„Below“ auf Netflix: Ende erklärt! Diese Fragen bleiben offen – kommt Staffel 2?
„Below“ auf Netflix endet mit einem Cliffhanger. Was bedeuten die letzten Szenen, welche Fragen bleiben offen und kommt eine zweite Staffel?

Ein abgelegenes Fischerdorf und ein gewaltiges Wesen aus der Tiefsee: Mit „Below“ verbindet Netflix eine Familiengeschichte mit übernatürlich anmutendem Horror. Im Mittelpunkt steht der Fischer Calvin Penney (Josh Hartnett), dessen Heimatort Snook’s Arm auf Neufundland von einer rätselhaften Gefahr bedroht wird. Gemeinsam mit der Wissenschaftlerin Dr. Fonda Howander (Mackenzie Davis) versucht Calvin herauszufinden, was hinter den ungewöhnlichen Ereignissen steckt. Dabei wird schnell klar, dass die Bedrohung aus dem Meer weitaus größer ist, als zunächst angenommen.
Nach sechs Folgen liefert die Serie zwar Antworten auf einige ihrer zentralen Rätsel. Doch gerade die letzte Szene wirft neue Fragen auf. Ist das Monster wirklich besiegt? Was hat es mit den Eisbergen auf sich? Und könnte Netflix die Geschichte in einer zweiten Staffel fortsetzen?
Achtung, Spoiler! Ab hier verraten wir wichtige Details zum Ende der ersten Staffel von „Below“.
„Below“ auf Netflix: Was passiert am Ende von Staffel 1?
Im Laufe der Serie entdecken Calvin und Dr. Fonda, dass die rätselhaften Vorfälle rund um Snook’s Arm mit einem riesigen Tiefseewesen zusammenhängen. Bei der Kreatur handelt es sich um eine außergewöhnliche Form eines Riesenkalmars, die weit über das hinausgeht, was die Wissenschaft bislang über diese Tiere weiß.
Die Entdeckung verändert auch Calvins Blick auf seine Heimat. Anfangs möchte er vor allem seine Familie schützen und um jeden Preis an seinem bisherigen Leben festhalten. Doch die Begegnung mit dem unbekannten Wesen zwingt ihn, seine Vorstellungen zu überdenken.
Im Finale deutet sich für Calvin und seine Familie schließlich ein Neuanfang an. Nach den gefährlichen Ereignissen scheint wieder etwas Ruhe einzukehren. Auch zwischen Calvin und Fonda entsteht eine größere Nähe. Das Ende ist damit zunächst versöhnlich – allerdings nur auf den ersten Blick.
Denn in den letzten Augenblicken zeigt die Serie mehrere Eisberge, die sich Snook’s Arm nähern. Und diese könnten eine weitere Gefahr aus der Tiefsee mit sich bringen.
Was bedeuten die Eisberge in der letzten Szene von „Below“?
Die abschließende Einstellung gehört zu den wichtigsten Momenten der Serie. Während die Bewohner von Snook’s Arm gerade erst eine außergewöhnliche Bedrohung überstanden haben, kündigt sich bereits die nächste an. Mehrere Eisberge treiben auf den Küstenort zu. Die Szene legt nahe, dass die Ereignisse der ersten Staffel kein einmaliger Vorfall bleiben müssen.
Serienschöpfer Jesse McKeown erklärte im Gespräch mit dem US-Branchenmagazin Variety, dass dieses Schlussbild schon früh Teil seiner Pläne gewesen sei. Für Calvin und seine Familie sei das Ende zwar in gewisser Weise glücklich, aber vor allem eine Atempause. Die eigentliche Katastrophe sei damit noch nicht überwunden.
Die Eisberge können deshalb auf zwei Arten verstanden werden: Einerseits lassen sie vermuten, dass weitere unbekannte Meereskreaturen auftauchen könnten. Andererseits stehen sie für die größeren Veränderungen und Gefahren, denen die Menschen in der Küstenregion ausgesetzt sind. Die Botschaft des Finales: Snook’s Arm ist vorerst gerettet, aber längst nicht außer Gefahr.
Ist das Monster aus „Below“ wirklich tot?
Eine weitere offene Frage betrifft die Kreaturen selbst. Für die Entwicklung des riesigen Kalmars orientierte sich das Produktionsteam an realen Meerestieren. McKeown und seine Kollegen beschäftigten sich unter anderem mit dem Nordatlantischen Riesenkalmar, der eng mit der Geschichte und den Legenden Neufundlands verbunden ist. Allerdings sollte das Monster der Netflix-Serie keine gewöhnliche Tierart darstellen. Stattdessen entwickelten die Verantwortlichen die Vorstellung eines bislang unentdeckten, urtümlichen Verwandten des bekannten Riesenkalmars.
Besonders interessant ist dabei die Verbindung zwischen der menschlichen Familie und den Meeresbewohnern. Beide kämpfen auf ihre Weise ums Überleben und um den Schutz ihres Nachwuchses. Doch selbst wenn die unmittelbare Bedrohung am Ende überwunden scheint, bleibt die Frage, ob weitere Exemplare existieren.
Die letzten Eisberge deuten jedenfalls darauf hin, dass das Meer noch längst nicht alle seine Geheimnisse preisgegeben hat.
Was ist mit dem Baby-Monster im Labor passiert?
