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Cary-Hiroyuki Tagawa ist tot: Hollywood trauert um den „Mortal Kombat“-Star

Er war Shang Tsung, Bond-Bösewicht und Serienstar: Cary-Hiroyuki Tagawa ist im Alter von 75 Jahren gestorben. Hollywood und Fans weltweit nehmen Abschied von einer echten Legende.

Cary-Hiroyuki Tagawa bei der National Board of Review Gala im Jahr 2016.
Cary-Hiroyuki Tagawa war noch bis an sein Lebensende sehr aktiv. Foto: IMAGO / UPI Photo

Cary-Hiroyuki Tagawa, bekannt als ikonischer Bösewicht Shang Tsung in der „Mortal Kombat“-Reihe und gefeierter Darsteller in zahlreichen Hollywood-Produktionen, ist tot. Wie sein Management bestätigte, starb Tagawa am Donnerstag in Santa Barbara an den Folgen eines Schlaganfalls. Er wurde 75 Jahre alt.

Vom „Letzten Kaiser“ zum Bond-Bösewicht

Seine Karriere begann Tagawa mit einer Rolle im Oscar-prämierten Epos „Der letzte Kaiser“ von Bernardo Bertolucci. Schon kurz darauf spielte er den Schurken Kwang im James-Bond-Film „Lizenz zum Töten“. Es folgten zahlreiche Film- und Serienauftritte, die ihn zu einem der bekanntesten asiatischen Schauspieler in Hollywood machten.

Unvergessen als Shang Tsung in „Mortal Kombat“

Weltweite Berühmtheit erlangte Tagawa als Shang Tsung im „Mortal Kombat“-Film von 1995. Seine Darstellung des bösen Zauberers prägte die Rolle für eine ganze Generation von Fans. Tagawa kehrte immer wieder ins Franchise zurück – unter anderem in der Serie „Mortal Kombat: Legacy“ (2013) und als Stimme in „Mortal Kombat 11“.

Serienstar mit Kultstatus

Auch im Fernsehen war Tagawa präsent: Er hatte wiederkehrende Rollen in „Nash Bridges“, Gastauftritte in Klassikern wie „Miami Vice“, „Unter der Sonne Kaliforniens“, „Das Model und der Schnüffler“ und „Baywatch“. In Amazons Erfolgsserie „The Man in the High Castle“ spielte er den Handelsminister Nobusuke Tagomi, in „Lost in Space“ auf Netflix war er als Hiroki Watanabe zu sehen.

Vielfältige Filmografie und bleibender Eindruck

Zu seinen weiteren Filmen zählen „Die Wiege der Sonne“, „Schnee, der auf Zedern fällt“, „Pearl Harbor“, „Planet der Affen“ und „Die Geisha“. Trotz seiner vielen Bösewicht-Rollen sah Tagawa darin auch eine Chance. 2007 sagte er dem Honolulu Advertiser:

„Ich hätte garantiert nie die guten Jungs spielen dürfen, wenn ich nicht vorher die Bösen gespielt hätte. Es ist etwas, worauf man stolz sein kann – nicht nur der beste asiatische Bösewicht zu sein, sondern der beste aller Bösewichte.“

Privatleben und Vermächtnis

Cary-Hiroyuki Tagawa wurde in Tokio geboren, seine Mutter war Schauspielerin, sein Vater diente als japanisch-amerikanischer Soldat. Nach der Schule in Los Angeles und dem Studium an der USC entwickelte Tagawa seine eigene Kampfkunst, Chu Shin. Er hinterlässt seine Kinder Calen, Byrnne und Cana sowie zwei Enkelkinder, River und Thea Clayton.

Seine langjährige Managerin Margie Weiner würdigte ihn als „großzügige, nachdenkliche und leidenschaftliche Seele, die wie Familie war“. Hollywood und die Fans weltweit werden Cary-Hiroyuki Tagawa als charismatischen Schauspieler und echten Charakterkopf in Erinnerung behalten.

Quellen

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