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Daniel Küblböck: Vater lässt ihn für tot erklären - Nun kann das Erbe geregelt werden

Daniel KüblböckWird ein Vermisster offiziell für tot erklärt, kann seine Familie versuchen, Frieden zu finden. Diesen Schritt geht nun auch Vater Günther Küblböck.

Daniel Küblböck
Daniel Küblböck wird seit genau einem halben Jahr vermisst. Ab heute kann er offiziell für tot erklärt werden. Quelle: Sascha Steinbach/Getty Images

10.03.2019

Update: Laut der "Bild"-Zeitung möchte Daniel Küblböcks Vater Günther nun genau diesen Schritt gehen. "Ich werde ihn für tot erklären lassen. Wir müssen irgendwann diesen Schritt gehen, weil es abgeschlossen werden muss", soll er erklärt haben.

Nach der Abwicklung des "Aufgebotsverfahren" beim Amtsgericht des Wohnorts des Vermissten können sich Angehörige um Belange wie die Kündigung laufender Verträgen oder das Erbe kümmern. Dies wünsche sich auch die Familie Küblböcks.

09.03.2019 | 05:59

 

Daniel Küblböck: Endgültige Antwort auf die Frage nach seinem Tod | Ab Samstag, dem 09. März kann er für tot erklärt werden

Am 9. September sprang Daniel Küblböck von der AIDA. Ob Küblböck tot ist, blieb bislang offen. Ab heute kann der Sänger offiziell für tot erklärt werden. 

Fans und Familie des Sängers Daniel Küblböck hoffen noch immer auf ein Wunder. Genau sechs Monate ist es nun her, dass der 33-Jährige mit seinem Verschwinden von Bord des Kreuzfahrschiffs AIDA Luna für Schlagzeilen und Bestürzen sorgte.

Dramatischen Aufnahmen der Überwachungskamera des Urlaubs-Kreuzers haben mittlerweile die Vermutung bestätigt, dass Küblböck in die Tiefe sprang.

Trotz intensiver Bemühungen durch die Rettungskräfte bleibt der junge Mann bis heute vermisst. Die Suche wurde auf Grund der kalten Wassertemperatur zwar nach wenigen Tagen eingestellt, doch nach Angaben von „DerWesten“ sind alle Kapitäne, die im Gebiet von Küblböcks Verschwinden unterwegs sind, bis heute angehalten, nach dem Sänger Ausschau zu halten.

Obwohl es leider unrealistisch erscheint, dass Küblböck noch am Leben ist, wünscht sich seine Familie natürlich nichts sehnsüchtiger, als dass er zu ihnen zurückkehrt. Eine Trauerfeier für den 33-Jährigen gab es daher bislang noch nicht. „Einen Grabstein wird es auf keinen Fall geben“, erklärte Günther Küblböck, der Vater des Verschwundenen, vor einigen Monaten gegenüber "Bunte". „Ein Grab ohne die Person, um die es geht, wollen wir nicht. Daniel ist in unseren Herzen, in unserem Haus stehen überall Bilder von ihm."

 

Wann wird Daniel Küblböck offiziell für tot erklärt?

Das könnte sich ab heute ändern, denn das „Verschollenengesetz“ regelt klar und deutlich, wann ein Vermisster offiziell für tot erklärt wird.

Darin heißt es: „Wer bei einer Fahrt auf See, insbesondere infolge Untergangs des Schiffes, verschollen ist, kann für tot erklärt werden, wenn seit dem Untergang des Schiffes oder dem sonstigen die Verschollenheit begründenden Ereignis sechs Monate verstrichen sind.“

„Rundschau-Online.de“ sprach mit Rechtsanwalt Markus Mingers von der Kanzlei Mingers und Kreuzer über die Bedeutung dieses Gesetzes. Die Art des Verschwindens sei bei der rechtlichen Klärung, ab wann ein vermisster Mensch als tot gelte, essenziell, so Mingers. Im Fall von Unfällen sei die Frist besonders gering, so der Rechtsanwalt weiter. Bei einem Flugzeugunglück könne ein verschollener Mensch beispielsweise nach drei Monaten für tot erklärt werden, bei Seereisenden liege die Frist bei einem halben Jahr.

Für eine Todeserklärung muss also zum einen „die bereits genannte Frist eingehalten werden. Des Weiteren lassen fehlende Nachricht beziehungsweise fehlende Informationen über das Schicksal der Person, falls diese zu erwarten waren, eine Todesvermutung zu“.

All das trifft leider auf Daniel Küblböck zu. Der Entschluss, ob der Sänger und angehende Schauspieler nun also für tot erklärt wird, liegt jedoch – wie aus Mingers Aussagen hervorgeht - bei seinen Angehörigen. Ein entsprechender Antrag kann ab heute beim Amtsgericht einreicht werden. Doch wer ist dazu befugt? „Dies sind zunächst einmal nahe Angehörige, wie beispielsweise Ehegatten, Lebenspartner, Kinder und Eltern des Verschollenen“, erklärt Minger. Auch die Staatsanwaltschaft kann den Antrag stellen.

 

Warum sollte Daniel Küblböcks Familie ihn für tot erklären lassen?

Es ist schwer vollstellbar, was Familien und Freunde vermisster Menschen durchstehen müssen. Die offizielle Todeserklärung lindert zwar sicher nicht den Schmerz und die Trauer, kann Angehörigen jedoch bei der Verarbeitung des Geschehenen helfen und dazu beitragen, dass Angehörige und Freunde ein Stück weit Frieden finden. „Neben der psychischen Belastung der Ungewissheit ist eine Todeserklärung auch erbschaftlich von großer Bedeutung“, so Mingers.

Erbschaftsbelange, Lebensversicherungen, all das kann also erst geregelt werden, nachdem eine vermisste Person offiziell für tot erklärt wurde.

Ob Daniel Küblböcks Vater Günther Küblböck nun den schweren Gang aufs Amt auf sich nimmt, ist unklar.

Hinweis der Redaktion:

Wenn Sie selbst unter Stimmungsschwankungen, Depressionen oder Selbstmordgedanken leiden oder jemanden kennen, der daran leidet, suchen Sie das Gespräch mit ihren Mitmenschen oder lassen Sie sich von der Telefonseelsorge helfen. Sie erreichen sie telefonisch unter 0800/111-0-111 und 0800/111-0-222 oder im Internet auf www.telefonseelsorge.de. Die Beratung ist anonym und kostenfrei, Anrufe werden nicht auf der Telefonrechnung vermerkt.

 
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