoo auserwählt. Zwar soll es am 18. Februarauch eine Art Vorentscheid für die Zuschauer geben, doch die sollen lediglich aus sechs Songs den potentiellen "ESC"-Song auswählen dürfen.

"Xavier Naidoo" ESC
Kann Xavier die Deutschen beim ESC an die Spitze singen?

ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber begründet den „plötzlichen Kurswechsel“ u.a. damit "die Auswahl der Lieder stärker in den Vordergrund [zu] stellen und weniger die Sympathien für einzelne Kandidaten entscheiden [zu] lassen.“ Nun werden Komponisten und Produzenten gebeten die sechs Auswahlsongs für den Vorentscheid beizusteuern, bei dem neben einer fachkundigen Jury eben auch die Zuschauer abstimmen dürfen. 

Eine ähnliche Maßnahme hatte die ARD auch schon 2011 beschlossen, als Lena als ESC-Gewinnerin noch einmal antreten sollte und lediglich über den Song abgestimmt wurde. Doch die Wahl von Naidoo ist nicht ganz unumstritten: Denn der „Sing meinen Song“-Moderator war in der Vergangenheit immer wieder durch sehr fragwürdige Verschwörungstheorien und äußerst populistische Auftritte in der Öffentlichkeit „aufgefallen“ und damit auch ins Visier vieler Kritiker geraten. 

Trotz seiner umstrittenen Natur hat der Künstler jedenfalls mächtig Lust auf seine ESC-Teilnahme: "Ich hab richtig Lust auf den ESC! Dieser völkerverbindende Wettbewerb ist für mich etwas ganz Besonderes:. Und klar, ich trete an, um das Ding nach Hause zu holen. (...) Ich will in den drei Minuten auf der Bühne zeigen, dass wir auch in Deutschland Musik mit Leidenschaft machen. Und zeigen, wofür ich stehe - für Liebe, Freiheit, Toleranz und Miteinander. Diesen Auftrag will ich mit meinem Herzen und mit meinem Gesang ausführen, mit allem, was wir aufzubieten haben."

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