Auch das Schicksal der kleinen Kreatur im Labor wird nicht eindeutig geklärt. Im Interview mit „Variety“ wurden Jesse McKeown und Executive Producer Jessica Rhoades ausdrücklich gefragt, ob das junge Wesen noch am Leben sei und sich möglicherweise weiterhin irgendwo aufhalte. Eine klare Antwort wollten die beiden darauf nicht geben. Stattdessen reagierten sie mit einem Lächeln und einem Schulterzucken. Ob das Baby-Monster überlebt hat, bleibt somit bewusst offen.
Gerade dieses ungelöste Rätsel könnte für eine mögliche Fortsetzung interessant werden. Sollte das Tier tatsächlich noch leben, wäre die Geschichte der unbekannten Tiefseewesen möglicherweise noch lange nicht abgeschlossen. Eine Bestätigung dafür gibt es allerdings nicht.
„Below“ erklärt: Was steckt hinter den Visionen der Meereshexe?
Neben dem riesigen Kalmar beschäftigt sich „Below“ auch mit unheimlichen Visionen einer sogenannten Meereshexe. Die Idee dafür stammt aus einer persönlichen Erfahrung des Serienschöpfers. Jesse McKeown berichtete, dass er in jüngeren Jahren wiederholt unter Schlafparalysen gelitten habe. Bei solchen Erlebnissen können Betroffene während des Aufwachens oder Einschlafens vorübergehend bewegungsunfähig sein und gleichzeitig bedrohliche Erscheinungen wahrnehmen.
Auf Neufundland ist die Vorstellung einer unheimlichen alten Frau, die Menschen im Schlaf heimsucht, zudem fest in regionalen Erzählungen verankert. McKeown griff diese Legende für die Serie auf. Zunächst erscheint es plausibel, dass die Visionen von Wade mit Stress und psychischer Belastung zusammenhängen.
Im Verlauf der Handlung zeigt sich jedoch, dass hinter den Erscheinungen mehr steckt als eine rein psychologische Erklärung. Damit verbindet „Below“ die regionale Folklore mit dem zentralen Geheimnis der Serie.
Kommen Calvin und Dr. Fonda am Ende zusammen?
Neben den übernatürlichen Rätseln sorgt auch die Beziehung zwischen Calvin und Dr. Fonda für Gesprächsstoff. Zwischen den beiden entwickelt sich im Verlauf der sechs Folgen eine spürbare Nähe. Dabei war eine mögliche romantische Verbindung ursprünglich gar nicht als zentraler Bestandteil der Geschichte geplant. Wie Jessica Rhoades gegenüber „Variety“ erklärte, entstand diese Dynamik vor allem durch das Zusammenspiel von Josh Hartnett und Mackenzie Davis.
Für die Verantwortlichen stand zunächst im Vordergrund, dass sich zwei eher zurückgezogene Menschen langsam öffnen und wieder Anschluss an andere finden. Am Ende ist deshalb nicht nur entscheidend, ob Calvin und Fonda ein Paar werden. Vielmehr zeigt ihre Annäherung, wie sehr sich beide durch die gemeinsamen Erlebnisse verändert haben. Ob aus dieser Verbindung tatsächlich eine feste Beziehung entsteht, lässt die Serie offen.
„Below“ Staffel 2: Wird die Netflix-Serie fortgesetzt?
Nach dem offenen Finale dürften sich viele Zuschauer fragen, ob Netflix bereits eine zweite Staffel plant. Bislang gibt es auf Grundlage der vorliegenden Informationen keine bestätigte Verlängerung von „Below“. Die erste Staffel wurde von Anfang an als Geschichte mit sechs Episoden konzipiert. Laut Jesse McKeown wollten die Verantwortlichen eine abgeschlossene und zufriedenstellende Handlung erzählen.
Trotzdem entschieden sie sich bewusst gegen ein Ende, bei dem sämtliche Fragen restlos beantwortet werden. Im Gespräch mit „Variety“ erklärte McKeown außerdem, dass er noch keine konkreten Pläne für eine zweite Staffel ausgearbeitet habe. Zwar seien während der Produktion einzelne Ideen entstanden, ernsthaft habe er sich mit einer Fortsetzung bislang aber nicht beschäftigt. Das bedeutet: Das offene Ende ist kein Beweis dafür, dass Staffel 2 bereits geplant ist.
Allerdings gäbe es durchaus Ansatzpunkte für weitere Folgen. Die herannahenden Eisberge, das ungeklärte Schicksal des jungen Monsters und die Entwicklung der Bewohner von Snook’s Arm bieten genügend Stoff für neue Geschichten. Ob Netflix diese Möglichkeiten nutzen wird, bleibt abzuwarten.
Wann könnte „Below“ Staffel 2 auf Netflix erscheinen?
Da eine zweite Staffel bislang nicht bestätigt ist, gibt es auch keinen offiziellen Starttermin. Sollte Netflix die Mysteryserie fortsetzen, müssten zunächst neue Drehbücher entwickelt und die aufwendigen Dreharbeiten vorbereitet werden. Gerade die Produktion an den Originalschauplätzen auf Neufundland stellte das Team vor besondere Herausforderungen. Gedreht wurde unter anderem auf offenem Wasser, während die riesigen Meereskreaturen mit aufwendigen visuellen Effekten zum Leben erweckt wurden.
Ein konkreter Veröffentlichungstermin wäre deshalb derzeit reine Spekulation. Für Fans bleibt vorerst nur die Hoffnung auf eine Fortsetzung. Denn eines hat das Finale deutlich gemacht: In den Gewässern rund um Snook’s Arm könnte noch wesentlich mehr lauern als das Monster der ersten Staffel.







