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Borat-Tochter for Oscars: Sacha Baron Cohen erpresst Jury!

Sacha Baron Cohen sagt es sei eine Farce, wenn die Oscar-Jury „Borat 2“ und seinen Co-Star Maria Bakalova nicht berücksichtigen würde. Alles über „Borat Anschluss Moviefilm“: Gelöschte Szenen, warum Borat verklagt wird und Kasachstans neuem Image.

Borat 2: Bekommt Sacha Baron Cohens Co-Star Maria Bakalowa einen Oscar?
"Borat Anschluss-MovieFim" ist seit dem 23. Oktober 2020 bei Amazon Prime Video zu sehen. Amazon Prime Video

Seit dem 23. Oktober 2020 ist Borat bei Amazon Prime zurück in unserem Leben. Der kultige Reporter aus Kasachstan ist nach 14 Jahren wieder unterwegs. Diesmal hat es ihn erneut in das ferne Amerika getrieben, um die Eskapaden und das schlechte Image, das er seiner Heimat bei seinem ersten Besuch beschert hat, wieder gutzumachen. Verkörpert wird Borat Sagdiyev durch den britischen Komiker Sacha Baron Cohen. In „Borat 2“ erhält der fiktive Journalist Verstärkung von seiner 15-jährigen Tochter Tutar Sagdiyev. Diese wird in der Mockumentary (ein fiktionaler Dokumentarfilm) von der bulgarischen Schauspielerin Maria Bakalova gespielt.

 

Maria Bakalova: Eine Oscar-Verleihung für Borat 2?

Sacha Baron Cohen, der selbst für seine Performance im ersten Film „Borat – Kulturelle Lernung von Amerika, um Benefiz für glorreiche Nation von Kasachstan zu machen“ mit einem Golden Globe in der Kategorie „Bester Schauspieler in einem Film - Musical oder Komödie“ ausgezeichnet wurde, sagt über seinen Co-Star Maria Bakalova: "Wir haben 600 junge Frauen aus der ganzen Welt gecastet, und sie ist urkomisch. Sie ist eine der mutigsten Schauspielerinnen der Geschichte. Wenn sie nicht für einen Oscar nominiert wird, ist das eine Farce." Deutliche Worte für die Jury des Academy Awards.

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Der erste Film hatte zwar auch keinen Oscar erhalten, wurde aber 2007 von der Akademie wenigstens im Rennen um das beste adaptierte Drehbuch berücksichtigt. Damit auch Maria Bakalovas schauspielerische Leistung in "Borat Anschluss Moviefilm“ gewürdigt wird, wirbt Sascha Baron Cohen nun um eine Oscar-Nominierung in der Kategorie „Beste Nebendarstellerin“.

In einem Interview äußerte sich Cohen wie folgt: "Sie [Maria Bakalova] ist urkomisch und hat die Fähigkeit, eine Szene zu liefern und einen zum Weinen zu bringen. Das ist es, was ihr schließlich die Rolle verschafft hat. Als wir die Trennungsszene im Film drehten, musste ich sie abbrechen, weil ich das Gefühl hatte, dass ich ziemlich emotional wurde. Sie ist einzigartig. Stellen Sie sich vor, Sie kommen zum ersten Mal nach Amerika und spielen eine Rolle mit echten Menschen in einigen erschreckenden Situationen. Sie hat das alles durchgestanden.“

 

Borat 2 - Co-Star Maria Bakalova überzeugt Kritiker

Besonders überzeugt hat die junge Schauspielerin die Kritiker mit einer Szene, in der sie den ehemaligen Bürgermeister von New York City, Anwalt und Trump-Supporter Rudy Giuliani interviewt. Die beiden trinken dabei Alkohol und kommen sich augenscheinlich näher. Ein provozierter Skandal. Aber für Maria Bakalova eine Glanzleistung. Viele sind der Meinung, dass die Bulgarin neben dem professionellen Sacha Baron Cohens eine ebenbürtige Performance abgeliefert hat, und ihn in der Improvisationskomödie manchmal sogar übertroffen hat.

Ein Kritiker vom Branchenblatt ‚IndieWire‘ schreibt in einer Rezension: „Sie [Maria Bakalova] bringt einige der empörendsten Momente des Films, von einem grotesken Gag aus der Zeit eines Debütantenballs bis hin zu einem Monolog über Masturbation, der in einem entsetzten Treffen älterer Republikanerinnen vorgetragen wird. Ihr Schock ist unser subversives Vergnügen: die Gelegenheit, eine restriktive Welt zu sehen, die gezwungen ist, sich mit ihren Grenzen zu konfrontieren und nicht in der Lage ist, ihre Existenz zu verarbeiten." Mit anderen Worten: urkomische Unterhaltung.

