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Emily in Paris: Deshalb ist die Netflix-Serie ein Aufreger!

Seit dem 02. Oktober 2020 ist "Emily in Paris" auf Netflix zu sehen. Aber das neuste Werk des „Sex and the City“-Schöpfers Darren Star konnte nicht alle begeistern.

Emily in Paris Netflix
Emily erkundet Paris und teilt ihre Eindrücke auf Instagram Foto: Netflix

Die junge Amerikanerin Emily (Lily Collins) zieht für einen neuen Job in einer Marketing-Agentur nach Paris. Dort angekommen versucht sie, trotz fehlender Französisch-Kenntnisse und kultureller Barrieren, ihre beruflichen Ziele zu verwirklichen und in der französischen Hauptstadt Fuß zu fassen. Dabei ist sie stets top gestylt und dokumentiert alles auf ihrem Instagram-Account.

Natürlich darf die Liebe in der Stadt der Liebe nicht fehlen, und so findet Emily nicht nur einen, sondern gleich zwei Männer die ihr gefallen. Ein perfekter Startschuss für ein kompliziertes Liebesabenteuer, zumal einer der Herren auch noch der Freund ihrer neu gewonnenen Freundin ist.

 

„Emily in Paris“: Ein Klischee jagt das nächste

Emily in Paris Netflix Café
Fashion und Croissants dürfen für das Paris-Feeling nicht fehlen  Foto: Netflix

Die Hauptkritik richtet sich an die Aufmachung: Die Serie ist bunt, laut und vollgepackt mit Couture – und Klischees. Kein Stereotyp wird ausgelassen, während Emily versucht ihr Leben in Paris zu bestreiten.

Viele französische Zuschauer bemängeln außerdem die kulturelle Ignoranz seitens Emily, angefangen bei der Tatsache, dass sie kein Wort französisch spricht und so nicht nur einmal in ein Fettnäpfchen stolpert. Für sie stellt die Sprachbarriere aber nur ein geringes Hindernis dar, sie hält dennoch daran fest ihre amerikanische Sicht der Dinge durchzusetzen.

Die Serienmacher zeigen die Pariser als unfreundliche Menschen, die kaum vor Mittag anfangen zu arbeiten, stundenlange Mittagspausen machen, zu viel rauchen und es mit der Loyalität und Ernsthaftigkeit in Beziehungen nicht allzu ernst nehmen. Dazu kommt ein sehr vereinfachtes Bild der Stadt selbst, in der es sich ihnen zufolge nur um Fashion, Liebe und Croissants dreht.

Es sind jedoch nicht alle Meinungen negativ. Akzeptiert man den naiven Charme der Serie und die nicht enden wollenden überspitzten Darstellungen der französischen Lebensart, so findet man sich in einer Welt wieder, die zwar nichts mit dem Paris der Wirklichkeit zutun hat, aber sich leicht und unbeschwert anfühlt. Der Zuschauer kann sich fallen lassen, während er Emily dabei zusieht, wie sie durch ihre eigene Welt durchschwebt, so lange er sich bewusst ist, dass es nicht mehr als das ist – eine Traumwelt.

 


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