Fernsehen

Eurovision Song Contest 2016: Radikale Voting-Änderung!

Am 14. Mai findet in Stockholm der 61. Eurovision Song Contest statt. Bei uns erfahrt ihr alles, was ihr zum neuen Voting-Verfahren wissen müsst.

Eurovision Song Contest
Das neue Voting-Verfahren soll den ESC besser und spannender machen.

Alles neu macht der Mai – auch das altbewährte Abstimmungssystem des ESC wurde einer Änderung unterzogen. Der ESC-Executive Supervisor Jon Ola Sand verspricht sich vom neuen System mehr Spannung in der Show: „Die neue Art der Präsentation ist ein großer Schritt hin zu einer besseren Fernsehshow und einem spannenderen Wettbewerb.“

 

So funktioniert’s

Wer den Song Contest jedes Jahr verfolgt, weiß: Bisher wurden die Ergebnisse von der Jury und den Zuschauern, die jeweils zu 50% zählten, zusammengefasst und als kombiniertes Ergebnis verkündet.

Ab diesem Jahr sollen jedoch Jury-  und Zuschauerwertungen getrennt werde. Jedes Land kann an einen Teilnehmer also maximal 24 Punkte vergeben – zwölf von der Jury, zwölf von den Zuschauern. Nachdem die Zuschauer per Telefon, SMS oder App abgestimmt haben, verkünden die Vertreter der 43 Länder die Ergebnisse des Jury-Votings – dabei wird nur verkündet, wer zwölf Punkte bekommt, die anderen Punkte werden eingeblendet. Die Abstimm-Resultate der Jury aus Deutschland werden wie in den letzten Jahren von Barbara Schöneberger verkündet.

Doch damit nicht genug, denn noch fehlen die Zuschauerpunkte: Diese werden anschließend von allen teilnehmenden Länder addiert, die dann, beginnend mit dem Land, dass die wenigstens Punkte bekommen hat, von den Moderatoren verkündet werden. Die Zuschauer erfahren dabei nicht, aus welchem Land wie viele Punkte kommen – dies kann jedoch im Anschluss im Internet nachvollzogen werden.

 

Spannung bis zum Schluss

Mit diesem Verfahren soll es bis zum Ende spannend bleiben, da wirklich erst am Ende der Gewinner verkündet wird– bisher stand oft schon weit vor Schluss der Punktevergabe der Sieger fest. Das soll jetzt verhindert werden. Ein weiterer Vorteil: Die Punkte von Zuschauern und Jury sind unabhängig voneinander.

Wir geben zu: Alles ziemlich kompliziert. Ob dieses Verfahren den Eurovision Song Contest wirklich aufregender gestalten wird? So oder so drücken wir die Daumen für „12 points for Germany“!

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