Fernsehen

"Duell der Brüder": Drei Gründe, warum man das RTL-Event nicht verpassen darf

Es ist der Kampf ungleicher Brüder, der mit Adidas und Pumi die zwei größten Sportartikelmarken der Welt hervorbringt: Adolf "Adi" Dassler gegen Rudolf "Rudi" Dassler - RTL hat ihn verfilmt. Entstanden ist ein wuchtiges, eindrückliches Machwerk, das von hervorragenden Darstellern, großartigen Bildern und einer tragischen, wahren Geschichte lebt. 

Duell der Brüder
Die Duellanten: Rudi Dassler (Torben Liebrecht) und Adi Dassler (Ken Duken) /RTL/Willi Weber
 

1. Die Geschichte: Das Drama ist echt

30 Jahre lang begleitet der Zuschauer Adi (Ken Duken) und Rudi Dassler (Torben Liebrecht) beim Aufbau und Zerfall ihrer gemeinsamen Schuhfabrik und der anschließenden Suche nach dem eigenen Erfolg. Am Anfang des Films retten sie sich noch gegenseitig: Während Adi als Spinner verschrien ist, weil er Schuhe für die besten Sportler der Welt entwickeln will, ist Frauenschwarm Rudi mal wieder arbeitslos. Warum sich also nicht zusammentun?

In den 20er Jahren bauen die Brüder gemeinsam eine florierende Schuh-Fabrik auf. Während Adi ausschließlich an der Verwirklichung seines Traums arbeitet, hat Rudi die Zahlen im Blick und verkauft clever die Entwürfe seines Bruders. Lange Zeit ergänzen sich beide. Sie gründen Familien und auch ihre Frauen gewinnen an Einfluss in der Firma. Es ist der Anfang vom Ende.

Eine eindrucksvolle Geschichte, die auf wahren Geschehnissen basiert und durch ihren Wahrheitsgehalt besticht. Hier stimmt die Balance zwischen Dramatik und Humor, Schmalz und Tiefgründigkeit. Die Bilder sind so imposant, dass der Film sicherlich auch auf jeder Kinoleinwand funktionieren würde. Und dann gibt es noch eine hervorragende Besetzung, die den großartigen Film abrundet.

 

2. Der hervorragende Cast

Duell der Brüder
Ken Duken als Adi Dassler, Picco von Groote als Käthe Martz-Dassler, Nadja Becker als Friedl Dassler und Torben Liebrecht als Rudi Dassler

Vier grandiose Hauptdarsteller und tolle Nebendarsteller entführen glaubhaft in das Leben der Dassler-Brüder. Insbesondere Ken Duken und Torben Liebrecht überzeugen mit ihrem tiefgründigen Spiel. "Das Duell der Brüder" zeigt zwei Männer, die zwar oberflächlich betrachtet völlig unterschiedlich erscheinen, sich aber in ihren Werten sehr nahe sind. Duken und Liebrecht schaffen es beide, diese feinen Nuancen in ihren Figuren herauszuarbeiten und für den Zuschauer verständlich offenzulegen.

Umso echter wirkt diese Charakterstudie, weil es nicht leicht fällt, die Seite eines Bruders zu wählen. In diesem hochkarätigen Cast glänzt einer ganz besonders hell: Ken Duken. Der 36-Jährige spielt den eigenbrötlerischen, ehrgeizigen und rücksichtslosen Adi Dassler. Unsere Online-Redakteurin Laura Schäfer traf ihn zum exklusiven Interview.

Duell der Brüder, Ken Duken
Ken Duken als Adolf "Adi" Dassler

Gleich am Anfang des Gesprächs wurde deutlich, wie sehr sich Ken Duken mit seiner Rolle und der Geschichte der Dasslers auseinandergesetzt hat. "Das Brüder-Drama, die Spirale, in der sie sich befanden und einfach nicht mehr herauskamen, egal, was sie versuchten - das war sehr emotional für mich", verriet der Wahl-Münchner. Es ist die wahrhaftige Tragik zweier Leben, denn die Dasslers sollen sich nach der Trennung bis zu ihrem Tod nicht mehr gesprochen oder getroffen haben.

Bewunderung für die Leistunge beider Männer ist Ken Duken das ganze Gespräch über anzuhören. So ruhig er während des Interviews ist, bricht es doch aus ihm heraus, als er auf Adi Dassler zu sprechen kommt. "Er war ein Tier!", platzte es aus ihm heraus. "Er war ein Sportler, durch und durch." Seine Augen funkeln, als er über das reale Vorbild seiner Rolle spricht. Weich wird seine Stimme dagegen, als er an dessen Bruder denkt. "Über Rudi Dassler hat man anders gesprochen: Er war ein Mensch, der seine Leute und seine Familie geliebt hat. Er war für sie da." Entscheiden könne er sich selbst nicht für einen der beiden: "Jeder hat seine Ecken und Kanten im Film. Es gibt nicht die eine Lösung. Diese Ambivalenz ist auch das Spannende am Film." 

 

3. Die Wahrheit hinter dem TV-Film in der Dokumentation

Die Sportsfeinde aus Herzogenaurach
Torben Liebrecht und Ken Duken treffen Georg Hetzler, der die Dassler-Trennung miterlebte

Nach dem Event-Movie zeigt RTL im Anschluss die Dokumentation "Die Sportsfeinde aus Herzogenaurach - Adidas gegen Puma" um 22.25 Uhr. Dort treffen die beiden Hauptdarsteller ehemalige Weggefährten von Rudolf und Adolf Dassler. Sie reisen an Original-Schauplätze in Herzogenaurach und lernen mehr über die Vorbilder ihrer Rollen. 

In der Dokumentation werden auch bisher unveröffentlichte Aufnahmen, Filme und Dokumente aus beiden Dassler-Häusern gezeigt. Sie belegen, wie zerstritten die Brüder wirklich waren und dennoch vergeblich versuchten, ihre Trennung aufzuhalten.

Zu Wort kommen auch Spitzen-Sportler wie Usain Bolt, Boris Becker und Manuel Neuer, die mit Puma und Adidas trainierten.



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