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Clooney zeigt Obama seine "Monuments Men"

Clooney zeigt Obama seine "Monuments Men"
Clooney zeigt Obama seine "Monuments Men" (Kurt Krieger/Official White House Photo) Kurt Krieger/Official White House Photo

Eigentlich ist das Weiße Haus filmfreie Zone. Aber für geldige Freunde, macht mal schon mal eine Ausnahme.

Es ist erst einige Monate her. Da beschloss Präsident Obama, dass Filmvorführungen im Weißen Haus - bislang eine Ehre für besonders wertvolle Werke - nicht länger erwünscht seien. Der Grund: Es hatte Ärger gegeben. Nachdem vergangenes Jahr "Lincoln" im Amtssitz des Präsidenten gezeigt wurde, waren findige Marketing-Strategen darauf gekommen, diese aufmerksamkeitsstarken Vorführungen für ihre Zwecke einzuspannen und hatten die Regierung mit entsprechenden Anfragen förmlich überschwemmt. Zum besseren Werbeträger - und zudem zur Schachfigur beim Kampf um die Oscar-Rennen - wollte sich Barack Obama jedoch nicht machen lassen. Daraufhin wurden die Vorführungen erst einmal generell ausgesetzt, unter anderem zum Leidwesen von "12 Years a Slave" samt Besetzung, denen eine solche daraufhin versagt blieb. Aber keine Regel ohne Ausnahme - und die hört in Washington auf den Namen George Clooney. Der bekennende Obama-Freund hat für sein aktuelles Werk "Monuments Men" glatt eine Sondererlaubnis erhalten: Er darf die Geschichte um eine Spezialeinheit, die Kunstschätze aus den Klauen der Nazis retten soll, tatsächlich seinem Landesvater vorführen.

 

Money öffnet Türen - auch ins Weiße Haus

Die Ehre wird ihm aber weniger aus staatsmännischer Liebe zur Schauspielerei gewährt. Sie hängt eher mit der Tatsache zusammen, dass Clooney als Gastgeber einer Spenden-Gala tatkräftig geholfen hatte, satte 15 Millionen Dollar für die Wiederwahl von Barack Obama einzusammeln. Und für solche Summen kann man sich schon mal einen netten Kinoabend im Weißen Haus gönnen. Ob Co-Star Matt Damon mit von der Partie sein wird, ist nicht bekannt. Zwar gehört es zum guten Ton, dass sich bei solchen Vorführungen auch die Darsteller blicken lassen. Matt Damon selbst aber hatte seinen Präsidenten vor der Wahl scharf und ziemlich laut kritisiert. Und wenn man sich gemeinsam einen Film ansieht, dann doch eher mit Freunden. Und solche werden der Politiker und der Schauspieler vermutlich nicht mehr.



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