Fernsehen

Dschungelshow: Tier stirbt – PETA erstattet Anzeige

In der Dschungelshow kam bei einer Prüfung mit Zoe Saip laut PETA eine Echse ums Leben. Die Tierschutzorganisation zeigt den Sender jetzt an.

Dschungelprüfung
Der Vorfall ereignete sich am Freitag wärend einer Prüfung, an der Model Zoe Saip teilnahm. Foto: TVNOW / Stefan Gregorowius

Laut der Tierschutzorganisation PETA ist in einer Dschungelprüfung am Wochenende eine Echse ums Leben gekommen. Diese erstattet nun Anzeige gegen RTL und fordert, dass Tiere nicht mehr in der Show gequält und als Ekelfaktor missbraucht werden.

Was war passiert? Am 15. Januar mussten die Kandidaten in einem Wasserbehälter stehend eine Aufgabe lösen. Im Behälter befanden sich auch zahlreiche exotische Tiere, darunter Schlangen und Echsen. Ex-GNTM-Kandidaten Zoe Saip bekam Panik, schrie und schlug um sich.

 

Dschungelshow: Kandidaten panisch, Tiere gestresst

RTL | Dschungelshow: Echse stirbt – PETA erstattet Anzeige
Screensot: PETA via RTL

Doch nicht nur für Zoe war die Situation offensichtlich stressig. Auch die Tiere versuchten laut PETA zu fliehen. Dabei sei die Grüne Wasseragame qualvoll ertrunken. PETA veröffentlichte ein Foto, auf dem zu sehen ist, wie das Tier leblos auf der Wasseroberfläche treibt.

 

PETA erstattet Anzeige gegen RTL

Die Tierschutzorganisation hat den Sender nun angezeigt und fordert, dass in den zukünftigen Sendungen der Missbrauch, beziehungsweise die Nutzung von Tieren behördlich untersagt wird. In einem Statement schreibt PETA:

„Reptilien, insbesondere Grüne Wasseragamen, sind äußerst stressanfällig und brauchen absolute Ruhe. Den Transport, die ungewohnte Studio-Atmosphäre und vor allem die Situation im engen Wassertank mit der panisch-zappelnden Zoe Saip hat das Tier nicht überlebt. ITV und RTL sollten sich schämen, Tiere für die TV-Show sterben zu lassen. Wir fordern die Verantwortlichen auf, die Verwendung lebender Tiere sofort zu beenden.“

Alle Folgen des Dschungelcamps 2021 könnt ihr bei TVNOW nachschauen.

 

Update: RTL gibt Statement ab

Der Sender RTL hat auf eine Nachfrage der Bild erklärt: "Kein Tier ist während der Dreharbeiten zu Schaden gekommen. Alle Tiere sind wohlauf. Den Vorwurf der Tierquälerei weisen wir zurück. Das Tierwohl steht bei dieser Produktion absolut im Vordergrund. Die Tiere sind über Wochen auf die Prüfungen und Kontakt mit Menschen vorbereitet worden. Von Tierquälerei kann daher in diesem Zusammenhang keine Rede sein. Die Tierlehrerin Diana Antoine, die auf eine 30-jährige Berufserfahrung zurückblicken kann, ein ausgebildeter Tierpfleger, sowie mehrere Tierpflegehelfer waren während der Dreharbeiten involviert", erklärte ein Sprecher. 

PETA kann aus der Ferne natürlich keinen Tod diagnostizieren, erklärte aber, dass die "Tiere nicht dazu neigen , sich tot zustellen.“ Ein Amt prüft den Vorfall nun. 

 


Tags:
Das könnte Sie auch interessieren
TV Movie empfiehlt