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"Das literarische Quartett": Hellmuth Karasek ist tot!

Schock für die Literatur-Welt und Fans der ZDF-Sendung "Das Literarische Quartett": Am gestrigen Dienstag ist Hellmuth Karasek mit 81 Jahren in seinem Hamburger Haus verstorben.

Hellmuth Karasek gestorben
Hellmuth Karasek gehörte zum "Literarischen Quartett" /Getty Images

Sein unfassbar großes Wissen, seine unnachahmbare Wortgewandtheit und sein feiner Humor machten Hellmuth Karasek so wertvoll und beliebt im "Literarischen Quartett". Er gehörte in all den 12 Jahren, die die Sendung vom ZDF ausgestrahlt wurde, neben Marcel Reich-Ranicki zur Kritiker-Runde.

Karasek hatte sich in seiner Branche allerdings schon Jahrzehnte vorher einen Namen gemacht. Er fing bei der "Stuttgarter Zeitung" an, arbeitete dann als Theaterkritiker der "Zeit". 20 Jahre lang leitete er das Kulturressort des "Spiegels" und war Mitherausgeber des "Tagesspiegels". 2004 wechselte er zum Axel-Springer-Verlag, schrieb für "Die Welt" und "Bild". In den letzten Jahren war Hellmuth Karasek ebenfalls öfter als schlauer Kopf in Quiz-Shows und Talk-Runden zu Gast. Diese Auftritte im Unterhaltungssegment der TV-Landschaft mochten seine persönlichen Kritiker nicht, der Profi-Kritiker fand allerdings nichts Schlimmes daran. "Das Fernsehen hat mein Leben am meisten verändert", sagte Karasek einmal.

Bei seinem letzten großen Auftritt in der Öffentlichkeit bewies Hellmuth Karasek wieder einmal seinen Sinn für Humor. In einem Werbespot für Ikea rezensierte er den aktuellen Katalog der Einrichtungskette. 

Und so nehmen wir Abschied von einem der schlauesten Köpfe, die es im deutschen TV gab. Mit den Worten, die einst Marcel Reich-Ranicki am Ende jeder Ausgabe des "Literarischen Quartetts" nutzte: "Und so sehen wir betroffen, den Vorhang zu und alle Fragen offen".



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