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"Bond"-Team macht Snowden-Film

"Bond"-Team macht Snowden-Film
"Bond"-Team macht Snowden-Film (Sony) Sony

Keiner weiß mehr über Spionage als Edward Snowden. Und keiner weiß besser, wie Spionage im Kino begeistert, als die 007-Macher Barbara Broccoli und Michael Wilson.

Wäre die wahre Geschichte nicht so traurig, dann würde man von einem Dreamteam sprechen: Edward Snowden und die James Bond-Macher. Denn der weltbekannte Whistleblower sitzt für die Enthüllung seines Wissens über die dunklen Seiten des Agentengeschäfts im russischen Exil - ohne jede Chance auf Rückkehr in seine Heimat oder darauf, seine Familie wiederzusehen. Wenigstens setzen ihm nun die Experten für Kinospionage ein filmisches Denkmal. Denn die 007-Produzenten Barbara Broccoli und Michael G. Wilson werden Snowdens Geschichte auf die große Leinwand bringen - so wie sie wirklich passierte. Denn das Drehbuch wird sich nicht etwa ein kreativer Blockbuster-Autor aus den Fingern saugen und Snowdens Geschichte Hollywood-üblich bis zur Wahrheitsverdrehung ausschmücken. Stattdessen dient das mit dem Pulitzer-Preis gekrönte Buch "No Place to Hide: Edward Snowden, the NSA and the U. S. Surveillance State" als Vorlage, das seit 13. Mai frisch im Handel ist - in Deutschland unter dem Titel "Die globale Überwachung: Der Fall Snowden, die amerikanischen Geheimdienste und die Folgen."

 

Preisgekrönte Vorlage

Autor ist Glenn Greenwald, der unter anderem für seinen Beitrag zur Enthüllung der NSA-Aktivitäten ausgezeichnet wurde. Er arbeitet schon lange eng mit Edward Snowden zusammen. Greenwald sagt zum Filmprojekt: "Als ich aufwuchs, haben mich politische Filme sehr stark geprägt - umso begeisterter bin ich jetzt über die Chance, Teil eines politischen Films zu sein, der vielleicht bei den Filmfans von heute etwas bewirkt." Die Handlung des Films bringt Doug Belgrad auf den Punkt, der das Projekt für den Filmriesen Columbia Pictures verantwortet: "Edward Snowdens explosive Enthüllungen haben wichtige Fragen aufgeworfen hinsichtlich der Rolle einer Regierung beim Schutz ihrer Bürger und der Balance zwischen nationaler Sicherheit und persönlicher Freiheit. Wir sind daher sehr stolz, dass Michael, Barbara und Glenn diese mitreißende Story auf die Leinwand bringen. Wir glauben, dass Glenns Wissen um diese unglaublichen internationalen Geschehnisse einen packenden und unvergesslichen Film hervorbringen wird." Das ist zwar der übliche plakative Werbesprech, den Studio-Chefs gerne mal von sich geben - aber in diesem Fall könnte da tatsächlich was dran sein. Ob es tatsächlich so kommt, hängt dann nicht zuletzt davon ab, wer als Regisseur und Hauptdarsteller an Bord kommt. Insider sehen beispielsweise Liam Hemsworth als heißen Snowden-Kandidaten…



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