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Erstes Social-Media-Camp für LGBTQ+-Jugendliche geht an den Start

Der queere YouTuber Tommy Toalingling veranstaltet das erste LGBTQ+-Social-Media-Camp.

Tommy Toalingling beim Safer Internet Day 2019
Tommy Toalingling beim Safer Internet Day 2019 Foto: Landtag Brandenburg/Stefan Gloede

Diskriminierung im Job, in der Schule, auf der Straße – überall werden Jugendliche der LGBTQ+-Community aufgrund ihrer sexuellen Orientierung zum Ziel von Hassrede. Vor allem im Internet – so haben 94 Prozent der 14- bis 24-Jährigen bereits Hass im Netz erlebt oder gesehen (Medienanstalt NRW, forsa-Studie 2020). Um über den Umgang mit beleidigenden Kommentaren im Internet aufzuklären, veranstaltet Tommy Toalingling, mit mehr als 100.000 Fans einer der größten queeren YouTuber Deutschlands, das erste LGBTQ+-Social-Media-Camp.

 

Darum geht es beim LGBTQ+-Social-Media-Camp

Vom 09. bis 11. Juli 2021 finden Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 24 Jahren zusammen, um sich mit dem Thema Hate Speech auseinanderzusetzen. Ein zweites Camp wird es für die Altersgruppe der 13- bis 16-Jährigen geben. In Workshops werden unterschiedliche Strategien aufgezeigt, wie man Hassrede und Diskriminierung im Netz begegnen kann. Das Ziel des Camps: Aufklärung über rechtliche und technische Maßnahmen gegen Hate Speech sowie die Vernetzung der Teilnehmer*innen untereinander zu fördern und ihr Selbstbewusstsein zu stärken.



„Hass im Netz ist für Unbeteiligte oft unsichtbar. Viele junge Menschen wissen nicht, was sie dagegen tun oder wem sie sich anvertrauen können. Wir wollen queeren Jugendlichen, die Beleidigungen und Hass auf sozialen Kanälen erfahren, helfen”, erklärt Tommy Toalingling sein Vorhaben. „Auch wenn die Menschen, die Hass schüren, in der Minderheit sind, sind sie im Internet oftmals lauter. Das müssen wir ändern und für Aufklärung sorgen, welche Möglichkeiten jeder Einzelne im Netz hat.”

 


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