Kino

Burtons "Batman" schlägt Nolans "The Dark Knight Rises"

Hollywood feiert Jahr für Jahr neue Rekord-Einspielergebnisse. Tatsächlich sind diese Bestmarken aber oft steigenden Ticketpreisen geschuldet.

1989 landete Tim Burton mit "Batman" einen gigantischen Hit. Der Film wurde zum Popkulturphänomen und startete weltweit die Batmania. Das Fledermaus-Logo war über Monate omnipräsent, in den Innenstädten öffneten Warenhäusern eigens zum Kinostart Batman-Shops. An den amerikanischen Kinokassen spielte Burtons düstere Comic-Verfilmung damals sensationelle 250 Millionen Dollar ein. Eine Zahl, die heute im Vergleich zu "The Dark Knight Rises" verschwindend gering wirkt: Der Abschluss von Christopher Nolans Batman-Trilogie hat bisher alleine in Amerika über 413 Millionen umgesetzt. Ein Blick auf die Zuschauerzahlen offenbart jedoch eine andere Perspektive: Zum jetzigen Zeitpunkt hat "Batman" in Nordamerika 12 Millionen Tickets mehr verkauft. Wie also erklärt sich die Differenz der Einspielergebnisse? Seit 1989 haben sich die Kartenpreise in den Staaten fast verdoppelt. Auch Faktoren wie 3D spielen bei den aktuellen Zahlen eine gewichtige Rolle. Betrachtet man eine inflationsbereinigte Liste der erfolgreichsten Filme, dann findet man einige Überraschungen. So wären in den USA nicht etwa James Camerons "Avatar" und "Titanic" die Rekordhalter, sondern der Klassiker "Vom Winde verweht", dicht gefolgt von "Krieg der Sterne".

 

Zuschauerzahlen statt Einspielergebnisse

Im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten werden Filme in Deutschland traditionell nach den Zuschauerzahlen bewertet. Somit erhält man einen guten Überblick über die wahren Evergreens. Unangefochtener Spitzenreiter ist Disneys "Das Dschungelbuch" mit mehr als 27 Millionen Zuschauern. Auch ein Streifen aus diesem Jahr hat sich schon in den ewigen Top 25 etabliert: "Ziemlich beste Freunde". Und zumindest in hierzulande schickt sich "The Dark Knight Rises" an, der Batman-Film mit den meisten Besuchern zu werden. Auch Peter Jacksons "Der Hobbit: Eine unerwartete Reise" hat gute Chancen, sich weit oben in den All-Time-Charts zu platzieren. Dabei geht der neuseeländische Oscar-Gewinner einen publikumsfreundlichen Weg: Die neue Tolkien-Verfilmung wird in ausgewählten Kinos mit 48 Bildern pro Sekunde statt der üblichen 24 Bilder pro Sekunde gezeigt. Während für technische Neuheiten gerne ein Aufpreis verlangt wird, bestand Jackson darauf, dass für die höhere Bildrate nicht mehr berechnet wird. So möchte er die Zuschauer ermutigen, sich mit der anfangs ungewohnten neuen Optik anzufreunden. Das Ergebnis können Kinobesucher dann ab dem 13. Dezember selbst beurteilen.



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