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"Berlin - Tag und Nacht": Fast abgesetzt worden!

"Berlin - Tag und Nacht" und "Köln 50667" zählen zu den erfolgreichsten Formaten bei RTL II und sind heute aus dem Programm nicht mehr wegzudenken. Das war allerdings nicht immer so: Beinahe wäre BTN nämlich abgesetzt worden...

BTN Paula Joe
Seit sieben Jahren ist "Berlin Tag und Nacht" eines der Erfolgsformate bei RTL II. Das war nicht immer so. Die Serie wäre beinahe abgesetzt worden. Facebook/Berlin - Tag & Nacht

Am 12. September 2011 flimmerte die erste Folge von "Berlin - Tag und Nacht" über den Bildschirm. Dass das experimentelle Format einmal zu einem der Flaggschiffe des Senders werden würde, hätte sich einer der Beteiligten damals wohl kaum gedacht. Eher im Gegenteil! 

"Am Tag der Erstausstrahlung hatten wir gemeinsam mit dem Cast eine tolle Party und dachten, dass wir eine sehr anständige Quote am nächsten Tag haben würden", verriet der filmpool-Director of of Operations Felix Wesseler nun im Interview mit "dwdl.de".

 

"Berlin - Tag und Nacht": Fast abgesetzt - der Grund

Doch schon bald folgte die Ernüchterung:  Startete die Soap noch mit 4,1 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe, erreichte sie in Woche zwei ihren Tiefstwert von 3,6 Prozent. "Der Morgen und auch die Wochen danach waren allerdings Katerstimmung pur und die Gedanken gingen da eher in Richtung der nächsten sieben Wochen, nicht der nächsten sieben Jahre."

Dass der damalige RTL II-Programmchef trotz mieser Quoten nicht sofort die Notbremse zog, sondern den Machern den Rücken frei hielt, rettete "Berlin - Tag und Nacht": "Wir konnten intensiv arbeiten und uns entwickeln – dennoch war allen klar, dass sich innerhalb von drei, vier Wochen etwas tun musste", so Wesseler weiter. 

Glücklicherweise geschah dies gerade noch zum rechten Zeitpunkt: Nach zwei Wochen stiegen die Zuschauerzahlen und auch durch die Social Media-Kampagne der Macher versammelte die Serie bald eine treue, stetig wachsende Fangemeinde hinter sich, die BTN zu seinem heutigen Erfolg führte. 

 

"Berlin - Tag und Nacht": Veränderungen wegen Zuschauerflucht

Seit der ersten Ausstrahlung 2011 ist viel passiert: Ursprünglich als "Big Brother"-Ersatz gedacht, erinnerten die Anfänge der RTL II-Serie tatsächlich ein wenig an den "Conatiner"-Stil: Nur eine einzige Kamera schwenkte zwischen den Protagonisten hin und her, es gab nur Aufnahmen der Gesamtsituation, vereinzelt unterbrochen von eingespielten 1:1-Interviews der Charaktere. 

Das hat sich inzwischen geändert: Es gibt heute Nahaufnahmen und richtige Schnitte, Szenen, die mehrfach aus verschiedenen Perspektiven gedreht werden. Und, nicht zu vergessen, ist inzwischen wohl jedem bewusst, dass keine echte "Emmi" und kein wirklichlicher "Papa Joe" im Alltag begleitet, sondern die Figuren von Laiendarstellern verkörpert werden.

Eine Entwicklung, die dringend vonnöten war, wie es von Seiten der Produktionsfirma heißt. Denn 2017 sanken die Quoten der sonst so publikumsstarken Serie auf den tiefsten Wert seit Beginn. Doch die Änderungen scheinen zu fruchten: "Berlin - Tag und Nacht" bringt dem Sender seit einigen Monaten wieder regelmäßig zweistellige Zuschauerzahlen ein.

 

 

 



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