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Charlize Theron im TV Movie Online-Interview: "Chris Hemsworth hat eine Vagina!"

Sie sind schön, sie sind erfolgreich und sie sind unglaublich lustig: Charlize Theron und Emily Blunt überraschen im Interview mit pikanten Enthüllungen. TV Movie Online-Redakteurin Laura Schäfer traf zwei warmherzige und erfrischend ehrliche Hollywood-Stars. Nur der Hemsworth-Kommentar war wohl ein Witz...

Charlize Theron, Emily Blunt, Chris Hemsworth
Immer gute Laune: Charlize Theron, Emily Blunt und Chris Hemsworth beim Fototermin in Hamburg /Picture Alliance

Man könnte eingeschüchtert sein von ihrem Erfolg und ihrer Schönheit, doch in unserem Interview waren Charlize Theron und Emily Blunt einfach nur zwei ganz normale Freundinnen, die völlig losgelöst kicherten und über Jungs lästerten. Leidtragender war Chris Hemsworth, der mit den zwei Beautys im neuen Kino-Epos „The Huntsman & The Ice Queen“ zu sehen ist. „Chris macht gerade seinen Schönheitsschlaf“, erklärt Emily Blunt seine Abwesenheit mit einem frechen Grinsen. Es fallen ein paar Witze über Waxing in der männlichen Intimzone, bis Charlize Theron mit blitzenden Augen den Spruch des Tages raushaut: „Chris hat eigentlich eine Vagina!“, verkündet sie. Laut prustend bricht Emily Blunt in Lachen aus. Solch einen derben Scherz musste sich der „Sexiest Man Alive 2014" vermutlich noch nie gefallen lassen, aber es zeigt nur, welch freundschaftliches Verhältnis zwischen den Superstars besteht.

 

Charlize Theron & Emily Blunt: Zwei, die sich verstehen

Von der ersten Minute an ist zu spüren, da sitzen zwei Frauen, die sich richtig gut leiden können. Das bestätigt auch die Südafrikanerin Charlize: „Man weiß ja nie, wie jemand arbeitet, wenn man zum Set kommt. Innerhalb von fünf Minuten hatten Emily und ich eine tolle Verbindung!“ Man nimmt es ihnen ab. Immer wieder gucken sie sich an, lachen zusammen, bestärken einander. Ob es vielleicht auch daran liegt, dass beide Mütter sind?

Emily Blunt hat bereits die zweijährige Hazel mit Ehemann John Krasinski und erwartet gerade ihr zweites Kind. Die 40-jährige Theron hat zwei Adoptivkinder, den vierjährigen Jackson und die neunmonatige August. Erst durch sie hat die schöne Blondine Märchen kennen gelernt. In ihrer südafrikanischen Heimat habe es zwar traditionelle Mythen und Sagen gegeben, aber keines der Märchen von den Brüdern Grimm oder Hans Christian Andersen. Allerdings gibt es da einen gravierenden Unterschied, wenn man Märchen erst im Erwachsenenalter liest: „Sie machen keinen Sinn!“, erklärt sie unverblümt. Sie seien teilweise so merkwürdig, dass sie beim Vorlesen stoppe und ihrem Sohn erkläre, dass die Geschichte gerade keinen Sinn ergebe.

 

Charlize Theron: „Filme sind wie Kinder!“

In Hollywood macht scheinbar nur Sinn, was viel Geld bringt. Jede Woche werden die Erträge an den Kinokassen aufgelistet und Misserfolge fast größer verkündet, als Erfolge. Charlize Theron hat schon beides erlebt: Der Comedy-Western „A Million Ways to Die in the West“ schnitt sowohl bei Kritikern, als auch bei den Ticketverkäufen mies ab. Überraschend grandios lief dagegen der Action-Kracher „Mad Max: Fury Road“. Doch davon lässt sie sich nicht beeinflussen. „Manchmal weiß man schon vorher, dass ein Film nicht die Masse ansprechen wird. Trotzdem haben sie etwas an sich, das ich erkunden möchte. Es macht mir nichts aus, wenn diese Filme nur von fünf Leuten gesehen werden. In diesem Moment liebe ich die Geschichte und will sie erzählen.“

2004 gewann die schöne 40-Jährige mit dem Traumkörper den Oscar als „Beste Hauptdarstellerin“ für „Monster“. Ihre Rollen kann sie sich seitdem aussuchen und die Wahl ist ihr unheimlich wichtig, denn: „Filme sind wie Kinder!“ So entscheidet sich Charlize Theron nur für die besten Stoffe. „Ich würde mich umbringen, wenn ich einen Film machen würde, der mich nicht herausfordert und der mir nicht Spaß machen würde“, erklärt sie bestimmt. „Es wird so langweilig, denn meistens sitzt du herum und dann sollte es etwas sein, auf das du dich wirklich freust.“

 

Emily Blunt: Schwangerschaft befreite sie von Alkoholiker-Rolle

Auch wenn sie für jede Rolle ihr Herz öffnet und sich völlig hingibt, so begleiten Figuren wie die Serienmörderin Aileen Wournos ("Monster") oder die Evil Queen Ravenna ("Snow White & The Huntsman", "The Huntsman & The Ice Queen") nicht nach dem Dreh. Das war allerdings ein Lernprozess, wie sie gesteht: "Ich erinnere mich daran, dass ich, bevor ich Mutter wurde, zu meinen Hunden nach Hause kam und dachte: 'Ich kann nicht mies drauf sein. Sieh dir nur an, wie sie sich freuen, dass ich da bin. Warum bin ich nur so eine schlecht gelaunte Schlampe? Das verdienen sie nicht.'" Das folgende Gelächter der beiden Stars ist so ansteckend, dass man unweigerlich mitlachen muss.

Emily Blunt ergänzt: "Ich habe in meinem letzten Film eine rasende Alkoholikerin gespielt. Da wurde ich hinterher von jemandem gefragt: 'Es war sicherlich schwierig, diesen Charakter abzustreifen, oder?' Ich meinte nur: 'Nein, ich bin schwanger! Momentan lebe ich kaum noch so...'" Und wieder kichern die berühmten Damen los - herrlich!

 

„The Huntsman & The Ice Queen“: Darum geht‘s

Genauso lustig ging es bestimmt auch am Set ihres neuesten Filmes, „The Huntsman & The Ice Queen“, zu. Der 3D-Film vereint Märchen-Stoff mit actionreichen Szenen und liebevoll komponierten Bildern. Dort lernt der Kinogänger auch die dunklen Seiten der beiden Schauspielerinnen kennen.

Der Film erzählt die Vorgeschichte von „Snow White and the Huntsman“, der 2012 in den Kinos lief: Die böse Königin Ravenna (Theron) regiert mit ihrer Schwester Freya (Blunt) das Königreich. Als diese durch einen schlimmen Verrat alles verliert, woran sie glaubte, errichtet sie weit weg ihr eigenes Reich. Dort gibt es nur ein Gesetz: keine Liebe! Sie lässt Kinder aus ihrem Land kidnappen und bei sich am Hofe zu Huntsman erziehen. Unter ihnen sind Eric (Hemsworth) und Sara (Jessica Chastain), die als Erwachsene gegen Freyas Gebot verstoßen. Als die Königin das erfährt, kommt es zur Jagd auf Leben und Tod.

„The Huntsman & The Ice Queen“ ist ab dem 7. April in den deutschen Kinos zu sehen.

 

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