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Schauspieler John Hurt ist tot: Filme wie "Der Elefantenmensch", "Alien" und Harry Potters Ollivander bleiben

Harry Potters Ollivander: Schauspieler John Hurt ist tot
Harry Potters Ollivander: Schauspieler John Hurt ist tot. Warner Pictures

Die britische Kino-Legende Sir John Hurt ist tot. Der Schauspieler erlag in den frühen Morgenstunden dem Bauchspeicheldrüsenkrebs. Er wurde 77 Jahre alt.

Schauspieler Sir John Hurt ist verstorben.
Schauspieler Sir John Hurt ist verstorben. Foto: Getty Images
 

Oscar-Nominierungen für „Der Elefantenmensch“ und "Midnight Express"

Es ist vor allem David Lynchs Film „Der Elefantenmensch“, für den viele Kinobesucher John Hurt in Erinnerung behalten werden. 1981 erhielt er für die Rolle des John Merrick sogar eine Oscarnominierung als bester Hauptdarsteller. Bereits 1979 war er für die Rolle eines Drogenabhängigen in „Midnight Express“ für den Academy Award nominiert worden, erhielt für diese Darstellung immerhin den Golden Globe als bester Nebendarsteller.

„Von Zeit zu Zeit tauche ich in Los Angeles auf, um Filme mit einem großen Budget zu machen, damit ich die Filme mit kleinem Budget machen kann“, sagte Hurt einst.

 

John Hurt war Garrick Ollivander in "Harry Potter"

Vor allem die  jüngere Generation kannte Hurt aus den „Harry Potter“-Filmen. Er spielte den Zauberstab-Ladenbesitzer als Garrick Ollivander aus der Winkelgasseneben jungen Stars wie Emma Watson und Daniel Radcliffe. Erst vor rund einem Jahr war Alan Rickman, der den Professor Snape gab, an Krebs verstorben. 2002 war Richard Harris, der Dumbledore verkörperte, der erste Star der Filmreihe, der von uns ging. In den weiteren Teilen ersetzte ihn Michael GambonTerence Bayler, der den Geist des Blutbarons spielte, starb im vergangenen Herbst.

Allen voran trauert Autorin J.K. RowlingBonnie Wright, die in den Filmen als Ginny Weasley zu sehen war, würdigte Hurt als Schauspieler-Legende.

Im Video seht ihr, welche anderen Potter-Darsteller bereits verstorben sind:

 

Die Potter-Welt trauert auf den sozialen Netzwerken:

 

Kino-Legende: John Hurt drehte 40 Filme

In seiner langen Karriere wirkte John Hurt in rund 40 Filmen mit, viele davon schrieben Kinogeschichte, so auch „Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt“ (1979: John Hurt als Gilbert Ward Kane neben Sigourney Weaver) und  „Jim Jarmuschs „Dead Man“. 2008 war er im letzten Teil der Indy-Saga, „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“, neben Harrison Ford zu sehen. 

 

John Hurt hatte keine Angst vor dem Tod

„Ich hoffe, ich werde den Mut haben, zu sagen: Wrooom! Los geht's! Lass uns zu anderen Molekülen werden“, äußerte er sich vor zwei Jahren über den Tod. Er könne nicht sagen, dass ihm die Sterblichkeit Sorgen bereite,  „aber es ist unmöglich, mein Alter zu erreichen und nicht ein bisschen darüber nachzudenken. Wir alle vergehen und sitzen nur sehr kurz auf unserem Stuhl.“ 

Er sah der Zukunft überhaupt immer positiv entgegen, schaute nicht gern zurück, schon gar nicht in Reue. „Ich habe einigen Schrott gemacht. Das kann man nicht bereuen; es gibt immer einen Grund, etwas zu machen, selbst wenn es nur der Drehort ist“, erklärte Hurt in einem Interview.

 

Kinostart "Jackie": John Hurts letzte Rolle als Priester Richard McSorley

Der Bauchspeichelkrebs war bereits 2015 festgestellt worden, galt allerdings als besiegt, wie ihr hier lest. Zuletzt stand John Hurt mit Natalie Portman für die Oscar-nominierte Biografie "Jackie" vor der Kamera. Er spielte den Jesuiten Richard McSorley, der zum engen Vertrauten der Kennedy-Witwe in schweren Zeiten werden sollte. Der Film kam nur einen Tag vor seinem Tod am 27. Januar 2017 in die deutschen Kinos.

 

Hollywood reagiert auf John Hurts Tod

In der Nacht von Freitag auf Samstag bekundeten bereits zahlreiche Kollegen aus der Filmbranche ihre tiefe Betroffenheit. Viele betonten nicht nur seine Strahlkraft als Schauspieler, sondern stellten auch John Hurts große Menschlichkeit heraus.

 

"Sehr traurig zu hören, dass John Hurt von uns gegangen ist", schrieb Elijah Wood auf Twitter, "Es war so eine Ehre, Ihre Arbeit sehen zu dürfen, Sir". Kiefer Sutherland sprach den Hinterbliebenen sein Beileid aus und bezeichnete Hurt in einem Tweet als engen Freund. Mel Brooks betonte das unglaubliche Talent des Verstorbenen. "Wir werden ihn sehr vermissen."

Sharon Stone trauert...

... ebenso wie Chris Evans...

... oder Stephen Colbert:

Auch wir werden den Schauspieler auf der Kinoleinwand vermissen. Ruhe in Frieden.

 

 

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