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"Cecelia Ahern: Dich zu lieben": Kai Schumann über das Weiterleben nach Schicksalsschlägen | Interview

"Cecelia Ahern: Dich zu lieben": Kai Schumann über das Weiterleben nach Schicksalsschlägen | Interview
In einer dunklen Phase in ihrem Leben lernt Claire Sean kennen. Foto: ZDF und Patrick Redmond

Romantik und große Gefühle sind beim ZDF-Film "Cecelia Ahern: Dich zu lieben" vorprogrammiert. Wie emotional es für Schauspieler Kai Schumann bei dem Dreharbeiten wurde und was ihn an seiner Rolle gereizt hat, hat er uns im Interview verraten.

 

"Cecelia Ahern: Dich zu lieben": Darum geht es in dem ZDF-Film

Wer Cecelia Aherns Bücher kennt, der weiß: Ohne Taschentücher geht nichts. Die Autorin wurde mit ihrem Buch "P.S.: Ich liebe dich" berühmt - und brach mit der Geschichte von Holly und Gerry Millionen Herzen. Bei der "Cecelia Ahern"-Verfilmung "Dich zu lieben" - die bereits vierte für das ZDF - wird das mit Sicherheit nicht anders sein.

Am 25. November um 20.15 Uhr zeigt der Sender die gleichermaßen romantische wie tragische Geschichte von Claire, Mark und Sean. Nach einem Autounfall verliert Claire (Jessica Ginkel) ihren geliebten Freund Mark (Jens Atzorn). Die Gemälde-Restauratorin versinkt in ihrem Schmerz, bis sie feststellt, dass ihre tote Liebe als Geist zu ihr zurückkehrt, wenn sie ein Porträt von ihm malt.


Zwischen Claire und Sean knistert es. Foto: ZDF und Patrick Redmond

Fortan klammert sich Claire an diese magischen Momente bis Sean (Kai Schumann) in ihr Leben tritt und sie endlich wieder ins Leben zurückholt. Doch auch Sean hat eine dunkle Vergangenheit, denn nach einem schrecklichen Unfall darf nicht mehr als Lehrer arbeiten und steht sogar vor Gericht...

"TV Movie Online"-Redakteurin Constanze Lerch sprach mit Kai Schumann über das Drama um seine Rolle Sean, wie er die Dreharbeiten in Irland erlebt hat, und was er von einer neuen Staffel "Doctor's Diary" hält. 

TV Movie.de: Durch einen Autounfall hat sich das Leben deiner Rolle Sean komplett verändert. Er darf nicht mehr als Lehrer arbeiten und steht vor Gericht. Fiel es dir leicht, der Rollen und ihren Problemen nah zu kommen?

Kai Schumann: Die Auseinandersetzung mit Sean war unheimlich spannend. Jedem von uns kann es theoretisch passieren, dass plötzlich etwas passiert, dass dein komplettes Leben verändert - positiv wie negativ. Wie gehst du damit um, zum Beispiel, wie Sean einen Menschen getötet zu haben. Obwohl es ein Unfall war, an dem Sean keine Schuld trug, wird er dennoch immer mit Schuldgefühlen zu kämpfen haben. Was ist Schuld? Was ist Gerechtigkeit? Das sind große Fragen, die sich da aufwerfen. 

Kannst du nachvollziehen, dass es Claire so schwer fällt, die Vergangenheit hinter sich zu lassen?

Wer könnte das nicht? Weiterleben nach so einem Schicksalsschlag ist eine große Kunst.

Cecelia Ahern ist eine der beliebtesten Autorinnen unserer Zeit. Hattest du während der Dreharbeiten im Hinterkopf, dass mit ihren Namen auch eine große Fanbase mit bestimmten Vorstellungen und Erwartungen verbunden ist?

Nein. Daran habe ich nicht gedacht. Sonst wäre ich wahrscheinlich vor Ehrfurcht erstarrt. Aber es ist natürlich großartig eine solche Fangemeinde jetzt als Zuschauer zu haben. Aber mir fällt da noch ein schöner Spruch ein, der irgendwie gut sowohl zur Frage als auch zu den philosophischen Fragen des Films passt:

Erwartungen sind die besten Voraussetzungen, um enttäuscht zu werden. Das, glaube ich, trifft wohl für alle Lebenslagen zu.

Was hat für dich den Reiz des Films ausgemacht?

Ich war sehr froh wieder unter der Regie von Stefanie Sycholt arbeiten zu können. Ich schätze sie sehr. Sie hat das Kunstmillieu, in dem der Film ja spielt, ganz feinfühlig und interessant eingefangen. Ich bin ja selber zwischen Farbtöpfen und Stoffresten aufgewachsen. Außerdem konnte ich endlich mal mit Jessica Ginkel spielen.

Die Dreharbeiten fanden in Irland statt. Wie war es für dich, dort zu drehen?

Ich liebe Irland. Diese mystische Energie, die dieser Insel innewohnt. Das Herz und die Kraft seiner Bewohner. Diese enorme Schönheit der Landschaft. Das alles hat mich verzaubert.

Du hast bereits sehr unterschiedliche Rollen gespielt – vom Krimi bis zur Liebeskomödie. Zudem standst du diesen Sommer für die Buchverfilmung von „Amokspiel“ als Bösewicht vor der Kamera. Gibt es eine Rolle, die du unbedingt noch einmal spielen wollen würdest?

Ja und „Amokspiel“ wird ja interessanterweise zwei Tage später gezeigt. Kurz hintereinander kann man zwei Männer sehen, die auf ganz unterschiedliche Weise um ihre Liebe kämpfen. Ich würde gerne mal historische Stoffe spielen. Piraten, Musketiere, Widerstandskämpfer im Dritten Reich. Große Dichter, Maler, Politiker. Eine Rolle, ist doch nicht genug für ein Schauspielerleben.  

Viele Fans würden sich eine Rückkehr von „Doctor’s Diary“ wünschen. Könntest du dir vorstellen, noch mal in die Rolle des Mehdi Kaan zu schlüpfen? Was würdest du dir für eine neue Staffel wünschen?

Natürlich könnte ich mir gut vorstellen nochmal als Mehdi zu atmen. Aber vielleicht viel später? Ich fand die Idee immer ganz lustig, dass Gretchen, Marc und Mehdi mal in einer Alters-WG leben.

 
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