Kino

Bestechung beim neuen Bond-Film

Um Krone und Vaterland zu schützen agiert Super-Spion James Bond in den entlegensten Winkeln der Erde. Im 24. Abenteuer „Spectre“ verschlägt es ihn unteranderem nach Mexiko. Doch jetzt wurde bekannt, dass sich das Land mit Millionen Dollar in den Film eingekauft hat.

"Spectre" kommt am 5.11.2015 in die Kinos.
Daniel Craig
Drogen, korrupte Cops, tote Studenten, das sind die vorherrschenden Meldungen über Mexiko. Um dieses Image loszuwerden bedient sich das Land einer neuen Methode.  Etwa 20 Millionen Dollar hat die Produktionsfirma MGM (Metro Goldwyn Meyer) erhalten, um Mexiko im James-Bond-Film „Spectre“ besser darzustellen. Für die vier Minuten Filmszenen sind 14 Millionen Dollar geflossen. Weitere sechs Millionen Dollar gab es für Landschafts- und Panoramaaufnahmen. Wird die Geschichte jetzt eine andere?
 
Modern, unbestechlich und ganz lieb

Die Vertragspartner haben Änderungen am Drehbuch vereinbart. Anstelle eines mexikanischen Bürgermeisters, stirbt in der neuen Fassung ein internationaler Botschafter. Zusätzlich versprach MGM, dass der Bösewicht im Film kein Mexikaner sein wird. Das Land soll modern dargestellt werden, dem Filmteam ist nur gestattet moderne Architektur abzufilmen. Doch viel wichtiger ist den Behörden, dass die Polizei ein besseres Image bekommt. Beamte sollen im Streifen als anständige Polizisten porträtiert werden.  Das Filmproduzenten und Länder kooperieren ist nicht ungewöhnlich, doch diese Art der Einflussnahme schon. Denn so einen massiven Eingriff in ein Drehbuch hat es vorher noch nicht gegeben. Produzent Michael G. Wilson weicht aus: "Es war mehr, dass wir Fragen gestellt haben und dies dann mit ihnen diskutiert haben, als dass sie verlangt haben, dass wir das Drehbuch ändern." Im selben Atemzug bestätigt der Produzent, dass Geld geflossen sei.
 


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