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Elyas M'Barek: "Bier mit Jesus"

Elyas M'Barek
Elyas M'Barek

Alle Welt kennt ihn als Migrations-Macho und coolen Schweinehund aus den Kinohits "Türkisch für Anfänger" und "Fack Ju Göhte". TV Movie lernte einen ganz anderen Elyas M'Barek kennen: ein Kumpeltyp mit Köpfchen!

Gegen Elyas M'Barek hat Til Schweiger keine Chance. Jedenfalls nicht im Internet. Über zwei Millionen Klicks hat aktuell die Facebook-Seite des 32-jährigen Münchners vorzuweisen - bei seinem älteren Hamburger Kollegen sind es nur 1,1 Millionen! Vor drei Jahren, als Elyas M'Barek mit Matthias Schweighöfer für "What a Man" auf Kinotour war, hatte sein Kumpel 450.000 Likes, "das hat mich tief beeindruckt". Doch inzwischen ist viel passiert, vor allem "Fack Ju Göhte". 7,2 Millionen Kinobesucher!

Im Interview zeigt sich der neue Publikumsliebling von dieser Entwicklung völlig unbeeindruckt. "Fack Ju Größenwahn" lautet seine sympathische Devise.

Herr M'Barek, Sie wirken erstaunlich bodenständig. Oder täuscht das?

Elyas M'Barek: Ich führe halt ein sehr normales Leben. Natürlich weiß ich nicht, wie es wäre, wenn man ständig eine Armada von Assistenten um sich hätte. Wäre vermutlich nicht gut für den Charakter.

Hat sich seit „Fack Ju Göhte“ im Verhalten der Menschen Ihnen gegenüber etwas geändert? Spüren Sie eine größere Distanz?

Das Gegenteil ist der Fall. Viele denken offenbar, man sei so etwas wie ein alter Freund. Manche Leute haben überhaupt kein Gefühl dafür, wann das vielleicht nicht unbedingt passt. Die verfolgen mich im Fitness-Studio bis unter die Dusche. Kein Witz. Ich habe kein Problem damit, wenn jemand ein Foto haben möchte. Aber wenn ich morgens in der Jogginghose in der Drogerie stehe und Klopapier kaufen will, dann ist das nicht unbedingt der richtige Moment, um eins zu machen.

Sie sind im Internet sehr aktiv, Twitter, Facebook etc. Wie viel Zeit nimmt das täglich in Anspruch?
 
Gar keine. Das ist ein Hobby, macht mir Spaß. Ich freue mich, wie meine Facebook-Seite wächst und wie viele Likes ich inzwischen habe, und wie viele Leute ich erreichen kann. Der Aufwand steht in keinerlei Relation zu dem Spaß, den ich damit habe.

Nach „Fack Ju Göhte“ erwarten alle den nächsten großen Hit. Mit dem Internet-Thriller "Who Am I" (Kinostart: 25.9.) wird das nicht ganz so einfach sein...

Ich freue mich natürlich, wenn der Film am Ende sein Geld wieder einspielt. Aber ich will in erster Linie gute Filme machen. Ich denke doch nicht schon beim Drehen über mögliche Zuschauerzahlen nach.

Dennoch: Der Wechsel ins ernste Fach birgt Risiken!

Ich habe immer schon auch ernsthaftere Sachen gemacht. Das Drama "Wholetrain" war mein erster Kinofilm. Aber am erfolgreichsten waren nun mal die Komödien. Deshalb möchte ich aber nicht als neues Aushängeschild der deutschen Komödie gelten.

Wenn Sie also einen Film wirklich machen wollen, spielt die Gage keine entscheidende Rolle?

Absolut, das war z.B. bei "Who Am I?" der Fall.  Wir wurden alle Low Budget bezahlt, wie man so schön sagt. Keiner hat die Gage bekommen, die er normalerweise erhält. Da ich momentan mit attraktiven Angeboten gut eingedeckt bin, kann man durchaus auch mal einen Film machen, bei dem man gar nichts oder weniger als üblich verdient. Vorausgesetzt, das Drehbuch funktioniert.

Gilt das auch fürs Fernsehen?

Klar, ich bekomme nur keine Angebote mehr. Ich habe nie gesagt, dass ich kein Fernsehen mehr machen will. Aber seit zwei Jahren bleiben die Offerten aus. Nur noch Kino zu machen, war eigentlich nicht geplant.

Und Hollywood?

Es kommen immer wieder Angebote, aber nichts, was wirklich interessant gewesen wäre. Ich habe kürzlich einen Actionfilm abgesagt, war nur eine Nebenrolle. Sollte in Bangkok spielen, mit viel Geballer. Aber ich wusste nicht, was ich als Schauspieler da für eine Funktion haben sollte.

HIER GEHTS ZUM ZWEITEN TEIL DES INTERVIEWS MIT ELYAS M'BAREK!


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