Kino

Channing Tatum: "Ich habe früher mit Drogen experimentiert!"

Auf den ersten Blick wirkt Channing Tatum immer fröhlich. Wie einer, der sich selbst nicht allzu ernst nimmt, gerne über seine Stripper-Vergangenheit schmunzelt. War ja nach eigener Aussage auch eine "saukomische Zeit". Doch zum ersten Mal gewährt Hollywoods neuer Golden Boy einen Blick hinter die Fassade.

Channing Tatum Drogen
Channing Tatum packt über seine Vergangenheit aus (Getty Images) Getty Images

Es ist erschreckend, was Channing Tatum jetzt in einem neuen Interview mit dem "Hollywood Reporter" enthüllt: Panikattacke im College, Studium-Abbruch, Stripper-Jobs, Drogen- und Alkoholmissbrauch. Mit seinen gerade einmal 34 Lebensjahren hat der aufsteigende Stern am Schauspiel-Himmel schon in einige tiefe Abgründe geschaut.

Die Probleme begannen, als er den Traum vom Football-Star nach der High School an den Nagel hängen musste. Seine Noten waren zu schlecht, um an dem College angenommen zu werden, wo er hin wollte. Stattdessen landete er an einer anderen Hochschule, wo er sich schon im Laufe des ersten Semesters fehl am Platz fühlte. "Ich dachte nur, 'Wow, das bin nicht ich. Das ist es nicht, was ich machen will. Ich muss ich rauskommen und etwas aus mir machen und ich habe keine Ahnung, was das sein soll.'" Die Selbstzweifel und Zukunftsängste wurden immer schlimmer, bis sie schließlich in einer Panikattacke mitten im Unterricht mündeten. "Ich musste aus dem Kurs gehen, weil ich dachte, 'Ich kann mir nicht vorstellen, das für die nächsten vier Jahre weiter zu machen. Ich kann mir nicht vorstellen, in diesem Kurs zu sitzen oder Zahlen an der Tafel durchzugehen.' Es war ein erstickendes Gefühl von "Das ist es, was ich machen muss. Wo gehe ich  hin? Wohin führt das alles?'"

Nachdem "Chan" sein Studium aufgegeben hatte, wurde er durch eine Radiowerbung aufs Strippen aufmerksam. Unwillkürlich fühlte er sich von dem wilden Leben, das mit dem Strippen einherging, angezogen. Denn so viel Geld, wie Außenstehende vielleicht vermuten würde, habe er nicht verdient. "In einer guten Nacht, 150 Dollar. In einer schlechten Nacht, 70 - sogar 50 manchmal." Doch was Tatum bislang immer in schillernden Farben erzählt hat, hatte letztliche große Schattenseiten. Im Interview erinnert er sich an eine mehr als groteske Begebenheit: "Einmal, als ich gerade einer Frau einen Lap Dance gab, "Die Frau so, 'Oh mein Gott! Schau dich an! Du erinnerst mich an meinen Neffen!' - und grabscht mich an. Es traf mich wie eine Handgranate. Es war wie tick, tick, tick, boom: Sie fasst mir an den Hintern und sagt, 'Du erinnerst mich an meinen Neffen.'"

Vielleicht waren es Vorfälle wie dieser, die Channing Tatum immer wilder werden ließen. Zum ersten Mal gibt der Star aus "22 Jump Street" zu, dass er in dieser Zeit Drogen genommen hat. "Ich würde nicht sagen, dass ich mich in Drogen verloren habe, weil ich sie nicht regelmäßig genommen habe. War einfach am experimentieren." Trotzdem blieb es offensichtlich nicht bei ein, zwei Zügen an einem Joint, Tatum nahm auch Härteres. "Kokain habe ich ein paar Mal genommen [...]. Tricken war wahrscheinlich die größte Sache. Ich habe das Trinken nicht als Problem angesehen. Es war nicht so weit und ich denke immer noch nicht, dass es ein Problem ist. Aber zu dieser Zeit in meinem Leben war es so 'Lasst uns rausgehen und eine gute Zeit haben.'"

Ein Freund sagte dem Magazin über Channing Tatum: "Er hat Dämonen. Sicher, er kann darüber Witze machen, 'Yeah, ich war ein Stripper.' Stopp und denke wirklich über das nach. Stopp und denke darüber, was das ist und es bedeutet und wie du deinen Platz in der Welt siehst. Er ist einfach ein intensiver Typ." Womöglich bringt diese Intensität und seine besonderen Erfahrungen Channing Tatum bis ganz nach oben in den Hollywood-Olymp. Für seine Schauspielleistung in "Foxcatcher" wird Tatum schon jetzt mit leisem Oscargeflüster belohnt.



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