Gaming

"Back 4 Blood", "F.I.S.T." – Neue DLSS- und RTX-Spiele im Technik-Check!

Gleich zehn brandneue Spiele werden im Oktober 2021 mit DLSS ausgestattet. Wie die Performance von "Back 4 Blood" und "F.I.S.T." aussieht, lest ihr in unserem Artikel!

Back 4 Blood Cleaners vs. Ridden
"Back 4 Blood" ist einer der großen Titel im Oktober 2021 mit DLSS-Unterstützung! Foto: Warner/Turtle Rock
Inhalt
  1. Back 4 Blood: Spitzen-Performance auch dank DLSS
  2. F.I.S.T.: Beeindruckender Sidescroller-Metroidvania mit DLSS und RayTracing
  3. Unser Kurzfazit:

In knapp 120 Spielen und Anwendungen kommt NVIDIAs bahnbrechende DLSS-Technologie zum Einsatz. DLSS? Falls ihr euch fragt, was das genau bedeutet: Bei DLSS (kurz für Deep Learning Super Sampling) handelt es sich um eine von Nvidia entwickelte Technik, bei der Spiele mit den Tensor-Kernen der RTX-Grafikkarten von einer niedrigeren auf höhere Auflösungen künstlich hochgerechnet bzw. skaliert werden, was teilweise enorm viel Leistung sparen kann und gleichzeitig die Bildqualität stabil hält bzw. in gewissen Punkten sogar verbessern kann.

Fragt man in der Gaming-Landschaft nach der letzten bahnbrechenden technologischen Erfindung im Grafikkartensegment, hört man neben RayTracing mittlerweile fast öfter DLSS als Antwort, was auch daran liegt, dass DLSS den leistungstechnisch kostspieligen Einsatz von RayTracing oft überhaupt erst möglich macht – gerade im Bezug auf annehmbare Bildwiederholungsraten in Spielen. Umso erfreulicher ist die Tatsache, dass sich DLSS nicht nur in immer mehr Spielen wiederfindet, sondern sich mittlerweile auch relativ "einfach" für die Entwicklerstudios implementieren lässt. Im Oktober 2021 dürfen sich Spieler*innen auf einen Batzen von Titeln freuen, die DLSS an Bord haben. Dazu gehören:

Back 4 Blood, F.I.S.T.: Forged In Shadow Torch, Alan Wake Remastered, Baldur's Gate 3, Chivalry 2, Crysis Remastered Trilogy, Rise of the Tomb Raider, Shadow of the Tomb Raider, Sword and Fairy 7 und Swords of Legends Online.

Um zu prüfen, wie sich DLSS und RayTracing in zwei brandneuen Spielen so verhalten und welche Performance und Features ihr erwarten könnt, haben wir uns die gerade erst erschienenen Spiele "F.I.S.T.: Forged in Shadow Torch" und "Back 4 Blood" angeschaut. Dafür haben wir uns mit zwei verschiedenen Testsetups beschäftigt:

  • Desktop-Setup: Ryzen 5 5600x, NVIDIA Geforce RTX 3090, 16 GB DDR4-3600, NVME-Festplatte
  • Laptop-Setup (MSI GS66 Stealth 10UH): i7-10870H, RTX 3080 (TGP 95W), 16 GB DDR4-3200, NVME-Festplatte

 

Back 4 Blood: Spitzen-Performance auch dank DLSS

Zombie mit vier Armen aus Back 4 Blood
Auch diese Spezialzombies müsst ihr in Back 4 Blood aus dem Weg räumen!   Foto: WB Games/PR

Zum Spiel

"Back 4 Blood" ist ein Koop-Zombieshooter der Turtle Rock Studios, deren Entwickler*innen sich auch schon zuvor für den Fan-Koop-Liebling Left 4 Dead verantwortlich gezeichnet haben. Zwar ist „Back 4 Blood“ kein offizieller Nachfolger der „Left 4 Dead“-Reihe, doch trägt das Kultspiel definitiv in seinem Herzen: Auch hier müsst ihr euch im Idealfall mit vier menschlichen Mitspieler*innen oder Bots durch jede Menge Zombie-Wellen schlagen. Die Kampagne des Spiels beträgt aus insgesamt vier abwechslungsreichen Akten. Daneben ist natürlich auch eine Quick Play sowie Solo-Option an Bord sowie ein PVP-Modus. Zwar erfindet "Back 4 Blood" das Rad definitiv nicht neu, doch bietet tatsächlich ein solides Gunplay und vor allem mit einem Team viel Koop-Spaß und dank der spannenden Karten-Mechanik auch durchaus Abwechslung. Momentan leidet das Spiel allerdings noch an Balancing-Problemen. Aktuell können alle Xbox und PC Game Pass-Mitglieder "Back 4 Blood" kostenlos im Abo (an)spielen.

Zur Performance

"Back 4 Blood" ist zwar weit weg davon ein echtes Grafik-Schwergewicht zu sein, doch die Präsentation ist für einen 4-Spieler-Koop-Shooter absolut akzeptabel und zweckdienlich. Was allerdings definitiv für "Back 4 Blood" spricht, ist die hervorragende Performance des Spiels, die schon während der Beta-Phase ersichtlich war: Auch auf Mittelklasse-Rechnern lässt sich dank der vielen Einstellungsoptionen eine gute Performance herauskitzeln.

