Kino

Charlie Sheen als erster "Spider-Man"

Hollywoods Bad Boy Charlie Sheen wollte lange vor Tobey Maguire als Spider-Man über die Leinwand schweben. Stattdessen kommt er nun als Parodie seiner selbst ins Kino.

Tobey Maguire feierte Riesenerfolge mit seiner Trilogie und das Remake mit Andrew Garfield bricht ebenfalls Rekorde. Doch der einzig wahre Spider-Man wäre ein anderer gewesen: Charlie Sheen! Das meint zumindest Charlie Sheen. Der exzentrische Star hat nun verraten, dass er lange vor der ersten großen Hollywood-Verfilmung mit Tobey Maguire dem Spinnenhelden verkörpern wollte - beim damaligen Filmriesen Orion: "Ich hatte dort ein Produktions-Büro und habe den Bossen 'Spider-Man' vorgeschlagen", verrät Charlie Sheen. "Doch sie sagten 'Jaja, aber wir glauben einfach nicht, dass Comic-Verfilmungen die Zukunft sind.' Dann sagte ich 'Aber wir reden hier von Spider-Man und ich bin perfekt dafür!' Ich hatte sogar einen Typen an der Hand, der mir die Rechte beschaffen konnte. Doch die Leute vom Studio meinten 'Ne, wir warten da noch…' Die hatten echt keine verdammte Ahnung!" Oder vielleicht gerade doch: Denn Sheen produzierte mit privaten Exzessen, einer unschönen Scheidung und schließlich dem Rauswurf aus seiner Kultserie "Two and a Half Men" samt anschließender öffentlicher Eklats einen Skandal nach dem anderen. Für eine Blockbuster-Produktion in der Größenordnung von "Spider-Man" wäre das eine absolute Katastrophe. Andererseits ging Orion ohnehin pleite, wie Sheen sich nicht süffisant anzumerken verkneifen konnte.

 

Charlie macht als Parodie seiners selbst doppelt Kasse

Kein Wunder, denn Sheen selbst hat sich inzwischen wieder vom Geächteten zum begehrten Erfolgsgaranten hochgearbeitet: Seine neue Sitcom "Anger Management", die in Deutschland demnächst bei Vox läuft, ist ein Riesenerfolg. Der Vertrag wurde eben verlängert, und das gleich um 90 Folgen! Die Serie ist dabei, ähnlich wie "Two And A Half Men", eng am Klischee des echten Charlie Sheen orientiert: Erneut heißt die Hauptfigur Charlie, doch statt des exzessiven Party-Lebensstils steht diesmal Sheens Unbeherrschtheit im Mittelpunkt: Charlie Goodson hat sich als Baseball-Profi vor Ärger auf dem Spielfeld selbst mit dem Schläger eine Verletzung zugefügt, die seine Karriere beendet hat. Nun ist er ausgerechnet als Anti-Aggressions-Therapeut tätig, der aber immer wieder mit der eigenen Unbeherrschtheit zu kämpfen hat. Mit einem ähnlichen Prinzip kommt Charlie Sheen demnächst sogar ins Kino: In "A Glimpse Inside the Mind of Charles Swan III - Ein Blick in die Gedanken von Charles Swan III" heißt der Titelheld also erneut wie Sheen selbst mit Vornamen Charles und auch er ist ein Wesensverwandter. Als erfolgreicher Graphikdesigner und Partytiger wird Charles Swan von seiner Lebensgefährtin verlassen und gerät dadurch in eine schlimme Abwärtsspirale. Dabei steht Sheen mit Bill Murray ein absoluter Superstar zur Seite und Regie führt mit Roman Coppola der Sohn des legendären Francis Ford. Wie mondän der Titelheld lebt, beweisen nun erste Bilder von den Dreharbeiten …



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