Fernsehen

„Big Brother“| Ein „Container“ voller Mängelexemplare?!

Die mittlerweile 13. Staffel von „Big Brother“ startet zwar erst am 10. Februar, sorgt aber im Vorfeld bereits für Diskussionsstoff…

Big Brother
"Big Brother" kommt zurück ins TV. Foto: Sat.1

Knapp 20 Jahre ist es her, dass ein neuartiges Realityshow-Format die deutsche Fernsehlandschaft quasi über Nacht durcheinanderwirbelte. Bei „Big Brother“ (entliehen aus George Orwells dystopischem Roman 1984, in dem ein Szenario totaler Überwachung vorherrscht) ließen sich die TeilnehmerInnen für mehre Wochen in ein als Wohnraum gestaltetes Studio einsperren – und wurden dabei 24 Stunden lang von stationären Kameras gefilmt.

 

„Big Brother“| Wieder ein Tabubruch?

Damals war dies ein Skandal: Die Privatsphäre der BewohnerInnen existierte nach ihrem Einzug ins Haus nicht mehr – lange Diskussionen um die ethisch-moralische Vertretbarkeit des „Sozial-Experiments“ waren die Folge. Fast 20 Jahre später soll „Big Brother“ die Fernsehlandschaft erneut bereichern und wieder bahnbrechend in Erscheinung treten. Denn diesmal sollen die ZuschauerInnen nicht nur machtlose KonsumentInnen des Treibens im „Container sein“, sondern die BewohnerInnen aktiv bewerten können – ähnlich einem Ranking-System wie beispielsweise von Produkten auf Online-Shoppingseiten. Laut dem Geschäftsführer von Sat.1, Kaspar Pflüger, ist „Die Frage, was ein Mensch wert ist, […] gewissermaßen der 'Next Level'-Tabubruch.“, wie er in einem Interview mit dem Medienmagazin DWDL.de verriet.

 

„Big Brother“| Wohnen, werten, rauswerfen?

Wie genau das Bewerten der Bewohner funktioniert, ist momentan noch nicht bekannt. Auf der offiziellen Website sind bis jetzt die Namen mit einigen persönlichen Informationen sowie die Silhouetten der 14 BewohnerInnen vermerkt. Eine Bewertung der einzelnen KandidatInnen ist scheinbar schon jetzt – per Sat.1 App – möglich. Dabei können 1-5 Sterne vergeben werden – die KandidatInnen mit dem höchsten Rating sollen so vor den Nominierungen ihrer MitbewohnerInnen geschützt sein.

Ab 10. Februar werden dann sicherlich alle Geheimnisse gelüftet, wenn Moderator Jochen Schropp (41) die BewohnerInnen für maximal 100 Tage in den „Container“ schickt. Wir sind gespannt, inwieweit die neue Staffel von „Big Brother“ für ein Erdbeben in der Fernsehlandschaft sorgen wird und welche Auswirkungen die Bewertungen für alle (Un-)Beteiligten haben werden.

 


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