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„Blutspur Antwerpen“: Wird aus dem ARD-Krimi doch noch eine Reihe?

„Blutspur Antwerpen“ läuft erneut im Ersten und begeistert mit einem brisanten Fall um Blutdiamanten. Doch bekommt der ARD-Krimi eine Fortsetzung? Das ist bislang bekannt.

 V. li. n. re.: Kisha (Karmela Shako), Kommissarin Louma Shapiro (Marie-Lou Sellem, Mitte) und ihr Kollege Pierre Didier (Miguel Francisco, re.)
V. li. n. re.: Kisha (Karmela Shako), Kommissarin Louma Shapiro (Marie-Lou Sellem, Mitte) und ihr Kollege Pierre Didier (Miguel Francisco, re.) Foto: ARD Degeto Film/Nicolas Velter

Mit „Blutspur Antwerpen“ wagte die ARD 2025 einen ungewöhnlichen Samstagskrimi. Nun kehrt der Film erneut ins Fernsehen zurück und weckt bei vielen Zuschauerinnen und Zuschauern dieselbe Frage: War das erst der Anfang – oder bleibt es bei diesem einen Fall?

Tatsächlich wurde der Krimi ursprünglich als potenzieller Auftakt für ein neues Format konzipiert. Bis heute ist jedoch offen, ob Kommissarin Louma Shapiro und ihr Kollege Pierre Didier weitere Fälle lösen dürfen.

Darum geht es in „Blutspur Antwerpen“

Der Krimi beginnt mit einem spektakulären Verbrechen: Das kongolesische Fotomodell Jean-Baptiste Kalemba wird beim Joggen vor dem markanten Havenhuis in Antwerpen von einem maskierten Fahrradfahrer erschossen.

Für Kommissarin Louma Shapiro (Marie-Lou Sellem) und ihren Kollegen Pierre Didier (Miguel Francisco) sieht zunächst alles nach einem gezielten Mord aus. Doch schon bald stellt sich heraus, dass der Täter vermutlich gar nicht Kalemba töten wollte.

Vieles deutet darauf hin, dass eigentlich dessen Halbschwester Kisha das Ziel des Anschlags war. Die junge Frau ist erst kurz zuvor aus dem Kongo nach Belgien gereist und verschwindet wenig später spurlos.

Die Ermittlungen führen das Duo schließlich tief hinein in die Welt des internationalen Diamantenhandels, wo Korruption, Machtinteressen und Menschenrechtsverletzungen eng miteinander verwoben sind.

Ein Krimi mit politischer Botschaft

Was „Blutspur Antwerpen“ von vielen klassischen Fernsehkrimis unterscheidet, ist sein gesellschaftlicher Hintergrund. Statt ausschließlich auf die Suche nach einem Täter zu setzen, entwickelt sich der Film zu einem Politthriller über sogenannte Blutdiamanten und deren Rolle bei bewaffneten Konflikten.

Hauptdarstellerin Marie-Lou Sellem erklärte im Gespräch mit prisma, warum Antwerpen dafür der passende Schauplatz sei: „Es gibt viele soziale Themen in Belgien, das ja auch lange keine stabile Regierung hatte. Man blickt auf eine sehr blutige Kolonialgeschichte zurück, zum Beispiel im Kongo. Mit deren Aufarbeitung hat das Land spät begonnen und sich schwer damit getan.“

Neues Ermittlerduo hat viel Potenzial

Im Mittelpunkt stehen Louma Shapiro und Pierre Didier, gespielt von Marie-Lou Sellem und Miguel Francisco. Beide ergänzen sich als Ermittlerteam, während Louma gleichzeitig mit Widerständen innerhalb der eigenen Behörde kämpfen muss.

Auch die internationale Atmosphäre hebt den Film von vielen anderen ARD-Krimis ab. Gedreht wurde in Antwerpen, viele Szenen spielen an Originalschauplätzen. Neben Deutsch sind auch englische und französische Dialoge zu hören, was dem Film zusätzliche Authentizität verleiht.

Regie führte Anna-Katharina Maier, die unter anderem für ihre Arbeit an der preisgekrönten Serie „Tage, die es nicht gab“ bekannt ist.

Wird „Blutspur Antwerpen“ fortgesetzt?

Die wohl spannendste Frage beschäftigt viele Fans nach der Wiederholung: Kommt ein zweiter Fall? Zum Zeitpunkt der Erstausstrahlung wurde „Blutspur Antwerpen“ von der ARD als möglicher Auftakt eines neuen Krimiformats entwickelt. Ob daraus tatsächlich eine Reihe entstehen würde, sollte unter anderem von der Resonanz beim Publikum abhängen.

Bislang hat die ARD jedoch keine Fortsetzung oder weitere Filme offiziell angekündigt. Das bedeutet allerdings nicht zwangsläufig das Aus für das Format. Immer wieder entscheidet der Sender erst nach längerer Zeit über neue Krimireihen.

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