Kino

Daniel Craig: "Austin Powers hat Bond-Humor ruiniert"

Auch in "Skyfall" versteht James Bond keinen Spaß. Daniel Craig verrät, warum: "Goldständer" Mike Myers ist schuld.

Seit Daniel Craig die Lizenz zu töten besitzt, ist die Bond-Reihe ernsthafter geworden. Gar humorlos, sagen viele, und tatsächlich werden auch in Craigs drittem Einsatz "Skyfall" wenig Selbstironie und Schäkereien zu finden sein. Das war nie so geplant, sondern wurde mit breitem Grinsen erzwungen. Daniel Craig enthüllte nun den Schurken, der James Bond die lockeren Sprüche raubte: ""Austin Powers" hat es ruiniert. Die Mike Myers-Parodien haben uns jeden Witz versaut." Bei den Vorbereitungen zu "Casino Royale" verging James Bond das Lachen, so Craig weiter, denn es sollte kein Klamauk-Wettbewerb zwischen 007 und Austin Powers entstehen: "Wir waren in einer Situation, in der man es nicht weiter in die Höhe treiben konnte. Es war ohnedies schon so postmodern geworden, dass es schon nicht mehr lustig war."

 

007 will seinen schwarzen Humor zurück

Dennoch glaubt der 44-jährige Superstar fest daran, dass ein gewisser Sinn für Humor für Bond wichtig war, um über mittlerweile fünf Jahrzehnte im Kino erfolgreich zu sein: "Das fantastische an den Bond-Geschichten ist doch, dass es immer eine gewisse Düsternis gab, aber eine mit Sinn für Humor. Schwarzer Humor. Das wurde bewahrt, auch wenn wenn es für eine Weile verloren gegangen ist. Bei Bond No. 23, "Skyfall", saß "American Beauty"-Macher Sam Mendes im Regiestuhl. Wie Daniel Craig gegenüber dem 'Esquire' gestand, war dessen Engagement seine Idee: "Das ist eine lustige Geschichte. Ich war in New York bei Hugh Jackman zu Gast. Es war eine Soiree, wir hatten gemeinsam gespielt, und auch Sam Mendes war da", erzählt Craig. "Ich hatte ein paar Drinks zu viel und meinte zu ihm 'Hast du Bock, einen Bond zu inszenieren?' und er meinte 'Yeah'. Und dann ging plötzlich alles ganz schnell." "Skyfall" kommt am 1. November in unsere Kinos.



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