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EM 2016: Türkei wirft Italien Betrug vor!

Die Türkei ist aus der EM ausgeschieden – und macht nun Gruppengegner Italien für ihr eigenes Scheitern verantwortlich. Es geht um das UEFA-Regelwerk.

Türkische Fußballer
Sichtlich enttäuscht: Die türkischen Spieler nach dem EM-Aus. (Bild: gettyimage)

Die Türkei ist nur Dritter

Die Türken gewannen zwar ihr letztes Gruppenspiel gegen Tschechien souverän mit 2:0, allerdings reichte es nur für den dritten Gruppenplatz. Deshalb war die Mannschaft von Trainer Fatih Terim darauf angewiesen, dass Irland keine Punkte gegen Italien holt. Denn das neue Turniersystem sieht vor, dass nur die besten Gruppendritten ins Achtelfinale einziehen.

Verstoß gegen UEFA-Regeln?

Die bereits vor der Partie sicher fürs Achtelfinale qualifizierten Italiener liefen gegen Irland mit einer B-Mannschaft auf. Insgesamt hatte Coach Conte sein Team auf acht Positionen verändert. Betrug - sagen zumindest die türkischen Medien! Sie berufen sich auf das Regelbuch der UEFA, indem sich alle Teams verpflichten, bei einem Turnier zu jedem Spiel mit der bestmöglichen Mannschaft anzutreten. Das war bei den Italienern offensichtlich nicht der Fall.

Gute Gründe

Allerdings gehört es bei einem kräftezehrenden Turnier wie der EM dazu, dass die Trainer zwischendurch dem ein oder anderen Spieler eine Pause gönnen. Denn schließlich besteht der Kader eines jeden Teams nicht nur aus elf, sondern aus 23 Spielern. Auch die deutsche Elf war gegen Nordirland auf zwei Positionen verändert worden. Bei Italien hatte die Rotations-Orgie aber wohl noch einen ganz anderen Grund: Insgesamt zehn Kicker waren bereits mit einer gelben Karte vorbelastet, ihnen drohte eine Sperre im Achtelfinal-Knaller gegen Spanien! Ob Italien jetzt mit Konsequenzen rechnen muss, wird die UEFA entscheiden. Kurios: Die Türkei hat noch keine offizielle Beschwerde eingelegt!

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Die EM 2016 ist ohne Frage ein tolles Fußball-Fest. Unvergessen ist aber das Sommermärchen 2006 in Deutschland. In unserem Video erinnern wir an die unvergesslichsten Momente:

 

 

Von Caspar Winkelmann



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