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Chefdesigner Mark Rosewater: "Magic-Spieler verhalten sich immer gleich" | MtG Arena

Der Chefdesigner von "Magic the Gathering", Mark Rosewater, im Interview über "MtG Arena" und das neue Set "Zendikars Erneuerung".

MtG Arena | Zendikars Erneuerung: Die besten weißen, mehrfarbigen und Artefakt-Karten
"Zendikars Erneuerung" ist die aktuellste Erweiterung des Sammelkarten-Spiels "Magic the Gathering". Foto: Wizards of the Coast / Hasbro

„Magic the Gathering“ ist das wohl beliebteste Sammelkartenspiel. Und auch die Game-Version, „Arena“ hat eine immer weiter steigende Spielerschaft. Wir haben Chef-Designer Mark Rosewater zu dem Spiel und der neuesten Erweiterung, „Zendikars Erneuerung“ einige Fragen gestellt. Was der beste Weg ist, um mit „Magic“ anzufangen, was das beliebteste Format ist und wie „Arena“ neue Karten beeinflusst, lest ihr im folgenden Interview.

TVMovie.de: Viele unserer Leser haben vermutlich nie von „Magic the Gathering“ gehört oder wissen nicht, was es genau ist. Wie beschreiben Sie das Spiel diesen Menschen?

Mark Rosewater: „Magic“ ist ein Sammelkartenspiel. Man öffnet Packungen mit zufälligen Karten und baut sich ein Deck aus denen, die man gerne benutzt. Die beiden häufigsten Arten zu spielen beinhalten 60 oder 100 Karten pro Deck. Im Grunde genommen spielt man einen mächtigen Magier oder Magierin und die Karten repräsentieren eure Zaubersprüche. Du und die anderen Spieler tragen ein Zauber-Duell aus. In seinem Kern ist „Magic“ ein Strategie-Spiel, aber da es so viele verschiedene Karten gibt, können die Spieler ganz von selbst bestimmen, wie sie spielen wollen.

TVMovie.de: Sehr lange gab es zu jedem Set zwei sogenannte Planeswalker-Decks, um neue Spieler heranzuführen. Das wurde nun mit „Zendikars Erneuerung“ geändert zu zwei Commander-Decks. Woran liegt das?

Rosewater: Da das Format Commander immer beliebter wird, wollten wir so versuchen, neue Spieler für uns zu gewinnen.

TVMovie.de: Was ist denn ihrer Meinung nach für diese neuen Spieler der einfachste Weg, um „Magic“ zu lernen?

Rosewater: Ich würde „Magic the Gathering Arena“ empfehlen, die digitale Version des Spiels. Man kann es umsonst anfangen und hat ein tolles Tutorial, um den Spielern das wichtigste beizubringen.

TVMovie.de: Lassen Sie uns über „Zendikars Erneuerung“ reden. Zendikar selbst scheint eine der Lieblingswelten vieler Spieler zu sein. Aber was waren andere Gründe dafür, eben dieser Welt einen erneuten Besuch abzustatten?

Rosewater: Zendikar ist einfach eine coole Welt. Sie hat eine starke mechanische Identität – mit dem Kartentyp „Land“ wird viel gespielt – und einen starken eigenen Flair, der mit den typischen Abenteurer-Stereotypen spielt. Wir haben immer Spaß, „Zendikar“-Karten zu designen und die Spieler haben Spaß dran, sie zu spielen.

TVMovie.de: Wie sie bereits erwähnt haben fällt auf, dass Länder eine wichtige Rolle spielen. Die Fähigkeit „Landung“ ist häufig vertreten, außerdem gibt es doppelseitige Karten, die sowohl als Zaubersprüche wie auch als Land zu gebrauchen sind. Warum wurde da so stark der Fokus drauf gelegt?

Rosewater: Zendikar ist überhaupt nur entstanden, weil ich ich ein Set haben wollte, was sich in seinen Mechaniken auf Länder konzentriert. Als ich dies das erste Mal vorgeschlagen habe, waren viele skeptisch. Aber am Ende durfte ich es machen und es war ein großer Erfolg bei den Spielern. Das Abenteuer-Thema ist dann organisch daraus entstanden. Also ist es eher so, dass wir die Welt für die Länder-Mechaniken wählen und nicht die Mechaniken für die Welt.

TVMovie.de: Die Abentuerergruppe-Mechanik scheint von den typischen Fantasy-Settings und vor allem „Dungeons & Dragons“ inspiriert zu sein. Da es im nächsten Jahr ja ein Crossover zwischen „Magic" und dieser Marke gibt: Wurde „Zendikars Erneuerung“ als eine Art Testballon dafür benutzt?

Rosewater: Witzigerweise ist es genau anders herum. Als wir uns an das Design für „Zendikars Erneuerung“ setzten, gab es diese Kooperation noch gar nicht. Aber die Abenteurergruppen-Mechanik wurde so positiv aufgefasst, dass wir bestärkt wurden, ein „Dungeons & Dragons“-Set zu machen. Es wurde uns angeboten, die Mechanik erst da einzusetzen. Wir haben uns aber entschieden, sie für Zendikars Erneuerung zu behalten.

TVMovie.de: Da Sie gerade vom Design sprechen: Haben die Daten aus „Arena“ darauf irgendeinen Einfluss?

Rosewater: Wir kriegen von vielen unterschiedlichen Orten Daten, so auch aus „Arena“. Groß etwas anderes sagen sie aber nicht aus. „Magic“-Spieler verhalten sich immer gleich, egal, in welchem Medium sie spielen

TVMovie.de: Zum Abschluss: Worauf freuen sie sich am meisten im Bezug auf „Magic“ im nächsten Jahr?

Rosewater: Ich habe das Design für „Strixhaven“, einer neuen Erweiterung um eine Zauberschule, geleitet. Das ist ein weiteres Set, was ich bereits seit langem machen wollte, deswegen freue ich mich, dass es geklappt hat. Und ich bin wirklich zufrieden, wie gut es am Ende geworden ist.

TVMovie.de: Vielen Dank für das Interview.

 


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