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"Die Eiskönigin 2": Sind Elsa und Anna gute Vorbilder?!

Sind Elsa und Anna gute Vorbilder für Kinder? Sind sie gar die ersten feministischen Figuren in einem Animationsfilm? In "Die Eiskönigin 2" beweisen sie ihren Mut.

Findet man weibliche Vorbilder in Animationen? Oder sind die alten Rollenbilder dort immer noch aktuell?
"Frozen 2": Sind Elsa und Anna gute Vorbilder?! Disney

Zeichentrick und Animation gelten allgemeinhin nicht als feministisch - obwohl das sowieso, gerade in der Filmindustrie, kaum ein Genre von sich behaupten kann. Mit "Vaiana - Das Paradis hat einen Haken" wagte sich "Disney Animation" 2016 das erste Mal, eine weibliche Figur in den Vordergrund zu stellen, die eben nicht auf ihren Märchenprinzen wartete. Und auch mit "Frozen" gehen sie einen weiteren Schritt weg von den "Klassischen Rollenbildern" und geben jungen Mädchen starke Vorbilder. In "Die Eiskönigin 2" beweisen Elsa und Anna ein weiteres Mal, dass sie Powerfrauen sind und keinen Prinzen brauchen, der sie retten muss.

 

"Die Eiskönigin 2": Elsa und Anna als gute Vorbilder?!

Auch wenn Anna ihren "Traumprinzen" in Form von Kristoff an ihrer Seite hat, gerettet werden muss sie von ihm nicht. Bereits der erste Film zeigte uns, dass es hier nicht wie in einer klassischen Disney-Erzählung zugeht. Es waren nicht die Männer, die Elsa und Anna retteten, es war die starke Beziehung und die Liebe zwischen den beiden Schwestern, die das Unheil abhielt und die Frauen rettete.

Im Interview mit uns schwärmt Produzent Peter Del Vecho von der Stärke der beiden Frauen und davon, dass sie die Helden der Geschichte sind. "Elsa ist der mythische Charakter hier. In einer wahrhaft mythischen Erzählung wäre sie aus ihrem Eispalast heruntergerissen, von Hans umgebracht worden und der unendliche Winter hätte sich ausgebreitet und alle in Arendelle wären gestorben. (...) Aber glücklicherweise war Anna da, um das märchenhafte Ende zu bringen."

 

Aufgeben ist keine Option!

Auch in "Frozen 2" erwartet uns wieder sehr viel "Girl Power" und von Männern unabhängige Frauen. Dabei werden keine perfekten Figuren gezeichnet und überhöhte Idealvorstellungen präsentiert. Weder Anna noch Elsa sind unfehlbar. "Sie sind nicht perfekt. Sie haben beide im ersten Film Fehler gemacht und sie werden beide im zweiten Teil Fehler machen", so Peter Del Vecho.

Das, was sie aber auch im zweiten Teil starkmacht, ist ihre Verbindung und ihre Liebe füreinander: "Was Anna und Elsa so besonders macht, ist ihre Geschwisterbeziehung. Trotzdem haben sie Fehler und sind nicht perfekt, das macht sie nahbar und es macht sie auch stark."

Echte Frauen also, zu denen kleine Kinder, egal ob Junge oder Mädchen, aufschauen können. Sie sind nicht schwach und brauchen keine Hilfe, um sich wieder aufzuraffen, und sie geben auch nicht schnell auf - Anna und Elsa kämpfen selbst unermüdlich - und das für sich selbst, nicht für einen Traumprinzen! 

So sehen wir Elsa auch in einer Szene unten im Video, wie sie einfach nicht aufgibt. "Man sieht sie, wie sie sich selbst wieder aufraffen. Man sieht die Szene am 'dunklen Meer' und Elsa rennt in das Wasser und sie versagt das erste Mal - Sie muss immer wieder neu beginnen. Und für mich ist das ein sehr starkes Signal", so Peter Del Vecho über die Botschaft einer starken Frau.

 

Von Kim-Kristin Kraft 



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