Da Back 4 Blood auch DLSS unterstützt, wollten wir uns das Spiel natürlich auch unter diesem Gesichtspunkt ansehen. Das sind unsere Ergebnisse:

Desktop-Setup (Grafik-Einstellungen: Epic Quality)

4K

  • Ohne DLSS: 129 FPS
  • DLSS Quality: 150 FPS
  • DLSS Performance: 175 FPS

Wie schon erwähnt erreicht man bei "Back 4 Blood" mit einem High-End-Setup auch schon ohne DLSS sehr gute Ergebnisse von knapp 130FPS in 4K-Auflösung mit der höchsten Grafikeinstellung namens "Epic Quality". Dank DLSS Quality, bei der die Bildqualität mit der nativen Ausgabe absolut mithalten kann, lassen sich trotzdem noch einmal 16 % mehr Performance herausholen. Beim DLSS Performance-Modus ist sogar ein FPS-Boost von knapp 36 % auszumachen – hier sind jedoch kleinere Einbußen bei der Bildqualität zu beobachten.

Laptop-Setup (Grafik-Einstellungen: Epic Quality)

1440p

  • Ohne DLSS: 117 FPS
  • DLSS Quality: 139 FPS
  • DLSS Performance: 157 FPS

Auch mit dem MSI GS66 Stealth erreichen wir bei "Back 4 Blood" sehr gute Performance-Werte bei der nativen Bildschirmauflösung von 1440p. Hier gibt es bei DLSS Quality eine Steigerung von knapp 19 %. Beim DLSS Performance-Modus dürfen sich Spieler*innen immerhin über einen Boost von knapp 34 % freuen.

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F.I.S.T.: Beeindruckender Sidescroller-Metroidvania mit DLSS und RayTracing

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F.I.S.T. beeindruckt mit RayTracing und großem DLSS-Performance-Boost Foto: Nvidia

Zum Spiel & zur Performance

Ein Hase, der seine Widersacher mit einer eisernen Riesenfaust vermöbelt? Count me in! Mit seinem sehr eigenwilligen 2,5D-Stil, den Metroidvania-Elementen und der Steampunk-angehauchten Spielwelt gehört F.I.S.T. zu den ungewöhnlichsten Indie-Spielprojekten der letzten Zeit. Wobei "Indie" hier nicht wirklich zutrifft: Hinter dem Projekt steckt das chinesische Entwicklerstudio TiGames, das hier nicht nur ein knapp 20-stündiges und ambitioniertes Actionspiel erschaffen haben, sondern das auch visuell durchaus begeistern kann: Dank RayTracing (Reflektionen, Global Illumination und Caustics) sieht das Spiel trotz seiner eingeschränkten Perspektive hervorragend aus. Und auch die DLSS-Implementierung gehört zum Besten, was wir in der vergangenen Zeit gesehen haben. Während wir in unserem Test die RayTracing-High-Settings genutzt haben, die eben alle RT-Funktionen aktivieren, ist der DLSS-Modus lediglich auf Auto nutzbar: Hier bewegt sich der Einsatz von DLSS je nach Auflösung zwischen Performance- und Quality-Mode – ist aber eben nicht individuell einstellbar. Erstmals ist ein DLSS-Schärferegler integriert, der in Zukunft in weiteren DLSS-Titeln implementiert werden soll und die jeweilige Schärfe der KI-optimierten Aliasing-Anwendung festlegt.

Generell sind die Grafik-Settings bei „F.I.S.T.“ trotzdem eher etwas marginal: Aktuell lassen sich ärgerlicherweise auch keine unlimitierten FPS freischalten. Die maximale Bildwiederholrate lässt sich lediglich zwischen 30, 60 und 120 FPS auswählen, was natürlich die finale Auswertung etwas einschränkt. Dennoch weist F.I.S.T. gerade bei der Zuhilfenahme von DLSS teilweise einen beträchtlichen Leistungsschub auf.

Desktop-Setup (Grafik-Einstellungen: High Settings, RayTracing High)

4K

  • Ohne DLSS: 55 FPS
  • DLSS Auto, 100 % Schärfe: 120 FPS (max. FPS)

Tatsächlich profitiert F.I.S.T. beträchtlich von DLSS: Während wir bei 4K-Auflösung und höchsten Settings sowie höchsten RayTracing-Settings knapp 55 FPS im Schnitt ohne DLSS erreichen, ist das Spiel mit unserer RTX 3090 und der DLSS Auto-Option mit blitzsauberen 120 FPS spielbar – ohne nennenswerte Framedrops. Somit beträgt der Leistungszuwachs deutlich über 100 %. Selbst, wenn DLSS Auto auf DLSS Performance schalten sollte, ist das Leistungsplus eine Ansage.

Laptop-Setup (High Settings, RayTracing High)

1440p

  • Ohne DLSS: 52 FPS
  • DLSS Auto, 100 % Schärfe: 91 FPS

1080p

  • Ohne DLSS: 89 FPS
  • DLSS Auto, 100 % Schärfe: 120 FPS (max. FPS)

Auch bei unserem Testlaptop profitiert F.I.S.T. ebenfalls beträchtlich. Auf der WQHD-Auflösung des Laptop-Monitors sind mit DLSS statt 52 sogar 91 FPS möglich – ein Leistungsplus von 75% (!). Bei Full-HD landen wir hingegen mit DLSS wieder bei den angesprochenen 120 FPS während wir uns ohne DLSS mit ca. 89 FPS begnügen müssen.

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Unser Kurzfazit:

Leichtere Implementierung, sehr gute Bildqualität und immer bessere Performance: DLSS kann bei neueren Titeln wie "F.I.S.T." und "Back 4 Blood" solide bis fast schon gigantische Leistungszuwächse bescheren. Während wir bei "Back 4 Blood" von der sowieso schon guten Performance angetan waren, mussten wir uns bei "F.I.S.T." fast schon verwundert die Augen rauben, was für ein dickes Leistungsplus DLSS gerade im Hinblick auf das Ausreizen der Raytracing-Einstellungen des Spiels möglich macht. 



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