Hoffen wir, dass die Oscar-Jury das ähnlich sieht. Verdient hätte sie es.

 

Kasachstan wirbt mit Borat-Slogan: Very Nice!

Im Gegensatz zu dem in Film dargestellten Kasachstan und ihren Regierungsvertreten, ist das reale Kasachstan von der Mockumentary mehr als erfreut – dieses Mal! Denn als „Borat“ 2006 in die Kinos kam, wurde der Film von der Regierung in Kasachstan verboten. Nun hat das Land scheinbar dazu gelernt und wird in einer Tourismus-Kampagne mit dem Borat-Slogan: „Very nice“.

Kairat Sadvakassov, der Vize-Chef der kasachischen Tourismusbehörde, äußerte sich in einem Artikel der „New York Times“ wie folgt: „In Covid-Zeiten, in denen die Ausgaben für Tourismus auf Eis liegen, war es gut, das Land in den Medien erwähnt zu sehen“. Das Land hat in puncto „Borat“ eine 180-Grad-Wende gemacht. 2012 bedankte sich der damalige Außenminister Jerschan Qasychanow sogar bei Sacha Baron Cohen, der durch den Film der Tourismus im Land florierte. Die Wut auf das satirische Kunstwerk ist passé und Sadvakassov meinte, dass Kasachstan es Willkommen heißen würde, wenn Cohen nächstes Mal in ihrem Land drehen würde.

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Der Schauspieler Baron Cohen selbst reagierte in einer Mail an die New York Times folgendermaßen: „[Borat] ist eine Komödie, und das Kasachstan im Film hat nichts mit dem echten Land zu tun. Ich habe Kasachstan ausgewählt, weil es ein Ort war, über den fast niemand in den USA irgendetwas wusste, was uns ermöglichte, eine wilde, komödiantische falsche Welt zu erschaffen. Das echte Kasachstan ist ein wunderschönes Land mit einer modernen, stolzen Gesellschaft – das Gegenteil von Borats Version.“

 

Borat 2: Gelöschte Szenen

Wie viele Filme verfügt auch „Borat Anschluss Moviefilm“ über ein Repertoire an gelöschten Szenen. Diese sind allerdings um einiges krasser, als sie es jetzt zum Beispiel bei dem neuen „James Bond“-Film wären. So stand der fiktive kasachische Journalist Borat (Sacha Baron Cohen) bei einer Veranstaltung eingeschworener Waffenfans und Republikaner auf der Bühne, um die Menge mit seinem eigens geschriebenen Patrioten-Song zum Mitsingen zu animieren.

Was im Film nicht zu sehen ist: Viele der Teilnehmer hatten Waffen dabei, und Cohen alias Borat flog trotz seiner Verkleidung als Hinterwäldler während seines Auftritts auf. Cohen hatte das Sicherheitspersonal der Veranstaltung allerdings selbst bereitgestellt, sodass er sich mithilfe der Security vor der wütenden Meute retten konnte. Hinzu kommt, dass Cohen unter seinem Kostüm auch eine kugelsichere Weste trug. In einem Twitter-Post wird deutlich wie gefährlich die Situation für den britischen Schauspieler wirklich war.

 

Sacha Baron Cohen: Borat wird verklagt!

Die fiktive Figur Borat provoziert und polarisiert. Sie entspringt einer Idee, die sich in unserer realen Welt bewegt und sich mit echten Menschen und gesellschaftlichen Missständen befasst und das Publikum so auf diese aufmerksam macht. Borat schafft das, indem er stereotypische Darstellungen und Klischees bis zum Maximum überspitzt.

Die einen lieben ihn, die anderen hassen und verklagen ihn. So auch Angehörige der Holocaust-Überlebenden Judith Dim Evans, die kurz nach den Dreharbeiten verstorben war. Judith Dim Evans Tochter hatten Klage gegen den neuen Kinofilm „Borat 2“ eingereicht mit der Begründung ihre Mutter sei lediglich durch einen Trick dazu gebracht worden in der Mockumentary mitzuspielen. Der Vorwurf: Cohen habe so getan, als ob es sich bei dem Film um eine seriöse Dokumentation handelte. Ein US-amerikanisches Gericht hat die Klage nun abgewiesen.

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