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Dschungel-Schock: Das Ende des Dschungelcamps? Ein Kommentar

Diese Nachrichten dürften der Führungsriege bei RTL Kopfschmerzen bereiten: Am Dienstag schauten weniger als fünf Millionen Zuschauer das Dschungelcamp, so wenige wie seit neun Jahren nicht mehr. Geht es jetzt bergab mit der Kult-Show? Ein Kommentar.

Tina York Dschungelcamp 2018
Die meisten Dschungelcamp-Zuschauer sind von der diesjährigen Ausgabe so begeistert wie Tina York vom Bootfahren. / Screenshot RTL.de
 

Jammern auf höchstem Niveau

Eigentlich sind die Dschungelcamp-Macher Marktanteile von deutlich mehr als 40 Prozent gewöhnt – klar, dass eine Quote von 36,3 Prozent sie nicht gerade glücklich macht. Trotzdem bleibt die Show zum Glück ein wahrer Erfolg und ein Jammern über den Marktanteil ein Jammern auf sehr hohem Niveau.

Falls es mit der Quote aber so weitergeht, stellt sich trotzdem die Frage, ob es das Dschungelcamp auch in den kommenden Jahren noch geben wird. Schließlich läuft mittlerweile die zwölfte Staffel des Formats, das sich von Anfang an kaum verändert hat.

 

Tina Yorks Gesicht - das Dschungelcamp-Highlight des Jahres

Mittlerweile hat die Langeweile hat Einzug gehalten im Dschungelcamp, doch eigentlich war sie in diesem Jahr schon immer da. Die D-Promis verstehen sich gut, zu gut – fünf Tage sind bereits vergangen und die diesjährige Show war ereignisloser als Tina Yorks Tagesablauf. Die schläft immerhin mit offenen Augen und offenem Mund und ist mit diesem unvergesslichen Gesicht deshalb schon jetzt unser Meme des Jahres.

 

Heimlich träumen wir von Helena Fürst

Was war das damals noch schön im Dschungelcamp. Wir vermissen die pseudowissenschaftlichen Ausführungen von David Ortega („Die Dinosaurier müssen ja irgendwie Scheiße gebaut haben, sonst wären sie ja nicht vernichtet worden“), Larissa Marolts Wutausbrüche und Helena Fürsts ewige „Konfro“ mit Thorsten Legat. Das war noch echtes Trash-TV vom Feinsten, mit Szenen, von denen wir heute nur müde träumen können.

 

Kein Nikotin, keine Nudeln

So geht es wohl auch den RTL-Redakteuren, die nun mit sämtlichen Mitteln versuchen, die Gemüter der Camper zu erhitzen, ob nun mit Zigarettenentzug oder unappetitlichem Abendessen wie Krokodilfüßen mit Algen – und das, obwohl David Friedrich „Würste, Nudeln, Würste“ forderte – skandalös.

Daniele Negroni macht der Entzug schon gestern völlig fertig: „Ohne Zigaretten kann ich nicht, die können ja nicht einfach eine Sucht stoppen! Ich schwör' euch bei Gott, ich raste morgen aus.“ Hoffen wir es. Eine Frucht scheinen die Maßnahmen zu tragen: Ein erster, noch unbekannter, Star ist freiwillig aus dem Dschungel ausgestiegen. Gibt es endlich, endlich in Staffel 12 die „Konfro“, die die Zuschauer sich so wünschen?

 

Dschungelcamp in Paradise - ohne Paradies, bitte

Anders als in den vorherigen Staffeln ist in der diesjährigen Dschungelcamp-Ausgabe außerdem sowas von unklar, wer am Ende die Königskrone aufsetzen darf, denn niemand sticht besonders heraus, weder positiv noch negativ. Sowieso sind kaum noch echte Stars dabei – falls man sie jemals als solche bezeichnen konnte. Zum Glück liefern andere Formate wie „Der Bachelor“ immer neuen Dschungelnachwuchs, trotzdem drängt sich die Frage auf, ob sämtliche bekannte und unterhaltsame Deutsche, die sich aber nicht zu schade fürs Camp sind, durchgecastet sind. Vielleicht wäre eine Staffel mit dem Best of der Dschungelcamper à la „Bachelor in Paradise“ die Rettung für die Show – Larissa Marolt und Helena Fürst könnte man sicherlich stundenlang beim Streiten zuschauen. Bis dahin schwelgen wir nochmal in Erinnerungen mit den besten Dschungel-Sprüchen von Kader Loth: 

 
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