Kino

Brad Pitt verteidigt Waffengesetze

Strengere Waffenregulierung? Völliger Unsinn, findet der Star - Sicherheit ist für ihn eine geladene Knarre in der Hand.

In "Mr. & Mrs. Smith" spielt er einen Profikiller, als Anführer der "Inglourious Basterds" will er so viele Nazis wie möglich töten - und auch privat scheint Brad Pitt nicht unbedingt überzeugter Pazifist zu sein: Als glühender Anhänger der ultraliberalen amerikanischen Waffengesetze ist er der festen Meinung, sich nur in einem Land mit bewaffneter Bevölkerung sicher zu fühlen: "Amerika ist auf Waffen gegründet worden. Das ist einfach in unserer DNA. Seltsam - aber ich fühle mich besser mit einer Waffe. Ehrlich. Ohne, dass ich eine Waffe irgendwo versteckt habe, fühle weder ich mich sicher, noch empfinde ich unser Haus als sicher. Das ist nun mal meine Einstellung - ob richtig oder falsch." Auch im Film darf es ruhig mal blutig zugehen: Ginge es nach dem Star, würde Gewalt in Filmen sogar unzensiert bleiben. Seine Haltung: Nur so könne die manchmal eben auch tragische Realität abgebildet werden - wie etwas das Massaker in Denver bei der Premiere von "The Dark Knight Rises". Offenbar haben bereits seine Eltern diese Affinität in ihm verankert: "Meine erste Luftpistole habe ich im Kindergarten bekommen, mein erstes Gewehr in der ersten Klasse. In der dritten habe ich meine erste Pistole abgefeuert - und ich lebte in einer vernünftigen Gegend." Bei seinen eigenen Kindern geht der Superstar sogar noch etwas weiter: Denen hat er neulich einen 36 Tonnen schweren Kampfpanzer als Spielzeug präsentiert. Und auch seine Noch-Freundin Angelina Jolie soll waffenfähig gemacht werden. Zu dem Zwecke bekam sie unlängst einen kompletten Schießstand inklusive Waffenarsenal verehrt.

 

Als Vorbild einen Waffenfetischisten

Wenigstens ist jetzt klar, wer als schauspielerisches Idol Brad Pitts herhalten muss. Eindeutig der 2008 verstorbene Charlton Heston, Star aus Klassikern wie "Ben Hur" oder "Planet der Affen". Als Präsident der National Rifle Association, des mächtigsten Lobbyvereins der amerikanischen Waffennarren, kämpfte er viele Jahre gegen eine strengere Regulierung des Waffenbesitzes. Als er schließlich 2003 von dem Amt zurücktrat, tat er das mit einer antiken Winchester aus dem Jahr 1866 in der Hand - und dem Statement, dass nur derjenige sein Gewehr bekomme, der es ihm "aus den toten, kalten Händen" windet.



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