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Drama bei „Bares für Rares“: Anwalt hält Rekord-Deal für ungültig - Händlerin bricht in Tränen aus

Nachdem das Kreuz-Relikt in der ZDF-Sendung Bares für Rares 42.000 Euro einbrachte, zweifeln Rechtsanwälte nun an der Gültigkeit des Kaufes.

Bares für Rares ARD
Der Verkauf des größten Fundes in Horst Lichters Show "Bares für Rares" soll laut Rechtsanwalt ungültig sein | ZDF

Es war DIE Sensation in der Trödel-Show des ZDF: Ein mit Diamanten verzierter Kreuz-Anhänger brachte der Besitzerin Cosima Birk und ihrer Tochter Stephanie Huber satte 42.000 Euro ein. Denn der Anhänger sei nicht nur mit 40-karätigen Diamanten bestückt, er beinhalte angeblich sogar Holzstücke des Kreuzes Jesus Christus!

Kreuz-Anhänger Bares fuer Rares
Das Kreuz habe laut ZDF ein Echtheitssiegel des Papstes | 
 

Beim Kauf flossen Tränen

Antiquitätenhändlerin Heide Rezepa-Zabel schätzte den Anhänger auf 60.000 bis 80.000 Euro. Nachdem Susanne Stieger ihn dann für 42.000 Euro erwarb, brach die Händlerin in Tränen aus: „Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Das ist ein Stück, wo einem als Händler einfach das Herz aufgeht, wo man sein Leben nach sucht. Das ist quasi die Nadel im Heuhaufen. Die habe ich heute Abend hier gefunden. Ich bin wahnsinnig glücklich und mir fehlen einfach nur die Worte“

 

Rechtsanwälte finden den Verkauf unerhört

Wie wir bereits berichteten, schätzten Antiquitätenhändler den Wert des Relikts weit über 100.000 Euro. Nun melden sich sogar Rechtsanwälte zu Wort - und zweifeln an die Gültigkeit des Verkaufes.

Rechtsanwalt und Notar Friedemann Ungerer erklärte in einem Interview mit dem Nachrichtenportal „Der Westen“: „Ich habe die Sendung auch gesehen und fand das unerhört.“

Weil die Verkäuferin offensichtlich unerfahren sei, halte er den Verkauf für rechtswidrig.

Nicht nur die Diamanten erzielen einen Wert von 15.000 Euro, das Kreuz selbst habe bei Gläubigen und Sammlern einen immensen ideellen Wert. Händler hätten für die Reliquie „Mondpreise“ ausgegeben, so ein Antiquitäten-Experte zu BILD.

Das spricht für Rechtanwalt Friedemann Ungerer gegen die Gültigkeit des Kaufes. Als Begründung führt er Paragraf 138 im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) auf. Dort wird festgehalten, dass ein Rechtsgeschäft nichtig sei, sollte es gegen die guten Sitten verstoßen.

                    „§ 138 Sittenwidriges Rechtsgeschäft; Wucher

(1) Ein Rechtsgeschäft, das gegen die guten Sitten verstößt, ist nichtig.

(2) Nichtig ist insbesondere ein Rechtsgeschäft, durch das jemand unter Ausbeutung der Zwangslage, der Unerfahrenheit, des Mangels an Urteilsvermögen oder der erheblichen Willensschwäche eines anderen sich oder einem Dritten für eine Leistung Vermögensvorteile versprechen oder gewähren lässt, die in einem auffälligen Missverhältnis zu der Leistung stehen.“

 

Ob sich bezüglich der Gültigkeit noch etwas tun wird, ist unklar.

 


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