Fernsehen

"Die Reimanns": Zieht Konny nach Hawaii?

Die Reimanns sind zurück! Bei RTL II startet jetzt die zweite Staffel ihrer Doku-Soap - TV Movie schaute vorab exklusiv bei der Auswanderer-Familie in Texas vorbei und ging ihrem Erfolgsrezept auf den Grund...

Die Reimanns
Die Reimanns (RTL II) RTL II

"Moin, moin!" Im Blaumann und mit einem Grinsen unter dem Schnauzer kommt Konny Reimann (58) auf mich zu. Ein fester Händedruck, dann fragt er: "Wie heißt du? Kaaa-thaaa-riiiin-aaa?  Das ist doch viel zu lang! Ich nenn’ dich Kathi."

Ja, so kennen wir Konny, den Kumpeltyp mit Cowboyhut, aus seinen zahlreichen TV- Shows: Er spricht, wie ihm die Schnauze gewachsen ist. Aber ist er ohne Kamera wirklich genauso sympathisch, wie er sich im TV gibt? Und warum hat gerade er geschafft, wovon so viele andere Auswanderer träumen? Ich will es herausfinden . und verbringe einen Tag bei den Reimanns in "Konny Island".


Ohne Plan, aber mit Herz


Zehn Jahre ist es her, dass der Hamburger mit Frau Manu (45) und den Kindern Janina (27) und Jason (24) nach Texas ausgewandert ist, begleitet von einem "RTL extra"-Kamerateam. Damals lebten die Reimanns zunächst im Wohnwagen. Heute haben sie am Rande der 16.000-Einwohner-Stadt Gainesville ein Haus am See samt Ferienhäusern. Ein handgemachtes Paradies, dank Konny und seinem Akkuschrauber. Der ganze Stolz des gelernten Schiffsmaschinenbauers ist der dreistöckige Leuchtturm, der aus dem Haus herausragt. Den hat er "ohne Plan" gebaut. "Ich sabbel’ nich’ lang, ich mach einfach", sagt er und richtet den Cowboyhut. Von hier oben wirkt das Grundstück schmaler als im TV, der Blick über Lake Moss dafür umso umwerfender. Mit verschränkten Armen und leuchtenden Augen schaut auch Konny sich um, murmelt: "Wenn ich das sehe, denk’ ich immer: 'Wahnsinn!'" Als könne er selbst nicht glauben, dass ER all das gebaut hat.

"Mit den Ferienhäusern und allem, was wir hier machen, können wir klarkommen. Wir sind nicht abhängig vom TV", erklärt er mir, als wir den Turm wieder herunterklettern. Was er anders macht, als all die gescheiterten Auswanderer, will ich wissen. Die Antwort ist simpel: "Du kannst überall neu anfangen. Du musst nur bereit sein, viel zu arbeiten." Und das tun Konny und seine Frau, sieben Tage die Woche. "Klar, das ist schon mal richtig stressig", gesteht Manu. "Aber Zoff und böse Worte - das gibt es bei uns nicht." Sie lächelt Konny an, er nimmt sie in die Arme und drückt sie an sich. Ich glaube ihnen sofort.


Alles unter Kontrolle


Dabei müsste der Stress-Pegel bei den Reimanns derzeit am Anschlag sein: Schon im August will das Paar einen eigenen Laden eröffnen, der zur Hälfte Kindermoden-Boutique (Manu) und zur anderen Hälfte Karate-Schule (Konny) werden soll. Vor rund 40 Jahren habe er mit dem Kampfsport angefangen, erzählt mir Konny. "Ich war ein schüchternes Kind. Das hat mir Selbstvertrauen gegeben." In eine Prügelei war er aber noch nie verwickelt. "Ich bin absolut gegen Gewalt", betont er. "Ich weiß, was ich kann und habe immer die volle Kontrolle." Ob ich eine Kostprobe wolle? Ja, unbedingt!

Im weißen Karate-Anzug führt er mich in seine "Zappelhalle": Ein riesiger Raum, komplett mit Matten ausgelegt. Er schnürt seinen schwarzen Gürtel, dann legt er los und - zack - stoppt seine Faust nur Millimeter vor meinem Gesicht. Ich bin schwer beeindruckt. Dem sanften Konny hätte ich dieses Kampftalent nicht zugetraut!

Drehbuch? Nicht nötig!


Zum Schluss zeigt uns der 58-Jährige noch seine Werkstatt, die besser sortiert ist als so mancher Baumarkt, und kommt dabei ins Erzählen. Wie er mit seiner alten Ente durch Hamburg gefahren ist. Und wie ihn einmal ein Redakteur für eine TV-Show nach Dubai schicken wollte. "Er hatte die Idee, dass ich den Leuten da zeige, wie man Wolkenkratzer baut. Was für ein Unsinn!", sagt Konny kopfschüttelnd. "Ich lasse mich nicht inszenieren!"

Ja, das glaube ich nach dem heutigen Tag gern. Aber braucht Konny nicht bald wieder neue, große Herausforderungen? Ein bisschen sieht es so aus: "Wir waren gerade auf Hawaii, ein toller Ort", sagt Konny. "Ich hätte echt Lust da noch mal ganz von vorn anzufangen!"

TEXT: Katharina Hofmann


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