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„Die Bergretter“ Staffel 10 | So hart werden die neuen Folgen!

„Die Bergretter“ Staffel 10: Interview mit Sebastian Ströbel „Das ist auf jeden Fall nichts für Weicheier“
Sebastian Ströbel im Intervie zur 10. Staffel von "Die Bergretter" / ZDF

Die 10. Staffel und somit die Jubiläumsfolgen von „Die Bergretter“ starten am 15. November 2018 ab 20:15 Uhr im ZDF. In der neuen Staffel gehen Bergrettungsleiter Markus Kofler und sein Team wieder an ihre körperlichen und technischen Grenzen um Menschen in den Bergen das Leben zu retten. Doch auch privat haben die Bergretter mit so mancher Kriese zu kämpfen.

Sebastian Ströbel, der in der Serie Markus Kofler spielt, traf sich mit TV Movie-Redakteurin Michelle Welsing in Hamburg zum Interview. Der Schauspieler erzählte, warum man für die Dreharbeiten einen Hau haben muss, weswegen er ab und zu sauer auf sein Team ist, und was er, außer mit einem Pferd und Kutsche nach Hause zu reiten, alles für seine Familie tut.

Welchen beruflichen und privaten Turbulenzen muss sich Markus Kofler in der 10. Staffel stellen?

Das darf ich alles nicht erzählen (lacht). Nächste Frage. Nein, Spaß beiseite. Also es kommt natürlich wieder jede Menge Action auf Markus zu und todesmutige Aktionen bei denen er seinen ganzen Mut und seine ganze Kraft aufbringen muss um das Böse abzuwenden. Außerdem geht nicht immer alles gut aus. Ich finde das jedoch ganz schön. Dadurch sind wir nicht so festgelegt und können auch das Drama mitbedienen. Privat geht das Trauerspiel, oder je nachdem wie man es sieht, mit Katherina weiter. Allerdings gibt es auch noch die Polizistin Jessy. Markus ist also zwischen diesen beiden Frauen hin und her gerissen. Die andere kleine Dame in seinem Leben ist Mia, für die er sorgen muss. Aber wie gesagt alles andre muss man sich dann angucken.

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Habt ihr euch für das Jubiläum etwas Besonderes ausgedacht?

Das Besondere ist, dass wir sieben Folgen gedreht haben. Normalerweise haben wir nur sechs, aber diesmal haben wir noch eine on top gesetzt. Zum Teil auch, weil die letzte Staffel so gut lief und der Sender fragte, ob wir noch mehr liefern können. Aber da wir sowieso schon im roten Gefahrenbereich drehen, ist es schwer da noch einen drauf zu setzten. Wir müssen immer schauen, dass wir das Action Niveau, das wir haben, halten können. Der Bereich, in dem wir Verrückten drehen, ist für das deutsche Fernsehen schon ein Grenzbereich. Von daher sind wir natürlich immer bemüht höhere, schönere und dramatischere Szenen zu liefern, und ich bin der Meinung, das ist uns ganz gut gelungen in der zehnten Staffel.

Was ist das Gefährlichste, das bisher bei den Dreharbeiten passiert ist?

Ich glaube über mangelnde Aufregung können wir uns nicht beklagen. Wir müssen sehr auf die Sicherheit achten, weil wir zum Beispiel oft an Felswänden drehen. Das kann man aber nicht immer steuern. Da können jederzeit Felsen runterbrechen. Kleine Steine reichen schon aus um sich schwer zu verletzten, oder sogar zu töten. Im Wasser zu drehen ist ebenso wahnsinnig, wie am Berg mit Gewitter. Von daher ist diese tägliche Anstrengung und die tägliche Gefahr allgegenwärtig. Toi, toi, toi - bis jetzt ist noch nichts passiert. Aber Knochenbrüche können natürlich mal vorkommen. Die Anspannung, die man selber hat, merkt man eigentlich erst, wenn man wieder zu Hause und alles gut gegangen ist. Viele sind auch der Meinung, man müsste einen Hau haben um das alles mitzumachen. Das ist auf jeden Fall nichts für Weicheier.

Drehst du die Stunts selbst?

Ich bemühe mich. Mein Ehrgeiz ist natürlich alles selbst zu machen. Leider geht das aus Versicherungs- oder auch aus Vernunftsgründen nicht. Wenn ich zum Beispiel zehn Meter tief in eine Felswand springen soll und das Verletzungsrisiko sehr hoch ist, gestehe ich meinem Team ein, dass ich das besser sein lasse. Aber mein Team weiß schon, dass ich sehr sauer daneben stehen kann, wenn ich das nicht selber machen darf. Diese Art des Schauspielerns ist, was ich liebe. Diese Körperlichkeit mag ich an der Figur und der Serie eigentlich am meisten. Dadurch bekommt man Möglichkeiten, die man sonst bei einem normalen Dreh nicht hat. Ich habe schon Verfolgungsjagden mit dem Auto gemacht, Schießereien oder so was. Aber diese körperlichen Anstrengungen, die wir hier ausführen dürfen, die sind schon sehr outstanding.

Also brauchst du diesen Adrenalin Kick?

Ich persönlich eigentlich gar nicht, aber beim Drehen tatsächlich schon. Wahrscheinlich verschmelze ich dann so sehr mit Markus Kofler, dass ich mir einbilde, ich kann das alles (lacht). Also, ich bin privat niemand, der Bungeejumping machen würde oder so. Ich liebe es klettern zu gehen und zu wandern. Gerne kann es auch mit Geschwindigkeit zu tun haben. Aber wahrscheinlich habe ich deshalb diesen Beruf. Da kann ich viele Dinge erleben und ausleben und muss sie im Privaten dann nicht auch noch haben.

