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"Bully macht Buddy": Endlich wieder Bully!

Perfektes Timing: Sechs Wochen vor Start seines neuen Kinofilms "Buddy" startet Comedy-Ass Michael Herbig bei ProSieben seine neue Sitcom. Thema: sein neuer Film! Ganz schön clever.

Schon draußen wird gelacht, hemmungslos. Dabei gibts gar keinen Grund. Das Studio 9 auf dem Münchner Bavaria Filmgelände ist ein riesiger Betonklotz. Auch im langweilig grauen Vorraum steht nichts, was Spaß macht. Freitag, 19 Uhr – noch über eine Stunde bis zur Aufzeichnung einer Folge der Sitcom "Bully macht Buddy". 180 Erwachsene geben sich aufgeregt wie kleine Kinder vor der Bescherung. 15 Euro kostete sie ein Ticket. „Ist das nicht unglaublich, wie gut die drauf sind?!“ Michael Herbig (45) wirkt aufgekratzt. „In Amerika wird gerne mal Sekt ausgeschenkt, damit die Leute in Stimmung kommen. Bei uns gibts das nicht, bei uns gibts lauwarmes Wasser.“

Weltweit erste Sitcom zum Kinofilm


In "Bully macht Buddy" (ab 18.11., 21.40 Uhr, ProSieben) spielt Herbig sich selbst – und persifliert die Entstehung seiner Kinokomödie "Buddy". Und die wird endlich mal wieder ein echter Bully-Film. Story: Eddie (Alexander Fehling) könnte es kaum besser gehen. Dicke Schlitten, jede Menge Kohle und noch mehr Frauen. Die Firma seines verstorbenen Vaters kommt dagegen viel zu kurz. Die Umsätze sinken schneller als sein Image. Eigentlich könnte ihn jetzt nur himmlische Hilfe retten. Und da tritt Schutzengel Buddy (Michael Herbig) in sein Leben. Dumm nur, dass Eddie der einzige ist, der seinen neuen Kumpel sehen und mit ihm sprechen kann. Pech auch, dass Buddy als Schutzengel ebenso eine Niete ist wie Eddie als Mann. Soweit der Film.

Die Sitcom im Fernsehen greift die Wochen vor dem Filmdreh auf. Bully, verantwortlich auch für die Regie, gerät gewaltig unter Druck. Das Budget wird knapp, trotz Besetzungscouch findet er keine Darsteller. Zu allem Ärger verlässt ihn Freundin Nina (Sandra Koltai). Kurzerhand quartiert Kumpel Rick (Rick Kavanian) Aida (Gisa Flake) bei Bully ein. Programmiertes Chaos!

"Als ich ProSieben vor über einem Jahr die Idee erzählte, war ich platt, wie begeistert alle reagierten", so Herbig. „Und dass ich nach sieben Jahren wieder gemeinsam mit Rick arbeiten kann, treibt den Spaßfaktor weit in die Höhe." „Mit niemanden kann man so viel Quatsch machen und sicher sein, dass es richtig gut wird“, ergänzt Kavanian (42). Steckt denn ein  Funke Wahrheit in der Sitcom-Story? „Schon“, sagt Herbig. „Aber total überzogen. Und nicht ich habe all das erlebt.“

Standing Ovations


20 Uhr: Im Studio johlen sich die Zuschauer bei alten Outtake-Szenen aus „Der Schuh des Manitu“ in Form. Mikros zeichnen auf – falls die Sitcom später Lach-Verstärkung braucht. „Wenn wir gleich aufzeichnen, ist klatschen verboten“, erklärt Bully streng. „Aber ihr dürft lachen, viel und laut.“ Fünf Tage haben sich alle akribisch auf jede Folge vorbereitet. „Wenn man live vor Publikum auftritt, kann und will man die Szenen ja nicht x-fach wiederholen“, erklärt Regisseur Herbig. – Nach knapp zwei Stunden ist eine 25-Minuten-Episode im Kasten. Die Zuschauer feiern Bully und das Team frenetisch mit Standing Ovations. Mehr als sechs Folgen wird es dennoch nicht geben, auch bei Megaerfolg. Denn wenn am 23.12. die letzte Folge von „Bully macht Buddy“ bei ProSieben läuft, sinds nur noch zwei Tage bis zum  Kinostart von „Buddy“. Respekt, besser kann man so etwas nicht planen.

TEXT: Uta Tiedemann


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