Fernsehen

„Curvy Supermodel“, Staffel 3 | Ex-Bachelor Jan Kralitschka über die Definition von „Kurvig“

Demnächst startet die 3. Staffel der RTL II-Casting-Show für Plus-Size-Models, „Curvy Supermodel“. Model und Ex-Bachelor Jan Kralitschka ist Juror und hat uns ein Interview gegeben.

Jan Kralitschka bei Curvy Supermodel
Jan Kralitschka sitzt um ersten Mal in der "Curvy Supermodel"-Jury. Foto: RTLII

Was qualifiziert dich neben deiner eigenen Model-Erfahrung als Jury-Mitglied und Experte in Sachen Mode und Beauty?

Jan Kralitschka: Ich bin aufgrund meiner langjährigen Erfahrung als klassisches Männermodel ein Teil der Jury. Ich habe mich geehrt gefühlt und musste mich zum ersten Mal intensiv mit den Anforderungen an Models auseinandersetzen. Das hat mir Spaß gemacht. Jeder kann Schönheit oder Symmetrie im Gesicht einer Person erkennen, aber die Einstellung zur Sache ist entscheidend. Selbstbewusstsein, sich wohlzufühlen im Foto-Set, das ist wichtig, um Mode und Produkte gut zu präsentieren. Genau darin liegt meine Expertise. Vor allem konnte ich mit den Kandidatinnen an ihrem Selbstbewusstsein arbeiten. Viele Frauen wissen gar nicht, wie hübsch sie sind, weil man ihnen eingeredet hat, dass sie mit ein paar Pfunden mehr kein Recht haben, sich sexy zu fühlen.

Mich würde die Definition von „curvy“ interessieren. Welche Voraussetzungen muss man eigentlich erfüllen, um als Curvy-Model zu arbeiten?

Kralitschka: Curvy heißt nicht, dass jeder, der etwas kräftiger ist, sofort als Model arbeiten kann. Es kommt auf die Kurven an den richtigen Stellen an. Das Thema Sport ist dabei wichtig. Die Proportionen müssen einfach stimmen. Die Konfektionsgrößen müssen in sich schlüssig sein und die Models optisch ansprechend.

 

Würdest du die Kandidatinnen Pia und Sarah  aus der letzten Staffel von „Germany's Next Topmodel“ als „curvy“ bezeichnen?

Kralitschka: Ich habe esam Rande mitbekommen, dass bei GNTM auch kurvigere Frauen starten. Dass nun auch Heidi Klum Curvy-Models in der Show hat, spiegelt einen Trend wider. Ich finde es gut, dass dort nicht mehr nur Size Zero-Mädels eine Chance bekommen. Ich freue mich, dass der Curvy-Trend nun auch in Deutschland immer stärker wird. Amerika ist uns als Vorreiter ja immer ein paar Jahre voraus. Der Curvy-Model-Markt ist in den USA extrem gewachsen und auch in Deutschland gibt es mittlerweile Agenturen mit guten Plus-Size-Models. Stichwort Pia – sagen wir mal so: Bei uns gibt es mehr Kurven zu sehen. Es gibt keine festgeschriebene Konfektionsgröße für Curvy-Models. Alles zwischen Größe 40 und 44 kommt erstmal in Frage. Aber bei uns gibt es definitiv Kurven zu sehen!

Ich würde mich für dein Frauenbild und dein Schönheitsideal im Allgemeinen interessieren. Alissa Harouat und Ann-Kristin Brücker entsprechen ja eher einem klassischen Schönheitsideal, heißt: Sie sind schlank...

Kralitschka: Es klingt langweilig, aber ich meine es ernst: Mir geht es um die Ausstrahlung. Ich kann Männer nicht verstehen, die sagen, sie stehen nur auf Blondinen oder Frauen mit schwarzen Locken oder so einen Quatsch. Vielleicht ändert es sich auch mit dem Alter, dass man eine tolle Ausstrahlung immer anziehender findet. Es ist eine Frage des Selbstbewusstseins. Ich arbeite teilweise mit wunderschönen Model-Kolleginnen, die mich aber nicht interessieren, wenn sie ständig vorm Spiegel hängen, weil sie sich selbst so unwiderstehlich finden. Ich mag gestandene Frauen, die lebensbejahend sind und Lebensfreude verkörpern.

Was war das Highlight der Zusammenarbeit mit Angelina Kirsch, Jana Ina Zarrella und Oliver Tienken? Kanntet ihr euch bereits?

Kralitschka: Mittlerweile kennen wir uns recht gut. Wir sind eine gute Mischung. Jeder hat einen anderen 'Angle'. Angelina Kirsch ist das erfolgreichste deutsche Curvy-Model und Jana Ina hat selbst schon jahrelange Erfahrung in Sachen Modeln gesammelt. Auch Oliver arbeitet schon lange als Model und ist ein Catwalk-Profi. Wir haben uns super verstanden. Natürlich gab es auch Meinungsverschiedenheiten. Aber wir hatten fruchtbare Diskussionen. Einen Chef gab es in der Jury-Truppe nicht. Wir waren alle vier gleichberechtigt. Sich zu einigen hing also einzig und allein von der Überzeugungsarbeit jedes Einzelnen ab.

Warum sollte man die neue Staffel von „Curvy Supermodel“ einschalten, was ist neu?

Kralitschka: Wer emotionale Momente erleben will, die authentisch und ehrlich sind, sollte einschalten! Wir haben uns alle gegenseitig – sowohl die Juroren als auch die Kandidaten, respektvoll behandelt und hatten viel Spaß zusammen. Allein die unterschiedlichen 'Competitions' und der Versuch, das vielseitigste Model zu finden, sind sehenswert. Die Zuschauer werden bei jeder Folge erstaunt sein, wie viel wir aus den Models rausgeholt haben. Ein besonderes Highlight ist das Umstyling. Es ist wirklich spannend zu sehen, was das mit den Mädels macht - nicht nur äußerlich, sondern vor allem innerlich. Im Verlauf der Zeit haben viele eine wirklich große Verwandlung hingelegt.

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