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Gibt es ansonsten noch Ähnlichkeiten zwischen dir und Markus Kofler?

Vielleicht die Impulsivität. Das wir aus dem Bauch und dem Herzen heraus Entscheidungen treffen und das auch ziemlich schnell. Aber auch diese Art von Leitwolf. Das habe ich bestimmt auch.

Der Drehort ist in Österreich und du wohnst in Hamburg. Wie bringst du deinen Job und die Familie unter einen Hut?

Ich versuche so viel wie möglich zu Hause zu sein. Leider gibt es zwischen Österreich und Hamburg keine Flugverbindung.  Deswegen nehme ich alles, was sich bewegen kann, bis auf Pferd und Kutsche, um zu meiner Familie zu kommen. Jedes Wochenende bin ich eigentlich zu Hause. Das kennt meine Familie und damit haben sich auch alle arrangiert. Das ist halt so. Aber dafür konzentriere ich mich dann voll auf meine Kinder und meine Frau wenn ich zu Hause bin.

Könntet ihr euch vorstellen nach Österreich zu ziehen?

Ich kann mir alles vorstellen. Es ergibt sich momentan nicht, da meine Familie hier in Hamburg ihre Wurzeln hat, und vom Drehrhythmus ist es auch okay und machbar. Doch früher haben wir durchaus darüber gesprochen, dass es eine Alternative wäre, falls es eine zu große Belastung wird. Aber jetzt grade ist alles gut. Ich habe praktisch den Genuss, dass ich beides habe.

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Deine Familie kommt dich bestimmt mal besuchen. Geht ihr dann zusammen bergsteigen?

Ja, klar, das gehört dazu. Wir gehen wandern, bergsteigen und unternehmen alles Mögliche in der Natur. Man kann mittlerweile so wahnsinnig viel als Familie in der Natur machen. Zum Beispiel Sommerrodeln, es gibt Seilrutschen und tausende andere Möglichkeiten um sich als Kind auszutoben.

Schauen deine Kinder „Die Bergretter“ im Fernsehen?

Nein das nicht. Also entweder es ist zu spannend oder es langweilt. Eine Serie mit Papa ist vielleicht auch nicht so das Coolste. Also sie sind stolz, aber sie würden damit auch nicht angeben. Dafür haben wir sie auch anders erzogen. Außerdem kommt es auch drauf an wem man sagt „Mein Papa ist bei den Bergrettern.“ Die einen sagen dann du bist ein Angeber die anderen sagen wie blöd das ist. Aber bis jetzt war alles eigentlich ganz entspannt.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Was würdest du sagen, wenn eine deiner Töchter auch Schauspielerin werden möchte?

Nur zu. Wenn sie das möchte, dann ist das großartig. Aber sie kann auch sagen, dass sie Schlosserin, Tischlerin oder Journalistin werden möchte. Ich will einfach nur, dass sie glücklich sind und dass sie lieben was sie tun. Aber wenn sie es möchten, würde ich ihnen jede Unterstützung geben, zu der ich in der Lage bin.

Wenn du kein Schauspieler wärst, welchen Job hättest du dann gerne?

Dann wäre ich Schauspieler (lacht). Arzt wollte ich ursprünglich mal werden. Das hätte ich mir auch gut vorstellen können. Aber seit ich weiß, dass ich schauspielern möchte, wollte ich auch immer Schauspieler werden. Also definitiv Schauspieler oder nebenher noch irgendwas mit Geschichte.

Wenn du die freie Wahl hättest, welche Rolle würdest du gerne mal spielen?

Ich habe Lust etwas Historisches zu spielen. Schon alleine, weil Geschichte mein großes Steckenpferd ist und ich fast ausschließlich darüber lese. Grade so Mantel und Degen, Ritterfilme oder Filme über die deutsche Geschichte. Ich mag fast alles was mit Geschichte zu tun hat. Einen solchen Film zu drehen, fände ich großartig.

Hast du einen Lieblingsfilm?

So aus der Hüfte würde ich „Big Lebowski“ sagen. Der ist auch schon fast historisch heutzutage (lacht). Ansonsten liegt mir noch „Krieg und Frieden“ auf den Lippen, weil ich Tolstoi so liebe und den Roman einfach so unfassbar gut finde.

Und in Zeiten von Netflix, welche Serie schaust du grade?

Da ich in letzter Zeit viel beschäftigt und unterwegs bin, habe ich momentan gar keine Zeit Serien zu gucken. Es gibt ja auch solch ein Überangebot und jeder fragt „Hast du das schon gesehen oder hast du das schon gesehen“. Da weiß ich gar nicht mehr, was ich schauen soll. Aber ich denke mal in der Weihnachtszeit wird es bestimmt ein bisschen ruhiger. Da habe ich dann Zeit mal wieder gemütlich fernzusehen. Eigentlich lese ich aber viel lieber, muss ich sagen. Und da ich so wenig Zeit hatte würde ich das lieber erst mal aufholen. Dann können wir danach noch mal über Serien sprechen. Das einzige worauf ich mich echt freue, ist auf die neue Staffel von „Game of Thrones“.

Gibt es ein neues Filmprojekt mit dir worüber du schon etwas verraten kannst?

ARD

Aktuell drehe ich nichts. Aber an Weihnachten kommt noch „Der Wunschzettel“ mit Anne Schäfer und mir raus. Das ist ein Weihnachtsfilm für ARD. Eine Dramödie sozusagen. Aber ansonsten freue ich mich erst mal wieder zu Hause zu sein und ein bisschen durchzuschnaufen.

 


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