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„Die Sims“: 20 Jahre lang "Motherlode"!

Wir schwelgen in Erinnerungen: "Die Sims" sind 20 Jahre alt - ein Hoch auf "Motherlode", Merkwürdighausen und die Aliens!

Die Sims 2
„Die Sims“: 20 Jahre lang Motherlode! Foto: Maxis / Electronic Arts

Seit nunmehr 20 Jahren begleiten wir das Lebenssimulations-Game „Die Sims“ auf dem PC und Spielekonsolen – und wer von Anfang an dabei war, der kennt sowohl die grafischen Veränderungen, als auch die unzähligen Cheats. TV Movie Online hat für euch, aus gegebenem Jubiläumsanlass, die besten Fun-Facts über „Die Sims“ zusammengefasst und lässt nostalgische Erinnerungen wach werden. 

Hand aufs Herz! Wir haben doch alle während der „Die Sims“ sadistische Züge entwickelt, oder nicht? Sei es einen Sims in Flammen zu setzen, die Leiter aus dem Pool zu nehmen und den Armen ertrinken zu lassen oder sich mit dem Sensenmann anzu freunden - es ist so ziemlich alles in „Die Sims“ möglich. Unserer (manchmal wirklich komischen) Fantasien werden keine Grenzen gesetzt.

Wir blicken zurück: Um im allerersten Teil einen Sims zu erstellen, konnten lediglich Geschlecht, Kind oder Erwachsener, Köpfe, Hautfarbe sowie Outfit verändert werden - dass man durch die großen Pixel nicht viel erkannt hat, war völlig egal. Natürlich konnte man seiner Figur auch einen Namen verpassen und fünf Charakterzüge, die anschließend (wie auch immer) ein Sternzeichen formten.

Seit 20 Jahren wird mit 20.000 Simoleons Startbudget begonnen. Seit 20 Jahren geben wir uns sehr bescheiden und nutzen "Motherlode". Seit 20 Jahren drücken wir *[Strg] + [Shift] + [C]*. Seit 20 Jahren lieben wir unsere "Die Sims". 

Nach vier Generationen und mehr als 75 Erweiterungspacks hat sich einiges bei den Games getan. Heute verwandeln wir Kinder in Aliens, zünden Sims an, planen Karrierelaufbahnen, fliegen in den Weltraum, leben in einer kleinen, virtuellen Welt - und cheaten immer noch, was das Zeug hält! Wie auch sonst könnte man all die schönen Häuser bauen, sich glamourös (manchmal auch von Ikea) einrichten und nebenher noch eine Starkarriere (auch mit Katy Perry) hinlegen? Nicht zu vergessen, dass man während seiner hart ercheateten Karriere auch keine Zeit hat, um den lebenserhaltenden Bedürfnissen der Minimenschen nachzukommen. Also lieber mal den Abbau deaktivieren. 

Die Sims
Der erste "Die Sims"-Teil jemals. Foto: Maxis / Electronic Arts

Doch mal Butter bei die Fische: Wie genau kamen die Spielmacher eigentlich auf das Codewort „Motherlode“? Was hat „Die Sims“ mit einer Toilette zu tun und wer ist überhaupt diese „Bella Grusel“? TV Movie Online nimmt euch mit in das Mysterium der Sims und hat für euch die besten Fun-Facts zusammengefasst:

1. Wieso Motherlode und Rosebud?

Wer „Motherlode“ im Spiel benutzt, der bekommt 50.000 Simoleons gutgeschrieben, mit „Rosebud“ 1.000 Simoleons. Aber wovon haben sich die Spielemacher für diese Namen inspirieren lassen? „Motherlode“ lässt sich aus dem englischen Übersetzen und ist umgangssprachlich ein Begriff, der wertvolle und große Mengen beschreibt. „Rosebud“ hingegen ist ein Schlüsselwort in Orson Welles Film „Citizen Kane“. Dabei ist „Rosebud“ das letzte Wort des Protagonisten vor seinem Tod und damit der Ausganspunkt für die folgende Handlung (Achtung Spoiler): „Rosebud“ ist sein Schlitten aus Kindheitstagen.

2. Spielemacher Will Wright programmierte einen Grippe-Virus im Spiel

Ob ihr es glaubt oder nicht, aber Sims-Erfinder Will Wright hatte einst einen mysteriösen Virus bei den Sims einprogrammiert. Als sich die Infektion im Spiel ausbreitete, gab es eine reale Debatte auf den Message Boards in der Community. Schließlich verfolgten die Spieler die Ursache der Krankheit und tauschten sich gegenseitig mit Tipps aus, um zu überleben – denn scheinbar reichte es bis zu den Meerschweinchen zurück.

3. Eine Toilette – Der Anfang

Das erste Objekt, das jemals für die Sims entwickelt wurde, war - Trommelwirbel - eine Toilette! Im Jahr 1993 wurde eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Interaktion mit der Toilette eingeführt – von der Benutzung, bis hin zur Reinigung. Nach Angaben des Teams war es auch das einzige Objekt im Spiel, das von den Geschlechtern unterschiedlich benutzt wurde. Mittlerweile gibt es im vierten Teil genderneutrale Toiletten.

4. Pop- und Rockstars lieben Simlish

Wir lieben die Sims und ihre außergewöhnliche Sprache! Wenn man bereits im zweiten Sims-Teil die Musikanlage angeschaltet hat, hörte man auf einmal ziemlich bekannte Songs. Das liegt daran, dass Stars wie "The Black Eyed Peas", Nelly Furtado, Katy Perry, LeAnn Rimes, "The Pussycat Doll" und "Depeche Mode" tatsächlich ihre Songs erneut auf Simlisch aufgenommen haben!

5. Das Mysterium „Bella Grusel“ aka „Bella Goth“

Seit dem ersten Teil der Spielreihe taucht die Figur „Bella Grusel“ auf und ist damit ein wahres Mysterium. Bella lebt zusammen mit ihrem Mann und ihrer Tochter zusammen, sie spielt meistens Klavier und hat Interesse an Übernatürlichem. Im zweiten Teil hat sie ein weiteres Kind bekommen – und ist plötzlich verschwunden. Scheinbar haben sie Außerirdische entführt. Zwar existiert sie noch in der Welt, ist jedoch „versteckt“ und muss mithilfe von Cheatcodes zurückgeholt werden. Im dritten Teil von „Die Sims“ ist Bella plötzlich ein Kind, nahezu ein Teenager. Sie kann ganz normal im Spiel gespielt werden. In „Die Sims 4“ ist Bella bereits in den Promo-Trailern zu sehen gewesen. Sie lebt als junge Erwachsene in einer Villa.

 

Text und Sims-Fan seit Sekunde Eins: Julia Rupf

 


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