Fernsehen

Bildungsanteil im RTLzwei-Programm hoch genug | "Teenie Mütter" & Co. retten Sender-Status

Der Vollprogramm-Status von RTLzwei stand auf dem Prüfstand. Nun ist klar: Für die Medienhüter ist der Bildungs- und Beratungsanteil des Programms hoch genug.

Neues RTL2-Logo: RTLzwei
Bildungsanteil im RTLZwei-Programm hoch genug | "Teenie Mütter" & Co. retten Sender-Status. Bild: RTLzwei

Rund ein Jahr lang wurde geprüft, ob RTLzwei Anforderungen eines sogenannten Vollprogramm-Senders entspricht. Diese Programmkategorie unterscheidet sich vom sogenannten Spartenprogramm, wichtig ist dabei vor allem, dass genügend Formate auf dem Sendeplan stehen, die in die Kategorie der "Fernsehpublizistik" fallen. Dies erklärt eine Sprecherin der LPR Hessen gegenüber „DWDL.de“. Zudem müssen vielfältige Inhalte gezeigt werden, die „insgesamt einen angemessenen Anteil von Information, Bildung, Beratung und Unterhaltung enthalten und damit einen wesentlichen Teil des Programms bilden", wie es eine Sprecherin der Landesmedienanstalt (ZAK) ausdrückte.

 

RTLzwei darf Vollprgramm-Sender bleiben

Dieser Prüfung, seit September 2018 durch die Kommission für Zulassung und Aufsicht der Landesmedienanstalten (ZAK) durchgeführt, hielt RTLzwei stand – demnach bleibt der Sender ein Vollprogramm.

Bevor die Medienhüter zu diesem Ergebnis kamen, führen sie eine Programmstrukturanalyse bei RTLzwei durch. Genau unter die Lupe genommen wurde dabei das Programm des letzten Quartals 2018 sowie das des ersten Quartals dieses Jahres. Dabei kam heraus, dass das Programm von RTLzwei zu 79 Prozent aus diversen redaktionell erstellten Inhalten besteht, wovon 30 Prozent dem "fernsehpublizistischen Angeboten" angehören, und zu 21 Prozent aus Werbung, Teleshopping und Trailern.

 

"Teenie Mütter", "Armes Deutschland", "Zuhause im Glück" und Co. "retten" RTLzwei

Wie DWDL.de erklärt, gehören zu besagten fernsehpublizistischen Angeboten unter anderem "Grip - Das Motormagazin", "Hartz und herzlich", "Armes Deutschland“, "Autopsie - Mysteriöse Todesfälle", "Der Jugendknast" oder "Pop-Giganten". Auch Reality-Formate hat die LPR gelten lassen. Dazu zählen im Fall von RTLzwei "Teenie Mütter", "Einfach hairlich - Die Friseure", "Hausenblas - Die Staubsaugervertreter Deluxe" und "Der Trödeltrupp". Die Sendungen "Zuhause im Glück" und "Die Bauretter", die beiden in diesem Jahr eingestellt wurde, verhalfen RTLzwei ebenfalls zum Vollprgramm-Status.

Damit ein Sender diesen Status innehalten darf, fordert die ZAK mindestens 10 Prozent „fernsehpublizistischer Angebote“. RTLzwei ist mit seinen 30 Prozent also auf der sicheren Seite. Dennoch wäre es laut ZAK wünschenswert, dass der Sender seinen News-Anteil wieder stark erhöht. RTLzwei hatte in der Vergangenheit nämlich seine "News" gekürzt, und sein wöchentliches "Nachrichtenjournal" gänzlich eingestellt.

Trotz der kleinen Kritik freut sich RTLzwei über die Entscheidung und zeigt sich gegenüber „DWDL.de“ sichtlich zufrieden: "Wir begrüßen die Entscheidung der ZAK. RTLzwei ist ein Sender, der ein breites Programmangebot mit gesellschaftlich relevanten Inhalten vorweisen kann. Dazu zählen auch eine Vielzahl von Informationsformate, darunter unter anderem auch Nachrichten, produziert von infoNetwork. Mit diesem vielfältigen Angebot liefern wir als Privatsender einen wichtigen Beitrag für den Public Value, insbesondere für die junge Zielgruppe."

 


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